3. August 2010
Hinter dem hierzulande noch vergleichsweise wenig bekannten Begriff des Discgolfs versteckt sich eine Sportart, die mit einer Wurfscheibe ausgeführt wird, in ihrem Regelwerk jedoch stark am Golfsport ausgerichtet ist. Sehr häufig wird Discgolf auch tatsächlich auf dem Golfplatz gespielt. Einfach umschrieben kann man Discgolf als eine Mischung aus Frisbee- und Golfsport bezeichnen. Mehr zu dieser außergewöhnlichen und interessanten jungen Sportart erfahren Sie hier.
Beim Discgolf ist der Abwurfpunkt bestimmt, von dem aus die Scheibe geworfen werden muss. Das Spiel ist erfolgt also ohne die sonst beim Frisbee zu beobachtende Dynamik in der Abwurfphase. Das Ziel des Wurfes oder der Würfe ist ebenfalls vorher bestimmt. Ziel des einzelnen Spielverlaufs ist es nun, mit so wenig Würfen als möglich mit der Scheibe das Ziel zu erreichen. Dabei erfolgt der nächste Abwurf immer exakt von der Stelle aus, an der die Disc nach dem Wurf liegen bleibt. Diese Stelle ist nicht immer identisch mit dem Ort der ersten Bodenberührung. Während des Spielverlaufs wird der Spieler nicht durch Gegner oder gegnerische Spieler gestört, sondern kann sich voll und ganz auf den Präzisionssport konzentrieren.
Eine interessante Variante des Discgolfs besteht darin, dass der Spieler für jeden neuen Wurf die Scheibe wechseln darf. Ein sehr guter Spieler kann also selbst entscheiden, mit welchem Wurfgerät er die nächste zu überbrückende Distanz am besten bewältigt, und welche Wurfscheibe sich besonders gut für die aktuelle Aufgabe eignet. Denn nicht jedes Ziel ist gleich gut zu erreichen.
Zur Auswertung des Ergebnisses werden die einzelnen Würfe addiert. Wer das Ziel mit der niedrigsten Wurfzahl erreichen kann, ist Sieger. Wird Discgolf als Mannschaftssportart gespielt, so werden die benötigten Würfe aller Mannschaftsmitglieder addiert.
Die meisten Kurse verfügen über eine so genannte Par Zahl, die meist bei 3 oder 4 liegt. Sie bezeichnet die Anzahl der regulär oder durchschnittlich für den Kurs benötigten Würfe. So hat auch das Spiel selbst einen ganz typischen Ablauf: Der erste Wurf wird als Abwurf oder Drive bezeichnet, danach erfolgt die Annäherung, auch Approach genannt. Mit dem Putt wird das Ziel erreicht.
Bei offiziellen Wettbewerben sind die Spieler in Klassen eingeteilt. Dabei treten Damen gegen Damen und Herren gegen Herren in ihren jeweiligen Altersklassen an. Nur selten wird ein Turnier "open" gespielt, ohne die Einteilung in Klassen.
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