9. November 2011
Das Florett diente früher hauptsächlich als stumpfe Übungswaffe beim Fechten, wobei in Frankreich aber auch scharfe Floretts in echten Duellen verwendet wurden. Heutzutage ist das Florett als Waffe im Sportfechten bekannt. Der Fechter trägt zum eigenen Schutz während des Kampfes eine besondere Ausrüstung.
Floretts waren ursprünglich nichts anderes als entschärfte Degen, sofern man sie zu Übungszecken beim Fechten benutzen wollte. Diese wurden mit einem Schutz auf der Klingenspitze versehen, der die Bezeichnung Knospe, französisch fleuret, erhielt. Die Klinge der Waffe erhielt zudem eine Folienbespannung. Als Stichwaffe war ein entschärftes Florett nicht mehr zu gebrauchen, es diente lediglich als Stoßwaffe. Im Gegensatz dazu wurden in Frankreich auch scharfe Floretts zum echten Duellieren verwendet. Hierbei handelte es sich um reine Stichwaffen.
Aktuell dienen Floretts als Waffe im Sportfechten. Sie sind etwa 1,10 Meter lang, wobei ihre Klinge höchstens 0,90 Meter ausmacht. Das Höchstgewicht darf 550 Gramm betragen. Eine Ausnahme bilden Floretts für Kinder, die ungefähr 0,77 Zentimeter Länge besitzen. Beim Florett gibt es drei Griffarten. Der italienische Griff besteht aus einer langen Stange mit einem Bügel. Er kommt heute kaum noch zur Anwendung. Der französische Griff ist lediglich ein langer glatter Stab. Der belgische Griff besitzt Pistolenform und wird auch als orthopädischer Griff bezeichnet. Das Sportflorett besitzt eine kleine Glocke, die als Handschutz dient und die Form einer Scheibe aufweist.
Die Klinge des Floretts besteht aus Maraging-Stahl, der besonders biegsam ist und nach dem Reglement der FIE in einem stumpfen Winkel bricht. Der Klingenquerschnitt ist quadratisch. Trotz höchster Achtsamkeit kann es dennoch zu Unfällen kommen, weshalb der Fechter mit einer entsprechenden Schutzausrüstung ausgestattet ist.
Zu ihr gehört eine Fechtmaske inklusive Halsschutz, die einer Kraft von 1.600 Newton trotzen können muss. Sie ist mit einem Drahtgitter aus V4A-Stahl versehen. Hinzu kommt ein Fechtanzug, der aus einem reißfesten, elastischen Stoff besteht. Vorgeschrieben ist ein integrierter Klingenfangschutz. Der Fechtanzug ist ein Zweiteiler aus Jacke und Hose, wobei beide Kleidungsstücke einer Kraft von 800 Newton Stand halten müssen. Unter dem Anzug wird eine stichfeste Weste getragen. Frauen tragen zudem einen Brustschutz, Männer optional einen Tiefschutz. Außerdem gehören zur Sicherheitsausrüstung ein Paar Handschuhe mit Polsterung sowie Kniestrümpfe.
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