17. Januar 2012
Der beliebteste Sport der Deutschen ist der Gang ins Fitnessstudio. Alle derartigen Einrichtungen haben gemeinsam sogar mehr Mitglieder als der DFB. Die meisten Menschen wollen neben dem Ausdauertraining auch gezielt Krafttraining betreiben, doch fällt es ihnen schwer, einen Trainingsplan aufzustellen, der für sie auch funktioniert – sie gehen in die klassische Falle beim Krafttraining.
Menschen, die gezielt Krafttraining betreiben, neigen dazu, nur noch in Kilogramm-Angaben zu sprechen. Sie berichten von zehn, fünf oder einem Kilogramm, die sie "zugelegt" hätten. Der Hintergrund dieser Sprechweise ist: Menschen, die Krafttraining betreiben, wollen Muskelmasse zulegen. Die zugelegte Muskelmasse wird in Kilogramm ausgedrückt. Dies bedeutet, das Ziel des Krafttrainings ist es, den Muskel so sehr zu stimulieren, dass er in einem Ausmaß wächst, dass er das Körpergewicht beträchtlich erhöht.
Dieser Umstand bringt es mit sich, dass jeder einzelne Muskel viel Aufmerksamkeit benötigt. Die meisten Einsteiger konzipieren allerdings einen abwechslungsreichen (was völlig richtig und absolut zu empfehlen ist) Trainingsplan, der zu durch eine Woche begleitet, bei dem sie den ganzen Körper trainieren. Die grundlegende Idee ist es, lieber alle Muskeln ein wenig stimulieren als irgendeine Muskelpartie zu vergessen und andere dafür zu vergessen.
Dieser Ansatz mag zwar auf den ersten Blick absolut schlüssig erscheinen, falsch ist er dennoch, denn häufig kommt es sogar vor, dass bestimmte Muskelpartien nur einmal in der Woche belastet werden.
Es gibt eine grundlegende Regel beim Krafttraining, welches darauf ausgelegt ist, Masse aufzubauen. Diese Regel lautet: Viel hilft viel. Man sollte seinen Muskel in einer Form trainieren, die ihn so erschöpft, dass er die Pause, die ihm anschließend eingeräumt wird, auch braucht. Sobald er aber erholt ist, muss er wieder belastet werden. Wenn die Pause zu lang ist, dann ist das Training nicht effektiv und die eigenen Ziele werden nur sehr langsam oder überhaupt nicht erreicht.
Stattdessen sollte man herausarbeiten, wie lange die eigene Muskulatur benötigt, um sich zu erholen und den Trainingsplan anhand dieser Phasen planen. Es ist nützlicher, erst bestimmte Muskelgruppen aufzubauen und später durch eine Einheit in der Woche auf Stand zu halten, anstatt alle Muskeln zu wenig zu stimulieren.
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