20. September 2011
Das Snowboard und der Schuh des Snowboarders sind durch eine Bindung miteinander befestigt. Der Snowboarder kann durch unterschiedliche Verschraubungen selbst entscheiden, ob er mit dem linken oder mit dem rechten Fuß in Fahrtrichtung stehen will, auch der Winkel für die Fußstellung lässt sich individuell festlegen. Zudem stehen unterschiedliche Bindungstypen zur Auswahl.
Plattenbindungen eignen sich zum Verbinden von Hardboots und Snowboards. Sie waren die ersten Bindungen überhaupt. Ihr Aussehen erinnert an Skibindungen, welche auch die Grundlage bei der Entwicklung dieses Bindungstyps bildeten. Plattenbindungen ermöglichen eine gute Kraftübertragung und werden dort eingesetzt, wo hohe Geschwindigkeiten erreicht werden sollen. Und dies ist bekanntlich auf dem Raceboard der Fall. Das Öffnen und Schließen von Plattenbindungen ist einfach. Nachdem der hintere Schuh unter einem Stahlbügel fixiert ist, wird die vordere Bindung mit einem Stahlbügel verschlossen.
Für das Fixieren von Softboots auf dem Snowboard kann die Softbindung verwendet werden. Sie ist auch unter dem Begriff Schalenbindung bekannt. Der hintere Schuh verfügt über einen wadenhohen Schaft, der vordere wird mit 2 Ratschenbändern gehalten. Es stehen verschiedene Härtegrade zur Verfügung, die je nach Einsatzgebiet ausgewählt werden. Weiche Bindungen sind kontrollierbarer und eignen sich für den Freestyle. Zum Carven auf der Piste werden aufgrund der besseren Kraftübertragung härtere Bindungen genutzt.
Ein weiterer Bindungstyp ist die Step-In-Bindung, die zumeist im Schuh integriert ist. Ohne dass die Bindung mit den Händen verschlossen werden muss, rastet sie durch einen Mechanismus ein. An der rückwärtigen Bindung befindet sich ein Spoiler, unter dem eine Metallstange verläuft. Möglich ist auch eine Befestigung an der Platte. Step-In-Bindungen stehen sowohl für Hard- als auch für Softboots zur Verfügung.
Für Softboots eignet sich außerdem die Flow-Bindung, die auf dem Spann aus einem derben Stoff besteht. Die Bezeichnung resultiert aus dem Namen der Herstellerfirma, die 1992 gegründet wurde. Die Spannung der Bindung kann individuell eingestellt werden. Zum Fixieren wird ein Hebel verwendet.
Ein anderes System für Softboots ist die Cinch-Bindung, die sowohl einen schnellen Ein- und Ausstieg gewährleistet, als auch eine gute Kraftübertragung bietet. Befestigt wird die Cinch-Bindung mittels zweier Ratschen. Das Highback lässt sich zudem klappen. Im Vergleich zu anderen Bindungen weist die Cinch-Bindung ein hohes Gewicht auf.
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