20. September 2011
Verschiedene Ballsportarten können als Vorläufer des Footballs bezeichnet werden. Als tatsächliches Ursprungsdatum wird allerdings der 06.11.1869 benannt. An diesem Tag traten die Mannschaften der Universitäten Rutgers und Princeton aus New Jersey gegeneinander an. Auch wenn die Spielregeln des damaligen Wettkampfes noch eher denen des Fußballs glichen, war eine neue Sportart geboren.
Auch ein paar Jahre später noch gab es Kompromisse beim Spiel Harward University und Rugby-Team McGill University. Einheitliche Regeln wurden erst später getroffen, nämlich im Jahr 1876. Seitdem gibt es ein Regelwerk, das auch heute noch Bedeutung besitzt, auch wenn es immer mal wieder Änderungen zu einzelnen Normen gab. Die Größe des Footballfeldes ist immer noch konform. Sie beträgt 100 x 53,34 Yards. Für Spielfelder in Deutschland gibt es keine entsprechende Umrechnung, ein Yard entspricht hier einem Meter.
Besonders hervor getan hat sich bei der Entwicklung des Footballs Walter Camp. Er war Spieler, Trainer und Funktionär der Yale University. Seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass die Spielerzahl 11 beträgt, dass die Angriffsformation so steht, wie man sie heute kennt: 7 Linemen an der Linie, 4 Linebacker im Hintergrund. Selbst die beeindruckende All-America-Mannschaft stellte Camp zusammen. Durch ihn wurden Footballspiele populär.
1892 begann die Zeit der Profifootballer. Man spielte in Athletic Clubs. Für insgesamt 525 Dollar wurde William Heffelfinger in die gegnerische Mannschaft abgeworben, was seinerzeit in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgte. Ruhe kehrte wieder ein, als alle zuvor abgeschlossenen Wetten anuliert wurden und das Spiel die Bezeichnung "Freundschaftsspiel" erhielt. Für mindestens so einen Eklat sorgten im Laufe der Zeit die vielen Toten, die es bei Footballspielen innerhalb der Mannschaften gab. Erst durch Änderungen in der Mannschaftsaufstellung, die der damalige US-Präsident Roosevelt durchsetzte, wurde das Spiel sicherer.
Einer der wohl bekanntesten Footballer ist O. J. Simpson, der als Schauspieler, aber auch im Mordprozess um seine getötete Ex-Ehefrau und deren Bekannten von sich Reden machte. Dieser Prozess galt als spektakulärer Schauprozess für oder gegen die Gerechtigkeit gegenüber Amerikanern afrikanischer Herkunft. Auch wenn durch diese hochgradig emotionale Verhandlung Simpsons ehemalige sportliche Aktivitäten in den Hintergrund rückten, bleibt er Gewinner der Heisman Trophy, von der wohl jeder Angriffsspieler im Football träumt.
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