28. April 2011
Bevor es darum geht, das für das Kind passende Einrad zu finden, sollte grundsätzlich auf dessen Sicherheit geachtet werden. Ein Einrad benötigt unbedingt ein TÜV-Siegel.
Die kleinsten Einräder haben einen Raddurchmesser von 16 Zoll. Demzufolge könnte man davon ausgehen, dass sie diejenigen sind, die sich für Kinder am besten eignen. Ganz so ist es aber nicht. Kleinen Kindern, die auch bei tiefster Sattelstellung auf größeren Rädern nicht an die Pedale kommen, wird nichts anderes übrig bleiben, als mit einem 16-Zoll-Rad zu fahren. Dies wird aber nur kurze Zeit so bleiben. Kinder wachsen schnell, leider wächst das Einrad nicht mit. Besser ist es, gleich auf ein größeres Modell zurück zu greifen, speziell auf ein 20-Zoll-Einrad.
Bei der idealen Größe des Einrades ist davon auszugehen, dass der Fuß bei leicht angewinkeltem Bein auf der Pedale steht, wenn diese nach unten zeigt. Werden die Pedale so gedreht, dass sie auf gleicher Höhe stehen, sollte der Sattel eine Hand breit unter dem Schritt enden. Im Fachhandel liegen Tabellen aus, mit deren Hilfe sich die individuelle Schrittlänge der entsprechenden Einradgröße zuordnen lässt. Ist die Sattelstütze auch bei tiefster Stellung zu lang, lässt sie sich durch Sägen kürzen. Sollte sie später nicht mehr ausreichen, kann sie ausgetauscht werden. Der Preis hierfür beträgt keine 10 Euro.
Sollte das Kind allerdings nicht auf Geschwindigkeit setzen wollen, sondern das Einrad lediglich zum Ausprobieren von Tricks verwenden, dann ist auch ein 16-Zoll-Einrad angebracht. Durch den geringeren Raddurchmesser ist das Rad entsprechend wendiger. Dann ist es auch wichtig, dass die Gabel eckig ist, nur mit ihr lassen sich Einbeintricks ausführen. Beherrscht das Kind das Einradfahren bereits und möchte seine Fertigkeiten ausbauen, stehen ihm auch andere Einradmodelle zur Auswahl, die je nach Verwendungszweck unterschiedlich konstruiert sind.
Zuletzt eine Einschätzung zum Preis. In bestimmten Intervallen werden bei Discountern Einräder zu Tiefstpreisen angeboten. Schlecht sind diese nicht. Jedenfalls nicht für Kinder, die sich erst einmal in der Sportart Einradfahren ausprobieren wollen. Auf Dauer gesehen sind beim Fachhändler erworbene Markeneinräder günstiger, weil ihre Lebensdauer eine bedeutend längere ist. Zwischen 70 und 90 Euro sollte man investieren, wenn man ein gutes Einrad für Kinder erwerben will.
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