
von Knut Reuter
Die körperliche Leistungsfähigkeit und der Gesundheitszustand von Heranwachsenden zeigen besorgniserregende Tendenzen. Viele Schülerinnen und Schüler klagen über Rückenschmerzen, die häufig auf muskuläre Schwächen zurückzuführen sind. Bisher fehlt es aber an brauchbaren, wissenschaftlich abgesicherten Krafttrainingsmethoden für Kinder und Jugendliche, um diese körperlichen Defizite abzubauen. Einerseits sollen Überbeanspruchungen auf den heranwachsenden Organismus vermieden werden, andererseits muss eine Mindestreizschwelle überschritten werden, damit es zu positiven Adaptionen kommt. Diese Lücke versucht der Autor zu schließen, indem er zeigt, dass ein „sanftes Krafttraining“ im Rahmen des Schulsports nachhaltige Effekte auf die Kraftfähigkeiten liefert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Trainingsmethoden wird beim „sanften Krafttraining“ der Trainingssatz deutlich vor Erreichen der muskulären Erschöpfung abgebrochen. Als Abbruchkriterium dient dabei das subjektive Belastungsempfinden des trainierenden Schülers. Neben den positiven Krafteffekten zeigen die durchgeführten Studien, dass ein „sanftes Krafttraining“ auch eine gewichts- und fettreduzierende Wirkung bei adipösen Kindern hat. Weiterhin fördert ein „sanftes Krafttraining“ den Abbau negativer Stimmungen bei den Heranwachsenden, die im Schulalltag als aggressives Verhalten wahrgenommen werden.
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18.05.12 | |
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