28. April 2011
Das Spielgerät beim Badminton ist schnell beschrieben: Dem Spieler stehen ein Schläger und Federball zur Verfügung. Bei den Federbällen wird dabei in Kunststoffbälle und in Naturfederbälle unterschieden. Letztere weisen verfeinerte Flugeigenschaften auf und werden daher vor allem im Wettkampf eingesetzt. Sie sind komplexer in der Herstellung und daher auch wesentlich teurer in der Anschaffung.
Naturfederbälle sind handgefertigt und stammen traditionell meist aus Asien. Ihre Produktion ist ein kleines Kunstwerk, und jeder Arbeiter muss sorgfältig eingelernt werden. Die Herstellung eines perfekten Balles gelingt erst nach unzähligen Versuchen.
Bei der Produktion müssen die internationalen Anforderungen zwingend eingehalten werden. So darf ein fertiger Ball nur ungefähr 5 Gramm wiegen. Seine Basis, die auch Kopf genannt wird, besteht aus Kork und muss einen Durchmesser von 1,65 Zentimetern haben. Auf der Basis sind genau 16 Entenfedern oder Gänsefedern angeordnet. Sie werden mit dem Kork verklebt und müssen in einem Winkel von 12 Grad nach außen abstehen. Als nächstes werden die Federn weiter oben miteinander verknüpft, damit der Ball die notwendige Stabilität erhält. Der obere Ring des Federkranzes hat einen Durchmesser von 6 Zentimetern.
Naturfederbälle zeichnen sich durch unterschiedliche Geschwindigkeitsklassen aus. Diese hängen unter anderem von der Beschaffenheit und der Länge der verwendeten Federn ab. Um eine Einordnung zu erleichtern, werden die Geschwindigkeiten durch eine farbige Markierung am Kopf des Federballs kenntlich gemacht. Ein roter Ring findet sich auf den Bällen, die am schnellsten fliegen können, ein blauer auf denen mit mittlerer Geschwindigkeit und ein grüner auf den langsameren Bällen.
Die Herstellung eines Naturfederballs erfordert großes Fingerspitzengefühl, denn die verwendeten Federn brechen vor allem am Kiel sehr schnell. Ist eine Feder gebrochen, darf sie keinesfalls weiter verwendet werden, sondern muss durch eine intakte Feder ersetzt werden. Besonders das Verknüpfen der Federn untereinander ist eine schwierige Aufgabe, die gut gelernt werden muss und einiges an Fingerfertigkeit erfordert.
Sind die Bälle gefertigt, so werden sie in einem aufwändigen Verfahren noch einmal gesondert auf alle Anforderungen hin überprüft, bevor sie in den Versand und in den Wettkampfsport gelangen.
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