Die Geschichte des Speers reicht bis in die Urzeit zurück. Damals benutzte man ihn als Stich- und Wurfwaffe. Später wurde er zum Kultgegenstand, heute ist er hauptsächlich als Sportwaffe bekannt. Im Gegensatz zum Jagdspeer besteht ein Sportspeer nicht aus Holz, Stein oder Knochen.
Der Speer ist eine der ältesten Waffen überhaupt. Wenn Menschen auf die Jagd gingen, benötigten sie Mittel, um ihre Beute auch aus größeren Entfernungen erlegen zu können, damit das Überleben ihrer Sippe gewährleistet war. Urzeitliche Speere bestanden aus einem Holzschaft, an dem ein scharfer Stein befestigt war, die Speerspitze. Auch Knochen kamen zur Anwendung, ließen diese sich doch leichter bearbeiten als Steine. Später wurden diese mit Metallspitzen ausgetauscht. Man erzielte effektive Kampfwaffen.
Besonders bekannt ist der Speer aus Zeiten des Römischen Reiches, hier wurden spezielle Speerspitzen benutzt. Ihre Form war erheblich länger als bei üblichen Speeren. Trafen sie auf die Schilde der Gegner, verbogen sie und es gelang nicht mehr, sie aus den Schilden herauszuziehen. Diese Speere sind unter der Bezeichnung Pilum bekannt.
Einige Speere sind mit einer doppelten Spitze besetzt. Häufig finden sie als Mehrzweckwaffe Verwendung. Mit extrem langen Speeren sind Speerfischer unterwegs. Sie jagen Fische, Krebse oder Robben. In vielen Ländern ist der Einsatz solcher Speere gesetzlich verboten.
Doch der Speer dient auch dem Kräftemessen und ist als Sportgerät im Einsatz. Wann erste Wettkämpfe durchgeführt wurden, lässt sich bis heute nicht eindeutig belegen. Fakt ist, dass der Speerwurf bereits in der Antike als olympische Disziplin Anerkennung fand. Die heute bekannte Form des Speerwurfes wird seit 1908 bei den Olympischen Spielen von den Männern und seit 1932 von den Frauen ausgeführt.
Ein Sportspeer muss aus einem besonderen Material bestehen. Er soll leicht, haltbar und ausbalanciert sein. Schließlich soll das Sportgerät in großer Entfernung zielgenau mit der Spitze voraus auf dem Boden aufkommen. Gute Speerwerfer erzielen immerhin Wurfweiten um die 100 Meter. Der Schaft des Sportspeeres besteht in der Regel aus mehrfach legierten Aluminiumschichten. Die an ihm befestigte Spitze wird aus Stahl gefertigt. Zudem besitzt der Sportspeer eine Griffwicklung. Speere, die auf Wettkämpfen verwendet werden sollen, müssen dem Reglement der IAAF entsprechen. Trainingsspeere bestehen häufig aus Kunststoff.
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