2. August 2010
Von Viola Reinhardt
Als Mann oder Frau hat man es nun wirklich nicht leicht im Leben, besonders dann, wenn sich dank des Genusses und der Bequemlichkeit das eine oder andere Pfund auf die Hüften und den Bauch geschlichen hat. Regelmäßiges Training und Diät? Iwo, alles nur das nicht, bedeutet es doch in erster Linie verzichten und schwitzen. Doch es geht auch anders: Die Vibrationsplattenformen können hierbei helfen und auch bei vielen anderen Beschwerden eine Linderung verschaffen. Oder auch nicht.
Zunächst einmal, wie solche Vibrationsplattformen aussehen und wie sie funktionieren. Vorstellen muss man sich diese Fitness- oder auch Therapiegeräte, da sie auch in der Sportmedizin eingesetzt werden, wie eine Platte, auf der man steht und einer Konstruktion, an der man sich oben festhält. Letzteres ist wichtig, um eine Standfestigkeit zu bewahren, da man durch den Rütteleffekt schon ziemlich durchgewackelt wird. Bei den Schwingungen selbst, den so genannten Amplituden, bestehend aus der Frequenz der Schwingungen und der Schwingungshöhe, kann man durch Einstellungen variieren.
Der Trainingseffekt wird dann dadurch erzielt, dass man den Schwingungen standhält und die Muskulatur in eine Art Stresszustand versetzt wird. Laut dem Hersteller der Vibrationsplattform, ergeben sich schlussendlich durch diese Kombination die Trainingseffekte. Die derzeitig vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse angesichts der Effektivität sind allerdings noch etwas kontrovers und nicht abschließend gefestigt. So zeigt sich ein Training mit der Vibrationsplattform gegenüber einem klassischen Hanteltraining als unterlegen. Der Grund: Während man mit dem Hanteltraining nicht nur die Übungen, sondern auch die Belastung der Muskeln variieren kann, zeigt sich das Training mit der Vibrationsplattform als relativ konstant. Denn ein optimales Ergebnis kann man hinsichtlich der Muskulatur nur dann erreichen, wenn ein komplexer Bewegungsablauf vorliegt.
Angesichts der Belastungen für den Körper kann ein Training mit der Vibrationsplattform zudem auch einige negative Aspekte nach sich ziehen. Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen oder auch ein Schwindel sind oftmals die Folgen nach der Benutzung des "Rüttelautomates". Im Arbeitsleben zum Beispiel wird genau solch ein Effekt möglichst vermieden, da er doch einige negative Auswirkungen auf den Körper haben kann. Anderseits wurden schon Versuche gestartet, die die Wirkung auf eine Osteoporose- oder auch Parkinsonerkrankung im Fokus hatten. Bei der Osteoporose kann es durchaus zu einer Erhöhnung der Knochendichte führen, allerdings lässt sich dieser Effekt auch durch Aerobic oder einem leichten Joggen erzielen. Bei Parkinson hingegen ließ die Schüttellähmung oftmals nach, wobei auch hier noch keine ausreichenden Belege aus Seiten der Wissenschaft existieren.
Von welcher Seite man auch immer die Vibrationsplattformen betrachtet, noch gibt es nicht genügend stichhaltige Beweise für die Wirkung auf die Gesundheit oder auch der Reduzierung eines ungesunden Körperfettes. Ein Versuch ist es zwar wert, allerdings sollte man nicht das Wunder erwarten, dadurch ohne Diät und weitere Maßnahmen rank und schlank oder auch super muskulös zu werden.
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