20. September 2011
Speedbiken geht in die Beine, besonders, wenn man ungeübt ist. Deswegen dürfte es logisch sein, dass allein die Beinmuskulatur bei dieser Sportart profitiert. Doch das stimmt nicht.
Natürlich ist Radfahren ein Sport, der insbesondere die Beinmuskulatur anspricht. Nicht umsonst haben durchtrainierte Radfahrer stramme Waden. Dennoch wird kein übermäßiger Masseaufbau bewirkt, weshalb Kraftsportler einen Muskelaufbau beim Fahrradfahren strikt verneinen. Das Fahren auf dem Speedbike ist eher als Ausdauertraining zu betrachten, welches für den Fettabbau sorgt. In Kombination mit dem sanften Muskelaufbau lassen sich die Konturen des Körpers ebenmäßig formen.
Gleichzeitig wird je nach Satteleinstellung die Gesäßmuskulatur mehr oder weniger beansprucht. Dabei gilt: Je tiefer der Sattel, desto größer die Belastung der Gesäßmuskulatur. Allerdings ist es von Vorteil, wenn die Sitzposition von Zeit zu Zeit variiert wird. Hierdurch wird nicht nur die Intensität der Muskelbeanspruchung verändert, es erfolgt eine gleichzeitige Dehnung einzelner Muskelpartien. Das Fahren im Stehen und das Einlegen von Sprints wirken besonders effektiv.
Das Speedbike ist ein Fahrrad, das besonders für glatte Asphaltstraßen konzipiert wurde. Doch auch kurzzeitige Unebenheiten machen ihm nichts aus. Gerade auf diesen unbefestigten Strecken benötigt der Fahrer eine gewisse Armkraft, um das Speedbike unter Kontrolle zu halten und den Oberkörper abzustützen. Speedbiken ist also auch ein leichtes Oberarmtraining. Ebenso fordert das Halten des Lenkers und das Bedienen der Gangschaltung Handgelenke und Finger.
Nicht alle Bandscheibengeschädigten profitieren vom Fahrradfahren. Das Fahren auf einem Speedbike kommt für die meisten Betroffen aufgrund der recht aufrechten Sitzposition durchaus in Betracht. Wer regelmäßig trainiert, stärkt seine Rückenmuskulatur, insbesondere im Lendenwirbelbereich. Auch die tiefer liegenden Muskelpartien werden gekräftigt.
Und nicht zuletzt ist das Speedbiken ein ganzheitliches Körpertraining, das für eine bessere Durchblutung der Muskulatur sorgt, den Stoffwechsel und den Schlackeabbau fördert und zu mehr Wohlbefinden des Bikers beiträgt. Die tiefe und gleichmäßige Atmung stärkt das Lungenvolumen, Herz- und Kreislauffunktionen werden angeregt.
Zudem kann das Speedbiken als besonders gelenkschonendes Training bezeichnet werden, da der Ablauf beim Treten in die Pedale keine ruckartigen Bewegungen erzeugt. Durch die Gleichmäßigkeit kann es nicht zu ungleichmäßigen Belastungen einzelner Körperpartien kommen, wie man sie von einigen Kraftsportarten kennt. Das Fahren auf dem Speedbike eignet sich für jede Altersgruppe.
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