9. November 2011
Das Degenfechten zählt zu den Disziplinen des Sportfechtens und kann in die Kategorie der Kampfsportarten eingeordnet werden. Durch die Verwendung einer zugelassenen Waffe und durch das Tragen entsprechender Schutzausrüstung lassen sich Unfälle beim Degenfechten fast immer vermeiden.
Der Degen ist das wichtigste Utensil beim Degenfechten. Traditionell wurde er als Kampfwaffe im Duell benutzt. Besonders auffällig ist seine stabile Klinge, die heutzutage beim Sportfechten aus Sicherheitsgründen den Vorschriften der FIE entsprechen sollte. Meist besteht sie aus Maragingstahl. Auch andere Materialien sind möglich. Im Falle des Abbrechens bricht die Klinge stumpf. Das bedeutet, der Klingenstumpf trägt keine Spitze, die das Maskengitter oder die Schutzkleidung des Gegners zerstören könnte.
Für den Griff des Degens stehen zwei Varianten zur Auswahl: der französische und der belgische Griff. Letzterer wird auch als Pistolengriff bezeichnet, weil er eine entsprechende Form besitzt, welche an die Hand des Fechters angepasst ist. Beim französischen Griff handelt es sich um ein glattes Griffstück. Bereits seit 1936 besitzt der Degen eine elektronische Trefferanzeige, die aus zwei isolierten Litzen in der Klingennut besteht. Befindet sich der Degen im Ruhezustand, ist der Stromkreis geöffnet. Wird ein Stoß ausgeführt, dessen Druck mindestens 750 Gramm beträgt, schließt sich der Stromkreis, so dass es zu einer Trefferanzeige kommt. Eine dritte am Degen befindliche Litze verhindert die Trefferanzeige von Degenstößen auf die gegnerische Glocke, die sich vor dem Griffstück befindet.
Die Schutzkleidung des Fechters muss den Sicherheitsbestimmungen des DFB beziehungsweise denen der FIE entsprechen. Hierzu zählen eine Fechtjacke mit Klingenschutz für Links- oder Rechtsfechter, eine Fechthose, welche bis über die Knie reicht sowie eine Unterziehweste aus Aramid. Alle Kleidungsstücke tragen das FIE-Siegel 800N. Außerdem gehören zur Fechtausrüstung Fechtstrümpfe, Fechthandschuhe mit Polsterung, Stulpen beziehungsweise Kniestrümpfe, ein Halsschutz sowie eine Fechtmaske mit einem Drahtgitter aus V4A-Stahl oder Plexiglas, die das FIE-Siegel 1600N trägt. Die Maske besitzt eine elektrische Leitfähigkeit. Für Frauen ist außerdem ein Brustschutz vorgeschrieben, optional kann von den Männern ein Tiefschutz verwendet werden.
Als Material für die Fechtkleidung wird meist feste Baumwolle genutzt, möglich ist auch eine Baumwoll-Nylon-Mischung. Moderne Fechtkleidung besteht aus Kevlar. Traditionelle Fechtkleidung ist weiß, nur Fechtmeister tragen Schwarz. Neuerdings erlaubt die FIE auch farbige Fechtkleidung.
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