Katzen-Streck, Rücken-Roller und Schneider-Streck sind Übungen, die Verspannungen lösen und für mehr Beweglichkeit sorgen. Wer sie regelmäßig ausführt, kann alltägliche Arbeiten leichter ausführen.
Der Katzen-Streck dehnt die Muskulatur der Wirbelsäule und macht sie beweglicher. Insbesondere Menschen, die am Morgen unter Rückenschmerzen leiden, profitieren von dieser Übung.
Für den Katzen-Streck wird auf dem Boden der Vierfüßlerstand eingenommen. Dabei sollten die Hände unterhalb der Schultern positioniert sein. Die Handflächen liegen vollständig auf, denn sie müssen das Gewicht des Oberkörpers tragen. Die Knie befinden sich senkrecht unterhalb des Gesäßes.
Einer Katze gleich wird der Rücken zunächst gerundet und nach oben gedrückt. Gleichzeitig soll der Kopf so weit an den Oberkörper herangezogen werden, dass das Kinn auf der Brust aufliegt.
In dieser Bewegungsphase sollte jeder Wirbel einzeln zu spüren sein. Während die Position für eine Weile gehalten wird, kann eine Nachdehnung erfolgen. Schmerzen darf diese allerdings nicht.
Anschließend rollt der Kopf wieder in die Ausgangsposition zurück und wird dann noch weiter überstreckt, so dass sich der Nacken vollständig entspannt. Dabei geht der Rücken in ein Hohlkreuz über. Das Gesäß schiebt nach oben und hinten.
Um die Übung abzuschließen, gleitet das Gesäß auf die Fersen, wobei gleichzeitig die Wirbelsäule gedehnt wird. Arme und Rücken sind gestreckt, der Kopf zieht in die Richtung des Bodens. Auch diese Position sollte einige Zeit gehalten werden. Sie entspannt den gesamten Rücken und sorgt für Beweglichkeit.
Auch der Rücken-Roller ist eine Entspannungsübung, die für mehr Beweglichkeit sorgt. Mit ihr lassen sich selbst minimal verrutschte Bandscheiben wieder in ihre Position bringen. Die Übung beginnt in der Rückenlage. Sie kann auf dem Boden oder auf der Matratze ausgeführt werden, wobei Letztere nicht zu weich sein sollte, damit das Wegrollen verhindert wird.
Beide Beine werden so weit wie möglich an die Brust herangezogen und mit den Armen umschlungen. Die Finger können miteinander verschränkt werden.
Anschließend rollt der Oberkörper leicht nach vorn und hinten, anschließend nach links und nach rechts. Zu weit sollten die Rollbewegungen nicht ausgeführt werden, da der Körper ansonsten zur Seite kippt. Die Übung lässt sich abwandeln, indem jeweils nur ein Bein mit den Armen umfasst wird, das andere Bein wird gestreckt. Diese Variante trainiert gleichzeitig die Balance.
Der Schneider-Streck dehnt den unteren Rückenbereich und die Adduktoren der Oberschenkel. Sie wird auf der Matratze oder auf dem Boden im Schneidersitz ausgeführt. Dazu werden aus der aufrecht sitzenden Position beide Beine vor dem Körper angezogen und die Fußsohlen aneinander geführt. Das Gesäß rollt gleichzeitig leicht nach hinten.
Die Unterarme liegen an den Unterschenkeln, die Hände fassen jeweils einen Knöchel. Die Ellenbogen drücken gegen die Kniegelenke und versuchen, diese nach außen zu dehnen. Es sollte eine Dehnung im Bereich beider Innenschenkel zu spüren sein. Schmerzen darf diese nicht.
Während die Position einige Zeit gehalten wird, kann mit den Ellenbogen versucht werden, die Beine nachzudehnen. Da der Rücken während der gesamten Übung gerade zu halten ist, erfolgt auch in der Lendenwirbelsäule eine entsprechende Dehnung. Vorsichtig beim Ausführen dieser Übung sollten Menschen sein, die bereits unter Beschwerden in der Lendenwirbelsäule leiden.
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17.05.13 | |
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