11. März 2009
Von Andreas Hadel
Jeder von uns macht Fehler. Manche aus Unwissenheit oder mangelnder Erfahrung, andere schleichen sich unauffällig in unsere Gewohnheiten ein und werden zum immerwährenden Begleiter. Im Fitness-Studio kann man eine Menge Fehler machen. Einige davon, sind auf den ersten Blick nur schwer als solche zu erkennen. Sieben der typischen Fehlgriffe, die man sich beim Fitnesstraining nicht leisten sollte, listen verrät paradisi.de Ihnen an dieser Stelle.

Übertreiben Sie es nicht beim Sport
Lehnen Sie sich nicht gegen die Geräte
Vielleicht ist es Ihnen gar nicht bewusst, wie sehr Sie die Griffe und Halterungen an Laufbändern, Stairmastern und anderen Geräten als willkommene Hilfe nutzen, um das Training zu erleichtern. Das macht Ihr Workout jedoch nicht nur weniger effektiv, sondern kann unter Umständen auch zu Schmerzen in den Handgelenken und der Rückenmuskulatur führen. Überprüfen Sie deshalb während des Trainings mehrmals Ihre Haltung und achten Sie darauf, locker und gleichmäßig in Bewegung zu bleiben.
Vermeiden Sie exzessiven Genuss von Energieriegeln und Sportdrinks
Nur weil Protein- und Kohlenhydrate-Riegel in die Kategorie "Fitness-Nahrungsmittel" fallen, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie kalorienarm sind. Wenn Ihr Training eher auf Ausdauer ausgerichtet ist und sie mehr als 90 Minuten am Stück in Bewegung sind, brauchen Sie ohne Zweifel die schnell verfügbare Energie, die in den Sportriegeln steckt. Wenn Ihre Trainingsdauer jedoch eher im Bereich von 60 Minuten und darunter liegt, sollten Sie einen genaueren Blick auf die Nährwertanalyse der kraftvollen Riegel und Drinks werfen. Nicht selten kommt deren kalorischer Wert, der einer kleinen Mahlzeit nahe. Selbst professionelle Athleten essen Sportnahrung mit Bedacht und sehen Sie in trainingsarmen oder hektischen Zeiten eher als Mahlzeitenersatz, denn als gesunden Snack für zwischendurch.
Hungern Sie nicht vor dem Training
Wenn Sie sich für einen sportlichen Wettbewerb vorbereiten oder intensive Trainingseinheiten bevorzugen, ist es sehr wichtig, dass Sie ihren Körper vor der Belastung den nötigen Treibstoff zuführen. Andernfalls können Sie ihr Leistungspotential nicht voll ausschöpfen.
Bleiben Sie nicht zu lange im Fitness-Studio
Es macht Sinn, dass Sie angesichts der Mitgliedsgebühren, Ihre Zeit im Studio solange wie möglich und so oft wie möglich auskosten wollen. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, sich auszupowern. Ein Abend in der Badmintonhalle, dem Schwimmbad oder ein Waldlauf mit Freunden bringt nicht nur Abwechslung, sondern kann auch die Initialzündung für neue Trainingsfortschritte sein.
Ein Sixpack ist nicht alles
Obwohl gut sichtbare Bauchmuskeln das optische Erkennungszeichen für eine überragende Fitness schlechthin sind, sind sie nur ein kleiner Teil eines umfassend leistungsfähigen und gesunden Körpers. Räumen Sie dem Bauchtraining die Aufmerksamkeit ein, das es verdient, machen Sie es aber nicht zum Kern ihres Workout-Planes. Wer gegenüber den Bauchmuskeln den unteren Rücken vernachlässigt, riskiert Haltungsschäden und Schmerzen in der Wirbelsäule. Darüber hinaus wird der Bauch auch bei vielen Übungen indirekt mittrainiert, weshalb Ihrer Mittelpartie auch genügend Zeit zur Regeneration eingeräumt werden muss.
Übertreiben Sie es nicht mit den Gewichten
Dies betrifft insbesondere unsere männlichen Leser: Technik zählt mehr als das Gewicht. Eine Regel, die in jedem Gewichtheber-Verein an der Wand geschrieben steht. Und was den Profis recht ist, sollte uns Fitnessfans nur billig sein. Sie können weder die reizende Dame an der Proteindrink-Theke mit einer schlampig hochgewuchteten Hantel beeindrucken, noch schneller Ihren Traumkörper erreichen. Reduzieren Sie das Verletzungsrisiko und hinterlassen Sie einen intelligenten Eindruck, indem Sie mit einer sauberen Übungsausführung arbeiten.
Nehmen Sie es nicht zu leicht
Vielleicht sind Ihnen auch schon einmal jene Studio-Mitglieder aufgefallen, die in der Zeitung blätternd auf dem Ergometer ihre Zeit absitzen. Von Training kann dabei keine Rede sein, selbst wenn Sie die Pedale mehr oder weniger mühevoll in Bewegung halten. Körperliche Fitness und gutes Aussehen ist etwas, das man sich erarbeiten muss. Weder Reiterhose noch Bierbauch verschwinden, indem man sich ein "Workout-Alibi" verschafft. Wenn Sie in das Fitness-Studio gehen, sind Sie dort, um ins Schwitzen zu geraten. Wenn Sie das nicht tun, betrügen Sie sich nur selbst.
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