18. Februar 2010
Eine Reise ins Weltall: Den Sternen ganz nah sein, die Erde von oben sehen und Schwerelosigkeit genießen. Dieses Privileg haben nur Astronauten - doch für ihren Körper hat das nur wenige Vorteile.
Eines der größten Probleme bei der bemannten Erkundung des Weltraumes ist, dass sich unsere Muskeln und Knochen mangels Belastung in der Schwerelosigkeit rasend schnell zurückentwickeln und verkümmern. Wenn Astronauten wieder auf der Erde landen, ohne im All trainiert zu haben, können sie oft gar nicht mehr ohne Hilfe laufen.
Daher werden von Forschern, beispielsweise vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, regelmäßig Experimente bei Parabelflügen in der Schwerelosigkeit durchgeführt, die zeigen sollen, wie man diesem Effekt entgegenwirken kann. Neben herkömmlichen Geräten zum Muskeltraining wird hier auch ein Apparat zur seitenalternierenden Ganzkörpervibration erfolgreich getestet. Durch die Vibration aktiviert das Gerät sowohl mit als auch ohne Schwerelosigkeit die Muskeln und löst Reflexe aus, die für ein Training der Muskelgruppen sorgen.
Dieses Gerät, das den Namen Galileo trägt, wird auch bereits seit einigen Jahren erfolgreich von Ärzten und Physiotherapeuten in Krankenhäusern und bei Rehamaßnahmen eingesetzt, um bei Patienten mit verkümmerten Muskeln das Muskelwachstum anzuregen, selbst wenn sie sich nicht gut bewegen können.
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