19. Dezember 2011
Der Kampf mit dem Säbel gehörte zum Ende des 19. Jahrhunderts zu den üblichen Methoden der Kriegsführung. Militärsäbel zählten selbstverständlich zu den scharfen Waffen. Heutige Sportsäbel dagegen sind mit einer stumpfen Klinge ausgerüstet, die obendrein über einen Sensor zum automatischen Zählen der Treffer verfügt. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Ausstattung der Kleidung des gegnerischen Fechters.
Der Sportsäbel ist eine moderne Sportwaffe, die aus dem einstigen Militärsäbel entstanden ist. Man verwendete Letzteren zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Kavallerie. Im Gegensatz zum Militärsäbel ist die Klinge des Sportsäbels nicht mehr krumm, sondern eher gerade und an der Spitze stumpf. Möglich ist auch eine leichte individuelle Biegung, die aber kaum ins Gewicht fällt.
Der Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe zugleich, wobei die Aktionen des Fechters sehr dynamisch ausgeführt werden. Möglich ist dies durch das geringe Gewicht des Säbels, der höchstens 500 Gramm wiegen darf, in der Regel aber gerade einmal 300 Gramm auf die Waage bringt. Ein Säbel ist höchstens 105 Zentimeter lang. Die Glocke des Säbels, welche die fechtende Hand schützt, erinnert noch an die einstige Militärwaffe.
Damit sich die erzielten Treffer eindeutig zuordnen lassen, wird heute meist elektrisch gefochten. Das bedeutet, dass der Säbel mit einem Sensor ausgestattet ist, welcher auf Berührungen mit leitenden Gegenständen reagiert. Hierzu zählt die Kleidung des Fechters innerhalb der gesamten Trefferfläche. Das Reglement schreibt vor, dass der Fechter beim elektrischen Säbelfechten über der eigentlichen Fechtkleidung eine E-Weste trägt, die bis über die Arme reicht. Ebenfalls besitzt die Maske eine elektrische Leitfähigkeit.
Im Gegensatz zu anderen Fechtarten gelten beim Säbelfechten neben Stößen auch Hiebe innerhalb der Trefferfläche als gültige Treffer, so dass eine derartige Unterscheidung der Treffer nicht notwendig ist. Sofern die Klinge des Säbels die Trefferfläche berührt, wird automatisch ein Stromkreis geschlossen, der einen Impuls an die Trefferanzeige weitergibt. Die Trefferanzeige leuchtet auf. Ungültige Treffer erscheinen nicht auf der Trefferanzeige.
Das aktuell gültige Reglement über das Säbelfechten schreibt die FIE vor, dennoch kann es innerhalb der einzelnen Fechtverbände diverse Unterschiede geben. Ob in der Ausbildung der Fechter die klassische oder die elektrische Methode verwendet wird, entscheidet der jeweilige Landesverband, dem die Schülerausbildung unterliegt.
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