14. Juli 2011
Faustball ist ein Mannschaftsspiel mit langer Geschichte. Wahrscheinlich hat es seinen Ursprung in Südeuropa, wo 3 Jh v. Chr. eine Lederkugel mit Fäusten gespielt wurde. 1870 wurde Faustball offiziell in Deutschland eingeführt.
Nicht nur die Spielregeln für das Faustballspiel sind von der International Fistball Association, dem Dachverband aller nationalen Faustball-Verbände, vorgegeben. Auch der bei Wettkämpfen eingesetzte Ball muss entsprechenden Vorgaben gerecht werden. Hiernach ist der Faustball ein straff mit Luft gefüllter Ball, der je nach klimatischen Gegebenheiten aus unterschiedlichen Materialien besteht. So wird in Nass- und Trockenspielbälle unterschieden. Bei Nässe muss die Oberfläche des Balles so beschaffen sein, dass keine Feuchtigkeit aufgenommen wird. Das Gewicht des Balles darf sich nicht vergrößern. Gummi und Kunststoffe weisen diese Eigenschaften auf. Bei trockener Witterung wird häufig ein Lederball verwendet, zumal dieses ökologische Material einen angenehmen Hautkontakt garantiert. Eine ebenfalls hautsympathische und zudem langlebige Alternative ist der Microfaserball.
Jede der jeweils zwei aufgestellten Mannschaften darf für den Wettkampf eigene Bälle stellen, deren Härtegrad - entsprechend den Vorgaben des Dachverbandes - auf ihre spielerische Taktik ausgerichtet ist. Der Luftdruck eines Wettkampfballes darf zwischen 0,55 und 0,75 bar betragen. Das Los entscheidet, welcher der gestellten Bälle im ersten Spiel eingesetzt wird. Im anschließenden Spiel erfolgt ein Ballwechsel. Frauen benutzen grundsätzlich einen Faustball mit einem Umfang zwischen 65 und 68 Zentimetern. Dieser Ball bringt zwischen 320 und 350 Gramm auf die Waage. Faustbälle, die von den Männern eingesetzt werden, wiegen zwischen 350 und 380 Gramm. Jugendmannschaften benutzen kleinere und leichtere Bälle, die ein Gewicht von teilweise unter 300 Gramm aufweisen. Hier gibt es altersmäßige Unterscheidungen.
Ein Faustball soll über lange Zeit ein perfektes Sprungverhalten und beste Flugeigenschaften aufweisen. Damit diese garantiert sind, ist eine solide Verarbeitung Voraussetzung. Hochwertige Materialien halten wechselnden Witterungsbedingungen Stand, brechen nicht, lassen sich schnell reinigen und benötigen keinen hohen Pflegeaufwand. Innen gesetzte Nahtverläufe sind doppelt verarbeitet, garantieren Reißfestigkeit und lassen keine Luft aus dem Faustball entweichen. Soll der Ball im Wettkampf benutzt werden, ist beim Kauf darauf zu achten, dass er den Zulassungsvoraussetzungen der IFA entspricht. Zudem ist zu entscheiden, auf welchem Platz er eingesetzt werden soll. Es gibt Rasen-, Hartplatz und Hallenbälle.
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