11. Oktober 2011
Bereits in der Antike zählte das Ringen zu den olympischen Disziplinen. Eine Unterteilung in Gewichtsklassen gab es allerdings noch nicht. Heute wird in sieben Gewichtsklassen gekämpft.
Viele Kampf- und Kraftsportarten wurden ursprünglich ohne eine Unterteilung in Gewichtsklassen ausgetragen. Im Ringen beispielsweise galt derjenige als Sieger, der seinen Konkurrenten als erster dreimal schulterte. Es handelte sich um ein simples Bewertungsreglement. Mit der Zeit aber stellte sich heraus, dass der Vergleich sportlicher Leistungen am ehesten möglich ist, wenn Konkurrenten von ähnlicher körperlicher Verfassung gegeneinander antreten. Daraufhin entschloss man sich, eine entsprechende Einteilung vorzunehmen. In den meisten Fällen nahmen die jeweiligen Dachverbände diese vor. Beim Ringen gelten die Vorgaben des Weltverbandes FILA.
Im Jahr 2002 wurden die Gewichtsklassen im Ringen neu festgelegt. Für männliche Junioren gelten dieselben Klassen wie für erwachsene Ringer. Frauen mit einem Gewicht bis zu 48 Kilogramm treten im Fliegengewicht an. Für Frauen zwischen 48 und 51 Kilogramm gilt das Bantamgewicht. Leichtgewicht darf sich nennen, wer mehr als 51, aber weniger als 55 Kilogramm auf die Waage bringt. Frauen ab 55 Kilogramm zählen zum Weltergewicht. Die Höchstgrenze beträgt hier 59 Kilogramm. Zwischen 59 und 63 Kilogramm gilt das Mittelgewicht. Wer darüber liegt und die 67-Kilogramm-Marke nicht überschreitet, gehört zum Halbschwergewicht. Frauen zwischen 67 Kilogramm und 72 Kilogramm treten im Schwergewicht gegeneinander an.
Für Männer beträgt die Höchstgrenze im Fliegengewicht 55 Kilogramm. Die Spanne für das Bantamgewicht liegt zwischen 55 und 60 Kilogramm. Wer zwischen 60 und 66 Kilogramm wiegt, tritt im Leichtgewicht an. Männer ab 66 Kilogramm kämpfen im Weltergewicht, sofern sie nicht mehr als 74 Kilogramm wiegen. Wer im Mittelgewicht kämpfen möchte, muss zwischen 74 und 84 Kilogramm wiegen. Männer zwischen 84 und 96 Kilogramm ringen im Halbschwergewicht. Männer werden in die Schwergewichtsklasse eingeteilt, wenn sie zwischen 96 und 120 Kilogramm wiegen.
Damit der Ringer in seiner jeweiligen Gewichtsklasse kämpfen darf, muss er konsequent an der Beibehaltung seines aktuellen Kampfgewichtes arbeiten. Wann das Wiegen stattfindet, ist im Reglement geregelt, wobei Unterschiede zwischen den einzelnen Wettkämpfen bestehen. Stets tritt der Ringer in seinem Trikot auf die geeichte Waage. Das Wiegen nimmt der jeweilige Kampfrichter vor, der dabei äußerst streng vorgeht.
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