27. September 2011
Buildering, auch unter den Bezeichnungen Gebäude- oder Fassadenklettern sowie Urban Climbing bekannt, bezeichnet das Klettern an hohen, meist öffentlichen Gebäuden, die für den Kletterer eine Herausforderung darstellen. Dabei stößt diese relativ neue Sportart nicht nur auf Zustimmung.
Der Sportler klettert nicht nur an einer ihm nicht gehörenden Fassade, sondern auch auf dem Drahtseil, wenn es darum geht, was beim Buildering erlaubt ist und was nicht. Dabei ist unter anderem zu unterscheiden, wem das Gebäude gehört, das erklommen werden soll. Ist es ein Privatobjekt, dürfte es allemal von Vorteil sein, sich die vorherige Erlaubnis des Eigentümers zu besorgen. Bei öffentlichen Gebäuden kommt es auf die jeweilige Gesetzeslage der Stadt- oder Kommunalverwaltung an. Teilweise untersagt diese das Klettern ganz, teilweise ist es mit Einschränkungen erlaubt. Zu diesen Einschränkungen gehört unter anderem die Wahrung der Verkehrssicherung. Das Versperren von Straßen und Gehwegen ist ebenso untersagt wie die Gefährdung anderer Personen oder die Beschädigung von Gebäudeteilen. Eventuelle Stürze und Sicherungsanlagen sind bei der Planung zu berücksichtigen. Doch Letztere bestehen in den meisten Fällen ohnehin lediglich aus einer Bodenmatte. Seil und Steigeinrichtungen sind für die meisten Kletterer tabu.
Wenngleich es sich beim Buildering um eine relativ neue Disziplin handelt, hat sich bereits eine Szene entwickelt, die diesen Sport verehrt. Als Begründung werden Naturnähe, Freiheit sowie die Suche nach Herausforderungen angegeben. Doch ebenso wie Fans ruft das Builderung auch Kritiker auf den Plan. Abgesehen von der Unfallgefahr, die von den Kletterern ausgeht, fühlen sich Gegner in ihrer Privatsphäre gestört.
Inzwischen wurde in vielen Großstädten das medienwirksame Potential erkannt, das diese Sportart mit sich bringt. Nachhaltig dürfte dies von wirtschaftlichem Interesse für die Regionen sein. Stillgelegte Gebäude, Brücken oder Bunker werden als offizielle Klettermöglichkeiten angeboten und von Kletterern nicht nur zu Unterhaltungszwecken, sondern auch als Trainingsmöglichkeiten genutzt. Längst gibt es sogenannte Builderingführer, welche auf die besten Klettermöglichkeiten hinweisen.
Normalerweise sind Builderer nicht darauf aus, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Sie wollen ihre Sportart ausüben, in der im Jahr 2008 die zweite Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Auch in Italien konnte sich das Buildering etablieren. Die größte Veranstaltung, die bereits Sponsoren gefunden hat, ist der Street Boulder Contest.
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