Training mit der Slackline - über die gesundheitlichen Vorzüge und unterschiedlichen Formen

Füße balancieren auf Slackline-Seil über Wiese

Das Slacklinen fördert Balance, Koordination und Konzentration - es gibt verschiedene Formen, die wir im Folgenden vorstellen

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  • von Paradisi-Redaktion

Aus den USA kommt ein in Deutschland noch neues Sportgerät: Die Slackline. Während man sich unter dem Namen meist zuerst nichts vorstellen kann, so ist das Prinzip doch schnell erkennbar, wenn man eine Slackline erst einmal gesehen hat. Ein breites und stabiles Band wird - ähnlich einem Hochseil - zwischen zwei Punkten straff gespannt. Darauf kann nun balanciert und trainiert werden. Was Ihnen das Training mit der Slackline bringt und welche Formen es gibt, das erfahren Sie hier.

Besonders für Kinder ein großer Spaß

Die Slackline kann als optimales Spielgerät für Kinder genutzt werden, wenn sie zum Beispiel im Garten, auf dem weichen Untergrund einer Wiese, von einem Baum zum anderen gespannt wird.

Mit dem einfachen Spannmechanismus ist sie schnell und sicher anzubringen. Wichtig ist dabei nur, dass die Verankerungen gut halten. In niedriger Höhe gespannt, geschehen beim Spiel und Training mit der Slackline auch bei gelegentlichen Abstürzen keine großen Unglücke.

Besonders Kinder haben sehr viel Spaß an dem einfachen und doch so anspruchsvollen Vergnügen. Immer wieder versuchen sie, die Distanz vom einen Ende zum anderen zu überwinden.

Die Erfolgschancen stehen mit etwas Übung ganz gut, denn im Unterschied zum bekannten Hochseil besteht die Slackline aus einem breiten Band, das besseren und flacheren Halt für die Füße bietet und etwas gutmütiger auf Balancefehler reagiert.

Slackline - Füße balancieren auf Seil
Slackline - Füße balancieren auf Seil

Trainingseffekte der Slackline

Auf der Slackline können Kinder und auch Erwachsene trainieren, und so ihre

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Motorik
  • Koordination und
  • Balancefähigkeit

entscheidend schulen und verbessern, und das Ganze ist mit großem Spaß verbunden. Denn in den wenigsten Fällen geht es nur darum, von A nach B zu gelangen.

Die meisten Slackliner erfinden schnell neue Spiele und Aufgaben, die sich auf dem Sportgerät mehr oder weniger einfach umsetzen lassen. Der Wettbewerb mit anderen ist es, der zu immer neuem Training und noch weiteren Versuchen anspornt.

In diesem Punkt unterscheiden sich auch Erwachsene nur wenig von Kindern, denn auch sie suchen den Wettbewerb und den direkten Vergleich. Beim Balancieren auf der Slackline wird die ganze Aufmerksamkeit und Konzentration für das Vorhaben benötigt. So gelingt es schnell, den Alltag für eine Weile völlig auszublenden.

Dieses Eintauchen in eine ganz andere Welt und ihre Anforderungen ist es auch, die letztlich für Entspannung sorgt. Wer regelmäßig auf der Slackline trainiert, der wird auf dem Boden auch automatisch aufrechter und bewusster gehen.

Nackte Füße balancieren über eine orange Slackline über einer Wiese
Nackte Füße balancieren über eine orange Slackline über einer Wiese

Verschiedene Formen des Slacklinens

Slackline-Formen: Low, Long, Frestyle-, High, Water und Jump Lines
Slackline-Varianten

Folgende Formen von Slacklines sind inzwischen bekannt:

Low Lines oder auch Trick Lines

Am häufigstens sieht man die Slackline in Form der Low- oder Trickline. Hierbei ist die Slackline nur etwa einen halben Meter hoch über den Boden gespannt.

Diese Form hat den Vorteil, dass keine unnötigen Sicherheitsrisiken eingegangen werden müssen. Das Aufsteigen ist einfach und das Absteigen ungefährlich. Die Line ist nur schwach gespannt.

Long Lines

Die beliebten Long Lines bestehen aus aneinander anknüpfenden Slacklines, auf denen größere Strecken bewältigt werden müssen. Häufig sind die Lines auch kreisförmig in Runden gespannt.

Fixpunkte in bestimmten Abständen unterstützen die gute Spannung der Lines. Je länger die einzelnen Lines sind, desto schwieriger ist es, dass sie beim Gehen nicht in Schwindung geraten.

Freestylelines und Rodeo Lines

Die Lines beim Rodeo und beim Freestyle sind möglichst wenig straff gespannt. Manche hängen regelrecht durch. Sie sind sehr schwierig zu begehen und sehr sturzintensiv. Eine besondere Anforderung ist es, den Schwerpunkt ruhig zu halten.

High Lines

Sehr anspruchsvoll ist die Bewegung auf der High Line, die oft mehrere Meter hoch angebracht ist. Häufig werden High Lines auch über Schluchten oder an Brücken gespannt.

Eine Sicherung des Sportlers ist unbedingt notwendig, wenn er nicht sein Leben riskieren will. Die psychischen Anforderungen sind hier besonders hoch.

Water Lines

Beim so genannten Waterlining wird die Slackline über Wasser gespannt. Im Freizeitbereich kann dies zum Beispiel in einem Schwimmbad oder am Meer der Fall sein.

Stürze aus mittlerer Höhe gehen meist glimpflich ab und sorgen für viel Spaß bei den Beteiligten und auch bei den Zuschauern.

Jump Lines

Spezielle Sprungtechniken auf der Slackline werden als "Jumps" bezeichnet. Inzwischen sind speziell dehnbare Slacklines erhältlich, die das Springen geradezu begünstigen. Diese müssen trotz allem sehr straff gespannt werden.

Jump Lines werden maximal in Hüfthöhe angebracht, um das Verletzungsrisiko niedrig zu halten. Der Abgang von der Line erfolgt mit einem spektakulären Sprung, zum Beispiel einem Salto, einem Handstandsprung oder Überschlag.

Trendsport Slacklining: Der neue Tanz auf dem Seil

Waren Seiltänzer früher bewunderte Akrobaten im Zirkus, sind es heute Slackliner, die für Staunen und Nervenkitzel unter den Zuschauern sorgen: Profis legen auf den dünnen Polyesterbändern bis zu 200 Meter zurück – gerne über einem tiefen Abgrund in den Bergen oder kombiniert mit Backflips und anderen akrobatischen Einlagen.

"Slackline" heißt das Band deshalb, weil es nicht wie die Seile der Akrobaten straff gespannt wird, sondern eher durchhängt und dabei stark schwankt. Dem Slackliner wird nicht nur höchste Konzentration abgefordert, sondern auch größtes körperliches Geschick, um die Balance zu halten. Anfänger üben gewöhnlich auf kurzen Slacklines, die einen halben Meter über dem Boden zwischen zwei Bäume gespannt werden.

Wer einmal Sicherheit entwickelt hat, wechselt zu "Longbands", die bis 200 Meter lang sein können und wagt sich an akrobatische Kunststücke beim "Jumplinen" in mehreren Metern Höhe. Unfälle sind dabei durchaus möglich – Profis spannen deswegen ein zusätzliches Seil zur Sicherheit unter die Slackline und sichern sich mit einem Klettergurt. Nur wenige sind jedoch so Mutig wie der Österreicher Reinhard Kleindl: Er überquerte die Mur in Graz auf Slacklines – 500 Meter über dem Erdboden.

Die Vielfältigkeit des Slacklinens

Immer öfter sieht man besonders junge Menschen beispielsweise im Park auf einem Seil, welches zwischen zwei Bäumen gespannt wurde, balancieren. Das so genannte Slacklinen erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allen Dingen auch weil es flexibel einsetzbar ist.

Um ernste Verletzungen zu vermeiden, wird die Slackline – ein in der Regel zwei bis fünf Zentimeter breites Seil – nur einen knappen Meter über dem Boden gespannt. Beim Aufspannen sollte darauf geachtet werden, einen Schutz zwischen Rinde und Seil zu legen, um die Bäume nicht zu verletzen.

Ob alt oder jung – Slacklinen trainiert zahlreiche Bereiche des Körpers. So werden tieferliegende Muskeln beansprucht; zudem werden Koordination und Balancegefühl gestärkt. Ältere Menschen können durch das Balancieren etwas für ihre Beweglichkeit tun. Diese Altersgruppe sollte sich jedoch zunächst ein Einverständnis vom Arzt einholen.

Auch ist es wichtig – egal in welchem Alter – sich langsam an den Sport zu gewöhnen, denn es bedarf viel Geduld, bis man es tatsächlich schafft, auf der Slackline zu balancieren. Slacklinen wird auch zunehmend im Bereich der Physiotherapie als unterstützende Maßnahme angewandt; besonders bei Menschen, die einen Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, konnten Erfolge festgehalten werden.

Trendsport Slacklining - Balancieren auf einem Gurtband

Wer schon immer Akrobaten im Zirkus auf dem Hochseil bewundert hat, kann diesen Sport nun selbst ausüben - allerdings in geringerer Höhe und damit auch ungefährlicher. Slacklining, Seiltanzen auf einem bis zu zehn Zentimeter breiten Band, ist ein immer beliebterer Trendsport. Gespannt wird das elastische Band zwischen zwei festen und stabilen Gegenständen oder zwei Bäumen. Fortgeschrittene wagen sich auch in die Berge, um über tiefe Schluchten zu balancieren.

Slacken ist ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination. Es eignet sich daher sehr gut als Zusatztraining für Sportarten wie Klettern, Skifahren, Reiten und andere Sportarten, die ein gutes Gleichgewichtsgefühl voraussetzen.

Slackline-Disziplinen

Im Slacklinen gibt es verschiedene Disziplinen: Lowline, Longline, Highline, Waterline sowie Jumpline. Die Unterschiede ergeben sich aus den Namen der einzelnen Art, wobei jede Version eine eigene Herausforderung und einen höheren Schwierigkeitsgrad darstellt. Anfänger in dieser Trendsportart sollten sich zunächst auf Lowline und Trickline beschränken, da hierbei in einer geringen Höhe begonnen wird.

Erst wenn diese Form beherrscht wird, sollte der Sportler auf andere Varianten des Slacklinens zurückgreifen.

Slackline-Tipps für Anfänger - Moderner Seiltanz als Trendsport

Slackline - Füße balancieren auf Seil
Füße auf Slackline © Michael Siegmund - www.fotolia.de

Slacklinen zählt zu den angesagten Trendsportarten. Dabei wird ein Seil zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt, auf dem Outdoor-Sportler entlang balancieren. Die Anforderungen des Slackens an den Aktiven sind eine Kombination aus Balance, Konzentration und Koordination. Wer mit diesem Sport beginnen möchte, sollte jedoch einige Dinge beachten.

Erst stehend üben

Bevor Anfänger versuchen, mehrere Meter am Stück zurückzulegen, sollten sie erst einmal das Stehen auf der Slackline üben. Wichtiger ist es zu lernen, wie man an jeder Stelle des Seiles aufsteigt und das Gleichgewicht hält. Hilfestellung von anderen Personen ist gerade zu Beginn sehr sinnvoll.

Anfänger sollten eine Slackline wählen, die zwischen acht bis zehn Metern lang ist. Sie sollte nicht höher als 60 Zentimeter vom Boden entfernt gespannt sein, darf aber keinesfalls den Untergrund berühren. Dort dürfen auch Matten liegen, um einen Absprung oder gar Sturz abzufedern. Slacklines werden in der Regel mit einer mittleren Spannung von 50 bis 200 daN (1 DekaNewton = 10 Newton) fixiert.

Nur anfänglich: Beinwackeln und Zittern

Beine dürfen nicht ganz durchgestreckt werden. Beim Balancieren sollte man immer leicht in den Knien bleiben. Durch das typische Beinwackeln sollten sich Neulinge auf der Slackline nicht irritieren lassen. Die Muskeln müssen sich erst noch an die ungewohnte Ausgleichsbewegung gewöhnen. Schon nach einigen Versuchen wird das "Zittern" schon fast verschwunden sein.

Gemeinsam macht es mehr Spaß

Wie bei vielen Sportarten, gilt auch beim Slacklinen: In der Gruppe macht es mehr Spaß. Dabei kann man sich von anderen inspirieren und begeistern lassen. Auch der Besuch der Worldcup-Tour oder dem Austrian Slackline Opening kann motivierend wirken.

Grundinformationen zur Slackline

  • Training mit der Slackline - über die gesundheitlichen Vorzüge und unterschiedlichen Formen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Fuesse auf Slackline © Michael Siegmund - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Füße auf Slackline © Michael Siegmund - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Slack line in the city park. © kasto - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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