Die Kletterer verzichten beim Soloklettern auf jegliche Form von Sicherungen. Die Kletterroute wird bei dem Free Solo von dem Solokletterer im Alleingang absolviert. Das Klettern ohne Sicherungsmittel erhöht das Risiko eines Absturzes.
Soloklettern ist die Durchsteigung eines Kletterweges im Alleingang. Alleingänge lassen sich nach verschiedenen Kriterien differenzieren: nach der Sicherung, den Landschaftsverhältnissen, der objektiven Gefährlichkeit und der Schwierigkeit der Route. Die meisten Alleingänge werden ohne Seilsicherung geklettert. Stürze sind dann in der Regel tödlich.
Im Hochgebirge kann der Sicherungsverzicht allerdings auch einen Sicherheitsgewinn ermöglichen, weil ohne Seilsicherung steinschlaggefährdete Partien schneller überwunden werden. Auch bei Alleingängen mit Selbstsicherung werden die Kletterwege überwiegend frei durchstiegen. Die Sicherung ohne Seilpartner ist zu umständlich und zeitraubend, sodass sie nur an wenigen Schlüsselstellen angewandt wird. Alleingänge unter alpinen Verhältnissen unterscheiden sich von nichtalpinen Alleingängen vor allem hinsichtlich der Vielfalt der Gefahren.
Bei nichtalpinen Felsklettereien entscheiden im Wesentlichen nur das persönliche Leistungsvermögen und die Brüchigkeit des Felsens über Erfolg oder Misserfolg des Alleingangs. Im Hochgebirge kommen dazu noch die Gefahren des Wetters, Lawinen, Stein- und Eisschlag, Sauerstoffmangel in großen Höhen und einige andere Schwierigkeiten. Eine Spielart des Solokletterns, bei der ein Absturz nicht zwangsläufig zum Tode führt, ist das "Deep Water Soloing". Dabei klettert man ausgesetzte Routen über tiefem Wasser.
Soloklettern lässt sich nicht pauschal als Extremsport einstufen. Alleingänge sind für viele erfahrene Kletterer nichts Ungewöhnliches. Extrem werden Alleingänge erst, wenn der Bereich der Genusskletterei überschritten wird. Beispiele dafür, die Klettergeschichte geschrieben haben, sind Walter Bonattis Solo-Begehung des Dru-Westpfeilers (1955), Reinhold Messners Alleingang auf den Nanga Parbat (1978) und Wolfgang Güllichs Free-Solo-Begehung der Dachroute "Separate Reality" (1986).
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