11. Oktober 2011
Selbstverteidigung setzt sich aus dem Erkennen und der Vermeidung gefährlicher Situationen sowie aus diversen Abwehrtechniken zusammen. Im Ernstfall kommt es darauf an, das eigene Leben zu schützen, wobei das Risiko der Verletzung des Gegners eingegangen werden darf.
Grundsätzlich lassen sich bei vielen Überfällen Parallelen zur Tierwelt ziehen. Einzelgänger und schwache Tiere werden ebenso schnell Ziel eines Angriffs durch Artgenossen, wie es der Fall bei isolierten und hilflos wirkenden Menschen ist. Den größten Teil der Selbstverteidigung macht somit die Selbstbehauptung in der Gruppe aus.
Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Wer tätlichen Angriffen vorbeugen will, muss in der Lage sein, Situationen frühzeitig einzuschätzen. Provokationen und Beleidigungen sollten stets vermieden werden, souveränes Auftreten hingegen wirkt entschärfend. Eskaliert die Lage dennoch, muss das richtige Mittel zur Abwehr gewählt werden. Dabei sollte die mildeste Technik zum Einsatz kommen, wobei dennoch der eigene Schutz im Vordergrund steht. Egal, mit welchen Mitteln sich der Angegriffene verteidigt, es geht um sein Leben. Das Risiko der Verletzung des Angreifers darf eingegangen werden.
Wer eine Kampfkunst praktiziert, ist in der Lage, sich bei einem Angriff zur Wehr zu setzen. Doch nicht jede Art der Selbstverteidigung muss eine solche sein. Kampfkünste stehen häufig in Verbindung mit Lebensphilosophien und müssen lange erlernt werden, um sie korrekt auszuüben. Selbstverteidigungstechniken begreift man schnell. Kampfschulen, Volkshochschulen und Schulen bieten entsprechende Lehrgänge an. Zur Anwendung kommen Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten, wobei mental und körperlich trainiert wird.
Dem Angegriffenen muss klar sein, dass es im Gegensatz zum sportlichen Training nicht darum geht, gegen einen gleichstarken Gegner anzutreten und diesen mit fairen Mitteln zu besiegen. Angreifer befinden sich oft in der Überzahl und sind dem Angegriffenen auch körperlich überlegen. Bei der Selbstverteidigung geht es allein um den eigenen Schutz.
Wer angegriffen wird, sollte sich nicht scheuen, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Bei akuten Überfällen bietet es sich an, die Öffentlichkeit zu aktivieren. Um die Anonymität der Masse und deren Untätigkeit zu brechen, sollten gezielt Personen angesprochen werden. Auch bei längerfristigen Übergriffen innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis ist es sinnvoll, sich jemandem anzuvertrauen, um den Leidensweg zu beenden. Als Möglichkeit kommen beispielsweise Schulleitungen, Familienberatungen oder Nothilfeeinrichtungen in Betracht.
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Dieser Band widmet sich dem weiten Feld des Selbstverteidigungstrainings. Nahezu alle Kampfkünste/Kampfsportarte...