14. September 2011
Sprungbretter sind federnde Absprungplattformen, die beim Wasserspringen und im Geräteturnsport verwendet werden. Mit ihrer Hilfe kann der Sportler eine bessere Sprungweite beziehungsweise -höhe erzielen.
Beim Wasserspringen vom 1-Meter- beziehungsweise 3-Meter-Brett geht es darum, eine gewisse Sprunghöhe zu erreichen, damit die zur Ausführung von Figuren notwendige Distanz bis zur Wasseroberfläche möglichst groß ist. Frühere Sprungbretter wurden aus Kiefernholz gefertigt und mit einem rutschhemmenden Belag aus Gummi oder Sisal versehen. Moderne Sprungbretter bestehen aus Duraflex. Sie besitzen eine Schicht aus Carbon als Belag sowie in der Mitte einen Kern aus einer Glasfaser-Kunststoff-Verbindung. Die Länge von Sprungbrettern beim Wasserspringen variiert zwischen 3,00 Metern und 4,80 Metern. Die Befestigung erfolgt auf einem Sprungturm. Der Federeffekt wird dadurch erzielt, dass das Sprungbrett auf einer Hartgummiwalze aufliegt, welche das Brett je nach Krafteinwirkung abprallen lässt. Die hintere Verbindung zum Sprungturm ist drehbar.
Wettkampfsprungbretter für das Wasserspringen müssen den Regeln der FINA entsprechen, was für eine bessere Vergleichbarkeit auf internationaler Ebene sorgt. Bereits im Jahr 1928 wurde ein entsprechender Antrag auf Vereinheitlichung gestellt. In den Folgejahren wurden Stahlsprungbretter eingeführt. Die Länge von Sprungbrettern im Wasserspringen beträgt 4,90 Meter. Um den Luftwiderstand beim Schwingen und das Eigengewicht des Brettes zu verringern, ist es gelocht.
Sprungbretter für das Geräteturnen besitzen die Abmessungen von 1,20 x 0,70 Metern. Sie liegen an einem Ende auf dem Boden auf, am Absprungpunkt beträgt die Höhe etwa 25 Zentimeter. Abweichungen sind möglich und je nach Sprungtechnik gewollt. Auf der Absprungseite des Brettes ist an dessen Unterseite eine Metallfeder angebracht, die unterschiedlich hoch sein kann. Sie sorgt für den nötigen Schwung des Brettes bei Krafteinwirkung von oben. Frühere Sprungbretter besaßen diese Metallfeder nicht. Sie bestanden aus zwei Schichtholzplatten. Heute benutzt man ein Glasfaser-Kunststoff-Gemisch. Als obere Schicht ist ein Nadelfilz aufgebracht, welches das Wegrutschen des Sportlers verhindert und für eine gewisse Dämpfung in den Sprunggelenken sorgt.
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