29. Juni 2011
Trekkingräder sind für alle Umgebungen geeignet. Deshalb werden sie häufig auch als All Terrain Bikes bezeichnet. Dafür vereinen sie gewisse Merkmale von Straßenrädern, Rennmaschinen und Mountainbikes – doch insbesondere zu den Sporträdern trennt sie mehr als sie vereint: Gewicht, Größe, Fahrposition, Bremsen und Rahmenkonstruktion machen aus einem Trekkingrad ein Fahrgerät eigener Identität.
Rennräder sind darauf ausgerichtet, so viele Kilometer wie möglich in der geringst möglichen Zeit zu fahren. Darum müssen sie vor allem schnell und leicht sein. Rennräder wiegen meist weniger als zehn Kilogramm. Die Einsteigermodelle bringen 9,5 Kilogramm auf die Waage. Die Größe der Räder (es werden Hochdruckreifen verwendet) beträgt standardisiert 28 Zoll. Der Durchmesser der Felge beträgt meistens 13 bis 15 Millimeter (seltener werden auch 23 Millimeter verwendet) und ist damit ausgesprochen schmal. Ein Rennrad hat bis zu 27 Gänge. Der Rahmen und die Sattelhöhe sind auf eine gebeugte Fahrposition ausgerichtet, um auf diese Weise den Luftwiderstand zu verringern. Rennränder verfügen meist über mechanische Felgenbremsen.
Mountainbikes sind für schwieriges Gelände ausgerichtet. Während Rennräder auf Asphalt heimisch sind, können diese Maschinen auch durch Wälder und matschigen Untergrund fahren. Ein Mountainbike wiegt zwischen elf und 13 Kilogramm. Die Räder haben eine Größe von 26 Zoll. Die Reifen sind breit und grobstollig (der Felgendurchmesser beträgt 30 Millimeter). Rahmen (meist aus Aluminium gefertigt) und Sitzposition sind möglichst stabil und darauf ausgerichtet, Stöße abzufedern. Die Kettenschaltung ermöglicht bis zu 27 Gänge. Mountainbikes gibt es mit Felgen- und Scheibenbremsen.
Das Trekkingrad ist dagegen deutlich schwerer. Es bringt 16 bis 19 Kilogramm auf die Waage. Seine Räder haben eine Größe von 28 Zoll. Sie sind mittelbreit (25 bis 27 Millimeter). Der Rahmen ist stabil gefertigt, doch nicht auf Belastungen ausgerichtet, wie sie ein Mountainbike aushalten muss. Es verfügt über eine Kettenschaltung (die Anzahl der Gänge ist variabel) und in aller Regel über eine Scheibenbremse. Die Sitzposition ist aufrecht, um auch wenig trainierten Menschen stundenlanges Fahren zu ermöglichen. Anders als die Sportmaschinen verfügt ein Trekkingrad außerdem über die nötige Ausrüstung für den Stadtverkehr: Gepäckträger, Schutzbleche und Beleuchtung. Die eigene Identität des Trekkingrads wird durch diesen Mischcharakter deutlich: Es kann als Sportmaschine eingesetzt werden (zum Beispiel auf langen Radwanderungen), aber auch als normales Gebrauchsrad verwendet werden.
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