27. Oktober 2010
Beim Klimmzug werden verschiedene Muskelgruppen gleichzeitig belastet. In erster Linie wird der große Rückenmuskel benötigt, aber auch alle anderen Rückenmuskeln kommen zum Einsatz. Einen weiteren Teil der Arbeit übernehmen die Brust- und Armmuskelgruppen. Der Klimmzug ist eine Übung, die aus dem Krafttraining stammt. Er wird eingesetzt, um möglichst gezielt Muskulatur aufzubauen und zu stärken. Doch welche Ausgleichsübungen kann man zum Klimmzug kombinieren?
Besonders wichtig ist es zu wissen, dass der Klimmzug keine gymnastische Übung oder Maßnahme ist, die zur Linderung von Rückenbeschwerden eingesetzt werden sollte. Zwar ist der prophylaktische Nutzen bewiesen, denn wer Klimmzüge macht, der stärkt seine Rückenmuskulatur und entlastet somit Knochen und Gelenke. Doch in erster Linie ist der Klimmzug eine Kraftübung. Damit keine Verspannungen und einseitige Versteifungen auftreten, sollte die Kraftübung jedoch mit einer oder mehreren Ausgleichsübungen kombiniert werden. So werden die Muskeln im Anschluss an das Training wieder gelockert, entspannt und geschmeidig gehalten.
Als Ausgleichsübungen zum Klimmzug bieten sich fast alle Übungen an, bei denen Arme und Rücken zwar in Bewegung sind, aber nicht stark belastet werden. Die Vermeidungstaktik dagegen ist nicht empfehlenswert: Ein reines Beintraining unter Auslassung der beim Klimmzug benötigten Muskulatur ist zwar rückenschonend, wirkt sich aber nicht regenerativ auf die angesprochenen Partien aus.
Eine ideale Kombination zum Krafttraining bietet das Ausdauertraining an. Unter leichter bis mittlerer Belastung werden hier Bewegungen durchgeführt, die der Körper meist ohne Trainingswiderstände unternimmt. Der Oberkörper sollte dabei in einer weichen und fließenden Bewegung bleiben und keinen neuen Kraftimpulsen ausgesetzt sein.
Deshalb bietet sich das Schwimmen als Ausgleichstraining zu Klimmzügen ganz hervorragend an. Jedoch sollte nicht Schmetterling oder Brust geschwommen werden, sondern vielmehr Freistil oder Rücken. Hier werden die Arme wechselseitig belastet, und die Vorwärtsbewegung erfolgt mit einem wesentlich niedrigeren Kraftaufwand. Dies gilt jedoch nur für einigermaßen geübte Schwimmer. Weniger geübte Schwimmer verkrampfen leider häufig im Wasser und versuchen, das Element mit Kraft zu besiegen. Wer jedoch über ein wenig Technik verfügt und dieses Wissen kräfteschonend ein- und umetzen kann, der ist mit Schwimmen als Ausgleichstraining gut beraten. Das Wasser bietet zudem noch den Vorteil, dass es den Körper trägt. Die Muskeln können sich also tatsächlich besser und leichter entspannen und lockern.
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