26. Mai 2011
Der Hürdenlauf ist eine leichtathletische Disziplin, bei der auf unterschiedlich langen Sprintstrecken jeweils 10 Hürden überwunden werden müssen. Dabei kommt es auf die Technik des Sprintens an.
Die Laufdistanzen im Hürdenlauf unterscheiden sich bei Wettkämpfen in 400 Meter für beide Geschlechter und in 100 Meter für Frauen beziehungsweise 110 Meter für Männer. Ebenso ist die jeweilige Höhe der Hürden festgelegt. Sie beträgt auf der 400-Meter-Strecke für die Frauen 76,2 Zentimeter und bei den Männern 91,44 Zentimeter, auf der 100- beziehungsweise 110-Meter-Strecke 83,82 Zentimeter, bei den Männern entsprechend 106,68 Zentimeter.
Ehemals absolvierte 80-Meter-Hürdenläufe bei den Frauen werden nicht mehr durchgeführt. Dafür gibt es allerdings kürzere Distanzen für den Hallenlauf. Dort beträgt die Strecke 60 Meter. Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren laufen stets 60- oder 80-Meter-Strecken. Die Höhe der Hürden ist geringer als beim Erwachsenenlauf und vom jeweiligen nationalen Leichtathletikverband geregelt.
Das Aufstellen der Hürden erfolgt ebenfalls nach einem System, das die optimalen Sprintphasen eines Läufers berücksichtigt. Der Abstand vom Startblock zur ersten Hürde beträgt beim 110-Meter-Hürdenlauf 13,72 Meter, die folgenden Abstände betragen 9,14 Meter und für den Schlusssprint sind 10,5 Meter vorgesehen. Bei den Frauen beträgt die Startphase 13 Meter, die folgenden Abstände sind 8,50 Meter lang und der Schlusssprint erfolgt auf einer 10,50 Meter-Etappe.
Beim Überwinden der Hürde darf diese nicht übersprungen, sondern überlaufen werden. Dabei ist ein Bein das Schwungbein, das möglichst schnell geradlinig aufwärts gezogen wird. Das andere Bein zieht mit geringer Stemmwirkung nach. Auch die Technik der Arme ist für ein perfektes Ergebnis entscheidend. Der dem Schwungbein entgegen gesetzte Arm ist der Führungsarm, der gleichzeitig mit dem Schwungbein weit und geradlinig nach vorn gebracht wird. Noch vor dem Erreichen der Hürdenlatte verlagert sich das Gewicht des Oberkörpers nach vorn, das Schwungbein drückt Richtung Boden. Der Führungsarm verleiht dem Sportler Schwung und zieht nach hinten in Richtung Boden. Das Knie des Nachziehbeines wird möglichst schnell in Richtung Kinn gebracht, das Schwungbein setzt kurz hinter der Hürde auf. Das Nachziehbein setzt ebenfalls auf und unterstützt den Sprint. Wichtig ist ein gleichbleibender Bewegungsablauf, der in der Körperhaltung und im Fußaufsatz so weit wie möglich der Sportart Sprint ähnelt.
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