10. Oktober 2011
Das Kickboxen ist ein körpernaher Sport, wobei es besonders in Leicht- und Vollkontaktwettkämpfen zu gefährlichen Verletzungen kommen kann. Um diese zu vermeiden, trägt der Kickboxer sowohl im Training als auch während der Wettkämpfe eine Ausrüstung, die ihn vor Tritten und Schlägen auf besonders gefährdete Körperzonen schützt. Welche Kleidungsstücke zum Einsatz kommen, hängt einerseits von den Vorschriften und andererseits von den individuellen Präventivmaßnahmen des Kickboxers ab.
Zur Schutzausrüstung des Kickboxers gehören geschlossene Handschuhe, die es mit diversen Polsterungen und Geleinspritzungen gibt. Die Größen variieren zwischen 8 und 12 Unzen. Außerdem trägt der Kickboxer gepolsterte Schienbeinschützer, die unterhalb der Kniescheibe beginnen und bis über den Spann des Fußes reichen. Mittels Klettverschlüssen beziehungsweise Gummischlaufen werden sie am Bein des Kickboxers befestigt und in Position gehalten. Verwendet der Kickboxer Modelle, die nicht bis über den Vorderfuß reichen, kommt ein zusätzlicher Fußschutz zum Einsatz.
Frauen tragen einen Brustschutz, Männer einen Tiefschutz. Bei Leicht- und Vollkontaktkämpfen ist ein Zahnschutz Pflicht. Dieser kann mit selbstaushärtender Haftmasse am Gebiss des Kickboxers fixiert werden. Der Zahnschutz besteht aus einem weichen Kunststoffmaterial und kann in verschiedenen Farben und sogar in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verwendet werden.
Ob ein Kopfschutz getragen wird, entscheidet der Kickboxer in den meisten Fällen allein. Aufgrund der hohen Verletzungsgefahr verzichten die allerwenigsten Boxer auf ihn. Er bedeckt den Stirn- und Kieferbereich und reicht bis über das Jochbein des Kickboxers. Zudem schützt er beide Ohren. Einige Modelle umschließen den gesamten Kopf und geben nur das Gesicht des Kickboxers frei. Als Material werden Kunststoff oder Leder sowie zusätzliche Polsterungen, oft mit Geleinlagen, verwendet. Der Kopfschutz wird am Hinterkopf sowie am Oberkopf verschnürt. Die Größe des Kopfschutzes richtet sich nach dem Kopfumfang des Kickboxers.
Beim Training und während des Wettkampfes trägt der Kickboxer eine Kickboxhose, die nicht nur optische Ansprüche erfüllen sollte. Kickboxhosen bestehen aus einem sehr leichten Polyamidmaterial. Wichtig ist, dass die Hose eine gute Passform hat, damit sie die Beweglichkeit nicht eingeschränkt und dennoch nicht verrutschen kann. Insbesondere sind Kickboxhosen mit einem großen Zwickel zwischen den Innenbeinen ausgestattet. Das Tragen eines farbigen Gurtes hängt nicht mit dem Schutz des Kickboxers zusammen, sondern zeigt den sportlichen Grad des Kämpfers an.
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