So werden Sie zum Frühsportler

Sportliche Frau mit Sonnenbrille, die Straße hoch joggend

Manchmal verlangt es das Arbeitsleben, dass man sein Training auf den Morgen verlegt. Was für überzeugte Frühsportler nach einem Klacks klingt, kann für den Feierabendathleten zur Folter werden. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass wir in der zweiten Tageshälfte potentiell leistungsfähiger sind und bei körperlicher Belastung bessere Resultate bringen. Anstatt mit dem Schicksal zu hadern und das Training ganz aufzugeben oder gar den Job dem Training zuliebe zu kündigen, sollten Sie sich auf die Vorteile des Frühsports besinnen. Wer am Morgen trainiert, hat schließlich am Abend mehr Zeit.

Mit den folgenden Tipps werden Sie zum überzeugten Frühsportler!

Gehen Sie früher schlafen!

Der Übergang vom Abendsportler zum Frühsportler ist alles andere als leicht. Es ist in der Regel nicht einfach so, dass man das Training nach ganz oben auf die tägliche To-Do-Liste setzt und alles andere eine Stunde später anfängt. Denn wer nicht gerade Freiberufler oder in Gleitzeit arbeitet, muss komme was wolle um 8 Uhr auf der Matte im Büro stehen.

Der erste Schritt zum morgendlichen Workout führt also um einen Griff nach dem Wecker nicht herum. Wenn Sie eine Stunde früher aufstehen, müssen Sie aber auch eine Stunde früher ins Bett steigen. Es ist eine einfache Gleichung, die jedoch von vielen gern übersehen wird.

Es fällt ohnehin schon schwer, morgens intensiv zu trainieren. Machen Sie es sich nicht noch schwerer, indem Sie sich selbst um eine Stunde Schlaf betrügen.

Essen Sie am Abend mehr Kohlenhydrate!

Eigentlich raten wir nicht unbedingt dazu, spät am Abend noch kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu essen, sofern es sich dabei nicht um eine so genannte Post-Workout-Mahlzeit handelt. Der Punkt ist jedoch der, dass Ihr Körper in der nächtlichen Fastenperiode von 8 bis 10 Stunden die Glykogenspeicher der Muskulatur nahezu vollständig entleert. Und ohne Muskelglykogen kann man schwerlich Spitzenleistungen im Fitness-Studio vollbringen.

Essen Sie daher zum Abendbrot gesunde Kohlenhydrate in Maßen. Mit "gesund" meinen wir vor allem komplexe Kohlenhydrate, die mit möglichst vielen Ballaststoffen und Vitaminen auf dem Teller landen.

Weiß- und Mischbrote sind am Abend genauso tabu wie Kartoffeln. Essen Sie eher Süßkartoffeln, Brokkoli oder Vollkornhaferflocken.

Investieren Sie mehr Zeit für das Aufwärmen!

Kurz nach dem Aufstehen ist unser Körper für vieles bereit, nur nicht für hartes Training. Unsere Körperkerntemperatur ist in der Früh niedriger als am Nachmittag und auch unser Hormonhaushalt ist noch nicht auf volle Leistungsbereitschaft eingestellt. Zum Glück können wir unseren Körper jedoch trotzdem auf Touren bringen und selbst am Morgen so leistungsfähig sein, wie in der zweiten Tageshälfte. Allerdings braucht es dafür ein wenig Zeit.

Erweitern Sie Ihre Standard-Erwärmung um 10 Minuten auf dem Laufband und zwei bis drei zusätzlichen Aufwärmsätzen. So vermeiden Sie Verletzungen und radikale Leistungseinbußen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Woman Running © Photoroller - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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