6. Juli 2011
Trapeze machen Spaß. Sie bieten die Chance, für einen kurzen Moment die Schwerkraft zu überwinden und auf diese Weise zu fliegen. Insbesondere Kinder nutzen Trapeze deshalb gern. Eltern sehen dies mit gemischten Gefühlen, fürchten sie doch nicht zu Unrecht eine Verletzungsgefahr ihres Kindes – ratsam sind eine angemessene Vorbereitung und ausreichender Schutz.
Ein Trapez bedeutet eine gewisse Verletzungsgefahr. Dieser Umstand ist nicht zu leugnen. Jeder Mensch, der eine Zirkusvorstellung besucht, sieht das gewaltige Sicherungsnetz, das die Gesundheit der Artisten schützen soll. Grundsätzlich gibt es zwei Gründe, weshalb sich gerade Kinder auf dem Trapez verletzen: Stürze und Muskelprobleme. Beide Gefahrenquellen kann man durch eine ausreichende Vorbereitung und durch die Beachtung gewisser Sicherheitsvorschriften entschärfen.
Eltern dürften die größte Angst vor Stürzen haben. Trapeze sind in der Höhe verstellbar. Je tiefer das Sportgerät hängt, desto kleiner ist die Gefahr, dass sich das Kind eine ernsthafte Verletzung bei einem Sturz zuzieht. Allerdings können Stürze so unangenehm (schlechter Aufprallwinkel) verlaufen, dass die Höhe keine Rolle spielt. Für diesen Fall bieten Anbieter ein Sicherungsseil an, dass einen möglichen Sturz unterbindet. Das Seil wird an einem Gürtel (oder Handgelenk) befestigt und zieht das Kind im Notfall zurück. Zusätzlich sollte man auf den Untergrund achten, über dem das Trapez hängt. Dieser sollte weich sein. Am besten liegt eine Matte direkt darunter. Das bekannteste Trapez, die Schaukel, hängt nicht umsonst auf Kinderspielplätzen über Sand oder Gras, jedoch nie über Asphalt.
Zu unterschätzen ist jedoch auch nicht die Gefahr, die der Muskulatur durch die Benutzung des Trapez droht. Das Sportgerät beansprucht weit mehr Muskelgruppen, als das Kind ahnt. Wenn man richtig schaukelt, wird beispielsweise auch der Rücken immer wieder gestreckt und gestaucht. Ist die Muskulatur nicht auf diese Belastung vorbereitet, passiert eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss schnell. Insbesondere untrainierte Menschen sollten deshalb vor der Benutzung des Trapez einige Aufwärmübungen durchführen. Kinder, die einfach nur spielen und Spaß haben möchten, werden dies in aller Regel nicht tun. Beruhigend für die Eltern kann dabei jedoch sein: Je öfter die Kinder am Trapez spielen, desto schneller stellt sich ihr Körper auf die Belastungen ein und die Verletzungsgefahr sinkt.
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