28. April 2011
Die Geschichte des Cruisers ist so vielfältig, wie sich Variationen von seinen unterschiedlichsten Modellen bestaunen lassen. Und genau das wollen Cruiser-Besitzer: bestaunt werden.
73 Jahre alt war Ignaz Schwinn, als die Radwelt eine Revolution in Form des Cruisers B10E erfuhr. Seine Revolution, denn er hatte ihn erfunden. Ignaz Schwinn, geboren in Hardheim, das in Deutschland liegt. Zum Zeitpunkt dieser Erfindung befand Schwinn sich bereits in Chicago. Natürlich, in Amerika. Einem Land, welches das Cruisen zu einer Lebenseinstellung erklärte, das sich in meterlangen Straßenkreuzern durch eng besiedelte Städte schob, das Musik von Elvis Presley hörte. Doch diese Modeerscheinungen kamen erst später. 1933 hätte der Cruiser ebenso gut in Deutschland gebaut werden können. Hätten in den Jahren davor die Deutschen nicht an ihren geliebten älteren Radmodellen festgehalten, so dass Schwinn 1891 keine andere Möglichkeit als die Alternative Auswanderung sah. Bis in die späten 50er Jahre blieben die Cruiser Bikes in Amerika ein Hit. Das gemütliche Promenieren an den Strandpromenaden war ihre Aufgabe. Und der wurden sie aufgrund ihrer extrem haltbaren Konstruktion mehr als gerecht.
Die dicke Bereifung und die weit nach oben gezogene Lenkstange waren entscheidende Merkmale des ursprünglichen Cruisers, die der in den frühen 50er Jahren entwickelte Beach Cruiser bei behielt. Sie waren unerlässlich, zumal nasser Sandstrand ein besonderer Untergrund zum Radfahren ist. Neben der komfortablen Sattelform fällt die Federung der neueren Modelle auf, ebenso wie die inzwischen gängige Nabenschaltung mit drei bis sieben Gängen. Eine Abart von diesem Modell ist der Soft Cruiser. Als Gegenspieler des Beach Cruisers wurde der Stretch Cruiser entwickelt, der zwar die tiefe Sitzposition bei behält, aber eine Rahmenlänge bis zu 220 Zentimetern aufweist. Dieses Modell dient zum Promenieren in der Stadt.
Der Chopper ist eine Nachempfindung des gleichnamigen Motorradmodells, dessen tropfenförmiger Tank, tiefer Sitz, hohe Lenkstange, dünnes Vorderrad und walzenförmiges Hinterrad wiederum ein Nachahmer des Easy-Riders ist. Eigentlich ein Zeichen der Aufmüpfigkeit und ein krasser Gegensatz zu den schlaghosentragenden und petticoatberockten Daddykindern, die ihren nicht selbst erarbeiteten Wagen durch die Gegend chauffierten. In den 60er Jahren entstand der Lowrider, entwickelt von mexikanischen Jugendlichen, die nach Kalifornien eingewandert waren. Typisch sind Bananensattel und extrem niedriger Sitz.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
06.01.11 | |
![]() | CRUISER |
19.10.10 | |
![]() | CRUISER |
16.04.10 | |
![]() | CRUISER |
01.02.10 | |
![]() | CRUISER |
30.12.09 | |
![]() | CRUISER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Cruiser Forum

