18. August 2010
Seilspringen ist ein ganz besonderes Vergnügen, das die meisten Menschen noch aus ihrer Kindheit kennen. Doch die abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung kann durchaus auch als ernsthafter Sport betrieben werden. In vielen unterschiedlichen Bereichen des Leistungssports wird das Seilspringen als abwechslungsreiche Einheit zur Stärkung der Ausdauer und Kondition in einen Trainingsplan integriert. Es hat den Vorteil, dass es nahezu überall ausgeübt werden kann und sowohl die Kondition als auch die Koordinationsfähigkeit verbessert. Doch wie findet man das richtige Seil für die jeweiligen Ansprüche und Sprungtechniken?
Bei der Auswahl des geeigneten Seils sollten im Wesentlichen drei Faktoren zum Tragen kommen: Die richtige Länge, die optimale Beschaffenheit des Materials und die Art der Griffe.
Hat das Sprungseil nicht die optimale Länge, so wird der Sportler beim Seilspringen kein Vergnügen haben. Ist das Seil zu kurz, so wird er häufig stolpern, sich im Seil verfangen und sich dabei vielleicht auch verletzen. Ist das Seil dagegen zu lang, so schleift es am Boden und birgt die Gefahr des Darauftretens. Auch dies kann sehr schnell zu Stürzen führen, in jedem Fall aber zu einer unerwünschten Unterbrechung des Trainingsflusses.
Die optimale Länge des Seils hängt von der Körpergröße des Sportlers ab. Um sie zu ermitteln, wird ein längeres Stück Seil in seiner Mitte mit einem Fuß am Boden fixiert und dann mit beiden Enden senkrecht nach oben geführt. Für die meisten aktiven Seilspringer gilt, dass das Seil die optimale Länge hat, wenn es mit rechtwinklig angewinkelten Armen etwa in Taillenhöhe gehalten wird. Abweichungen nach unten oder oben sind individuell möglich, liegen aber meist in einem sehr kleinen Toleranzbereich. Hier kommt die individuelle Absprunghöhe mit ins Spiel.
Genauso wichtig ist jedoch die Beschaffenheit des Seils. Waren früher gedrehte Hanfseile mit einer verdickten Mitte im Einsatz, so sind diese heute nur noch selten zu finden. Die meisten Sportler bevorzugen Seile aus dünnen Nylon- oder Kunststoffgemischen. Sehr häufig werden auch die robusten Seile aus dem Bergsport verwendet, da diese von sehr hoher Qualität sind und sich nicht schnell abreiben. Die Enden werden hier einfach abgeschnitten und verschweißt, die Halterung entfällt meist komplett, dafür wird das etwas längere Seil häufig einmal um die Hand gewickelt.
Griffe finden sich heute fast nur noch bei kurzen Seilen, die für Kinder hergestellt werden, um sie motorisch nicht zu überfordern. Im Sportbereich dagegen wird die Länge des Seils häufig auch entsprechend der Trainingsintensität variiert, das heißt das Seil wird verkürzt, wenn höher und stärker gesprungen werden soll. Leistungssportler sollten also auf jeden Fall ein Seil ohne Griff wählen.
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Sie werden staunen, wieviel Spaß man einem einfachen Stück Seil entlocken kann, Das Mach- und Sachbuch verrät Ih...