12. April 2011
Wer mit seinem Bodyboard die ersten kleineren Wellen gemeistert hat, sucht bald neue Herausforderungen. Höhere Wellen, schnellere Fahrmanöver, riskantere Sprünge. Mit kleinen Tricks lässt sich aus jedem Bodyboard noch mehr heraus holen.
Beim Anvisieren größerer Wellen wird der Bodyboarder wohl oder übel die Erfahrung machen, dass kleinere Wellen zunächst überwunden sein wollen, was sich angesichts deren Kraft als gar nicht so leicht erweist. Der Trick, unter einer Welle hindurch zu tauchen, nennt sich Duck Dive. Dazu wird bereits beim Anrollen der kleineren Welle die Kraft auf den vorderen Teil des Brettes verlagert, indem ein Knie auf die Nose gestellt wird. Dieses drückt das Brett unter die Wasseroberfläche. Das andere Bein bleibt gerade in der Luft. Es wird dazu benötigt, durch Schlagen desselben tiefer unter Wasser zu gelangen. Auf der anderen Seite der Welle taucht der Bodyboarder wieder auf. Soll das Auftauchen besonders schnell erfolgen, muss das Board senkrecht aus dem Wasser schießen. Die Hände werden auf der Nose belassen, das Körpergewicht wird vollständig Richtung Tail verlagert.
Einer der ersten Tricks, die der Bodyboarder erlernen sollte, ist der Bottom Turn, da sich ohne ihn bestimmte andere Manöver nicht ausführen lassen. Dazu wird die Welle recht steil angefahren, um anschließend einen Turn am Fuße der Welle anzusetzen. Das Gewicht verlagert sich auf die Innenseite des Boards, Gesicht und Oberkörper sind Richtung Welle gerichtet. Hand und Arm der Innenseite drücken das Board nach unten, während die Außenseite mit der anderen Hand in Abhängigkeit der Wellenhöhe angehoben wird. Das Körpergewicht sollte so gering wie möglich sein, damit das Board an Wendigkeit gewinnt. Bereits beim Ansetzen des Drehs verlagert sich das Gewicht Richtung Nose. Aus dieser Position heraus lassen sich weitere Manöver starten.
Besonders beeindruckend beim Bodyboarden sind hohe Sprünge. Sie lassen sich ausführen, indem die Welle wie eine Rampe in hohem Tempo angefahren wird. Beim Absprung über diese Rampe hinaus werden die Beine angewinkelt und gekreuzt. Ist das Board über die Welle hinaus geschossen, wird der Kopf zügig gewendet und damit der Dreh eingeleitet. Der Körper wird weit zurück gezogen. Nach Anvisieren des Landungspunktes werden die Beine auseinander genommen. Das nächste Manöver kann beginnen.
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