
von Carsten Brieger
Auf 234 Buchseiten schildert der Autor, in der auf Tatsachen basierenden Reiseerzählung "Wrestling-Girls und Bistrowagen", eine dreiwöchige Bahnreise, die ihn auf verschlungenenen Pfaden kreuz und quer durch Deutschland führt - zu den Stätten seines bisherigen Lebens und zu guten Bekannten. Dabei offenbart er zwei seiner Leidenschaften: Zum einen das Bahnfahren und zum anderen seine Hingezogenheit zu starken Frauen, die er auf dieser Reise zu finden versucht. Deshalb kommt seine Unrast nicht von ungefähr, denn er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Getriebener: beherrscht von dem übermächtigen Gedanken, sich mit starken Frauen zu messen. Und ‚stark' ist hier wörtlich gemeint, nämlich körperlich stark. Denn bei dem Autor ticken die erotischen Signale anders, als man es gemeinhin gewohnt ist! Wo andere Männer zuerst auf die Brüste sehen, ist es für ihn die Muskulatur der Oberarme, die einen unwiderstehlichen Schlüsselreiz ausübt, und Frauen, die Sportarten wie Rudern, Bodybuilding oder gar Judo betreiben, betrachtet er ganz unverhohlen als Göttinnen. Die Möglichkeit von ihnen im Kampf aufs Kreuz gelegt zu werden, bilden einen der Fixpunkte seiner Reisebeschreibung. So tourt der Autor durch die Lande, trifft Fremde, Freunde und vor allem ihm bis dahin unbekannte Frauen, mit denen er Ringkämpfe austrägt. Klingt skurril, ist es auch, liest sich aber angenehm, flüssig und erheiternd.
10.03.11 | |
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