28. September 2011
Das Bungee Jumping ist eine Extremsportart, bei welcher der Springer kopfüber von einer Absprungplattform oder einem hohen Bauwerk springt. Um den Fall kurz vor Erreichen des Untergrundes abzubremsen, ist er mit einem gummiartigen Seil gesichert, dem sogenannten Bungee-Seil. Die Elastizität des Seiles sorgt dafür, dass der Springer mehrfach auf und nieder federt, bis er letztendlich auspendelt.
Das Bungee Jumping geht auf das regelmäßig zelebrierte Ritual der Lianenspringer von Pentecôte zurück, bei dem die Springer ihre Männlichkeit unter Beweis stellen. Der dafür notwendige Sprungturm wird von ihnen selbst nach festen religiösen Regeln errichtet. Als Sicherungsseil dient eine Liane, die am Körper des Springers befestigt wird.
In den 70er Jahren wurde in Oxford versucht, diese Sprungtechnik in eine Sportart abzuwandeln. Aus Gründen der Sicherheit ging man dazu über, entsprechende Tests mit einem Gummiband durchzuführen. 1979 gab es den ersten Bungee-Sprung von einer Brücke. Fast 10 Jahre dauerte es, bis der erste Sprung vom Eiffelturm gelang. Kurz darauf kamen immer neue Variationen des Bungee Jumpings hinzu. Selbst Helikopter werden als Absprungmöglichkeit eingesetzt, um den Springern noch mehr Nervenkitzel zu bieten.
Inzwischen ist es nicht unüblich, für solcherlei Extremsportereignisse Kräne aufzustellen, die als Absprungplattform genutzt werden. Normalerweise wird beim Bungee Jumping kopfüber in die Tiefe gesprungen. Es gibt aber auch sogenannte Rocket-Bungee-Sprünge, bei denen der Springer auf dem Boden steht und zunächst mit einem Gewicht fixiert wird. Wird die Verbindung zwischen Springer und Gewicht aufgehoben, schnellt das Bungee-Seil mit dem Springer wie eine Rakete in die Höhe. Eine spezielle Seilführung vor dem Spannen sorgt dafür, dass ein Zusammenstoß des Springers mit dem Kran vermieden wird.
Statt eines Sprungkorbes kann auch eine Bungee-Kugel verwendet werden, die zwischen zwei Masten befestigt ist. Der Springer, der in der Kugel sitzt, wird nicht nur in die Höhe katapultiert, sondern ebenfalls im Kreis gedreht. Diese Art des Springens nennt sich Sling-Shot.
Andere Unterscheidungsmöglichkeiten sind die verschiedenen Arten der Seilbefestigung. Wird sie an den Füßen des Springers fixiert, bestehen weniger Sprungvariationen, als wenn bei der Befestigung an den Hüften. Dann nämlich kann der Springer unterschiedliche Figuren springen. In Abwandlung zum Einzelsprung ist beim Tandem-Sprung auch das Springen zu zweit möglich.
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13.05.12 | |
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Die Autorin berichtet über die Hintergründe des Bungee-Springens und erläutert ausführlich, was man für diesen S...