14. Juli 2011
Erste Erfahrungen im Reckturnen können Kinder auf Spielplätzen an Klettergerüsten machen. Im Schulsport gehört das Reck zu den Pflichtsportgeräten.
Eine typische Übung am Reck ist der Felgaufschwung, der auch als Hüftaufschwung bezeichnet wird. Er lässt sich an einem brusthoch angebrachten Reck ausführen. Der Sportler greift im Obergriff die Reckstange in Hüftbreite. Die Handflächen zeigen vom Sportler weg, die Daumen zeigen nach innen. Die Arme sind angewinkelt. Der Körper wird auf Spannung gebracht. Anschließend werden beide Beine vom Boden abgestoßen und mit Schwung nach oben und nach hinten über die Stange hinweg befördert. Die Stange sollte auf Bauchnabelhöhe an den Körper gelangen. Die Arme bleiben angewinkelt und übernehmen eine ziehende Funktion. Wichtig ist, dass der Oberkörper während der Übung so nah wie möglich an der Stange verbleibt. Danach wird der Oberkörper aufgerichtet und in den Stütz gebracht.
Die Riesenfelge wird an der sprunghoch befestigten Stange ausgeführt. Der Körper wird dabei in seiner ganzen Länge bei ausgestreckten Armen um die Stange geschwungen. Diese Übung kann vorwärts oder rückwärts, mit beiden Armen oder an einem Arm ausgeführt werden. Die Griffposition variiert dabei. Grundlage für diese Übung ist das Beherrschen der Übung an einem Bodenbarren, wobei der Körper eine C-förmige Bewegung ausführt. Zur Steigerung der Übung wird der Schwedenkasten eingesetzt. Dann erst kommt es zum Üben am Reck, wobei eine Hilfestellung durch zwei Trainer erfolgt.
Der Mühlumschwung wird aus der Seitspreitzsitzposition ausgeführt. Die Griffposition ist der Kammgriff. Beide Handflächen zeigen zum Sportler, die Daumen zeigen nach außen. Beim Herausheben des Oberkörpers in den flüchtigen Stütz erfolgt die Verlagerung des Körperschwerpunktes auf die Vorderseite des Oberschenkels, der sich hinter der Stange befindet. Oberkörper und Kopf bilden eine Linie, die Arme sind gestreckt. Während das vordere Bein angehoben wird, senkt sich der Oberkörper und leitet den Umschwung ein. Das hintere Bein bildet mit dem Oberkörper eine Linie. Durch die Trägheit fällt der Oberkörper um die Stange und rotiert. Um die Trägheit zu verringern, wird der Oberkörper gerundet, wobei die Arme eine leicht gebeugte Stellung einnehmen. Das vordere Bein bringt den Körper in den Stütz, das hintere hebelt den Körper nach oben. Die Endposition ist der Seitstütz.
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