3. Februar 2007
Kung Fu ist nichts für Gelegenheitssportler. Wer die chinesische Kampfkunst beherrschen will braucht eine große Portion Körperdisziplin und eine engelhafte Geduld. Denn was in manchem Hong-Kong-Film leicht anmutet, fordert dem Körper einiges ab.
Einmal so kämpfen können wie Bruce Lee – ein lang gehegter Jugendtraum. Wer es wirklich wissen will, der kann sich an Kung Fu versuchen. Kung Fu ist in der westlichen Welt ein Sammelbegriff für chinesische Kampskünste. In China wird der Begriff für das Erlernen jeder Kunstform verwendet, denn übersetzt bedeutet Kung Fu Mühe, Fleiß oder harte Arbeit. Treffender könnte man nicht umschreiben, was Kung-Fu-Neulinge erwartet, wenn sie sich für die chinesische Kampfkunst entschieden haben.
In Kampfsportschulen werden unterschiedliche Arten des Kung Fu gelehrt. Häufig angeboten wird das Tien Shan Pai, das der effektiven Selbstverteidigung dient. In entsprechenden Kursen werden die traditionellen Bewegungsabläufe und Techniken der fernöstlichen Kampfkunst gelehrt, die sich durch kräftige Handtechniken und verschiedene dynamische Tritttechniken auszeichnet. Auch die Tugenden des Kampfes werden den Teilnehmer vermittelt. Dazu gehört in erster Linie der verantwortungsvolle Umgang mit den Kenntnissen der Selbstverteidigung. Denn das traditionelle Kung Fu basiert auf Werten wie Toleranz, Höflichkeit, Selbstbeherrschung und Respekt.
Bei anderen Formen des Kung Fu herrschen runde und geschmeidige Bewegungen vor, die fast tänzerisch wirken. Die einzelnen Bewegungsabläufe gehen fließend in einander über. Körperbeherrschung, Konzentration und Flexibilität sind hier unerlässlich. Das Ziel des Trainings ist es, Geist in Einklang zu bringen. Neben den Handformen des Kung Fu gibt es Waffenformen, bei denen Schmetterlingsmesser, Säbel, Schwerter, Speere und Stäbe in den Kampf einbezogen werden.
Frauen und Männer jeden Alters können mit Kung Fu zu mehr Ausgeglichenheit, Kraft, Selbstsicherheit und Flexibilität finden. Die Wahl des Kurses richtet sich nach den eigenen Zielen und Interessen. Und letztendlich heißt es bei jeder Art des Kung Fu: üben, üben, üben.
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