12. August 2010
Wie das Nordic Walking gegenüber dem Joggen, so kann das Nordic Blading gegenüber dem Inline Skaten als eine sanftere und schonendere Trainingsvariante betrachtet werden. Jedoch liegt die gewählte Intensität des Trainings ganz allein im Ermessen des individuellen Sportlers. So kann Nordic Blading auch in derart intensiver Form betrieben werden, dass es zum Hochleistungstraining wird und selbst den anspruchsvollsten und trainiertesten Sportler an seine Grenzen bringt. Wie und wodurch die optimalen Trainingseffekte beim Nordic Blading erzielt werden können, das zeigen wir Ihnen hier.
Augenfällig ist, dass beim Nordic Blading vor allem die Beinmuskulatur zum Einsatz kommt. Durch die aktive Verwendung der Stöcke jedoch wird auch der Oberkörper strapaziert. Rücken, Arme und Bauch werden beansprucht und gestärkt. Da auf diese Weise mehr Muskulatur im Einsatz und bei der Arbeit ist, wird auch die Herzfrequenz erhöht.
Je schneller die Fahrgeschwindigkeit ist, desto höher ist in der Regel der benötigte Kraftaufwand. Ein sehr aktiver Einsatz der Stöcke beansprucht vor allem die Arme und den Oberkörper. Der Körper benötigt insgesamt mehr Sauerstoff, der über die Lungentätigkeit aufgenommen wird. So wird auch die Lungenfunktion positiv gefordert und trainiert. Wichtig ist jedoch, dass sich der Sportler nicht übernimmt, sondern im Rahmen seiner Möglichkeiten bleibt und diese durch konsequentes Training langsam und gesund steigert.
Der Rollwiderstand von Inline Skates und auch der der speziellen Nordic Blading Skates ist relativ gering. Es ist also auch ohne viel Aufwand möglich, größere Strecken in einer relativ kurzen Zeit zu überbrücken. Der Sportler sollte also seine Trainingsstrecken nicht im Vergleich zu Lauf- oder Walkingstrecken wählen, sondern seinen zeitlichen Aufwand betrachten. Ein Kardio-Training ist für einen gesunden Menschen dann am effektivsten, wenn es mindestens 45 Minuten dauert. Die Belastung kann dabei langsam aber kontinuierlich gesteigert werden. Die empfohlene Herzfrequenz liegt bei zirka 130-160 Schlägen pro Minute, wobei es dringend notwendig ist, hier auf ärztliche Empfehlungen zu achten, da im Einzelfall keine pauschalen Aussagen getroffen werden können.
Soll die Trainingsintensität erhöht werden, so kann dazu auch in bergiges oder hügeliges Gelände gewechselt werden. Führt die Trainingsstrecke bergauf, so ist wesentlich mehr Arbeit notwendig, und der Körper wird stärker belastet und gefordert. Doch Vorsicht: auch das Fahren den Berg hinunter muss mit viel Gefühl erlernt werden.
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