6. Juli 2011
Das Gewichtheben findet aktuell als Zweikampf statt. Ursprünglich handelt es sich aber um einen Dreikampf.
Derzeit werden alle Wettkämpfe im Gewichtheben in zwei Disziplinen durchgeführt. Die erste Disziplin ist das Reißen. Bevor der erste Versuch startet, muss der Gewichtheber gewogen werden, damit er einer Gewichtsklasse zugeordnet werden kann. Anschließend gibt er die Höhe des Gewichtes an, das er reißen möchte. Grundsätzlich wird mit dem kleinsten gemeldeten Gewicht gestartet. Der Sportler hat drei Versuche von jeweils einer Minute. Die Hantel liegt dabei mittig vor den Füßen des Gewichthebers. Er fasst sie von oben und versucht, sie mit einer Bewegung waagerecht über den Kopf zu bringen. Diese Position wird Hochstrecke genannt. Die Arme müssen dabei gerade ausgestreckt sein. Dem Gewichtheber stehen zwei Bewegungsabläufe zur Verfügung. Entweder geht er mit beiden Beinen in die Hocke oder er macht mit einem Bein einen Ausfallschritt. Während des Versuchs dürfen lediglich die Füße den Boden berühren. Wird das Reißen aus der gehockten Position ausgeführt, dürfen sich Ellenbogen und Oberschenkel nicht berühren. In der Endposition müssen die Beine durchgedrückt sein. Der Körper muss ruhig stehen.
Das Stoßen ist die zweite Disziplin beim Gewichtheben. Es wird in zwei Phasen ausgeführt. Die erste Phase unterscheidet sich nicht vom Reißen, allerdings wird die Hantel lediglich bis auf Schulterhöhe gebracht und dort umgesetzt. Dabei darf sie die Brust des Gewichthebers nicht berühren, bevor sie in dieser Position aufliegt. Sie verharrt auf den Schlüsselbeinen und der Brust beziehungsweise auf den gebeugten Armen und muss völlig ruhig liegen. Die zweite Phase beim Stoßen ist das Ausstoßen. Durch die Aufwärtsbewegung der Arme in einem Zug wird die Hantel zur Hochstrecke gebracht. In der Endposition befinden sich Arme und Beine in einer gestreckten Stellung. Wann die Hantel abgelegt werden kann, entscheidet der Kampfrichter.
Bis zum Jahr 1972 gab es außerdem die Disziplin Drücken. Der Bewegungsablauf entsprach dem Stoßen, wobei allerdings auf den Einsatz der Beinkraft verzichtet werden musste. Später entwickelte sich die Technik in eine Art Schleuderbewegung. Zum einen brachte das dabei erforderliche Zurücklehnen des Oberkörpers gesundheitliche Risiken mit sich, zum anderen konnte aufgrund des ähnlichen Bewegungsablaufes beim Stoßen auf die Disziplin Drücken verzichtet werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
23.05.12 | |
![]() | GEWICHTHEBEN |
![]() | GEWICHTHEBEN |
21.05.12 | |
![]() | GEWICHTHEBEN |
16.05.12 | |
![]() | GEWICHTHEBEN |
26.02.12 | |
![]() | GEWICHTHEBEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Gewichtheben Forum

