22. Juli 2008
Von Andreas Hadel
Im Streben nach einem schöneren, gesünderen und leistungsfähigeren Körper nehmen Trainierende nicht selten Verhaltensweisen und Meinungen an, die ihren sportlichen Zielen nicht unbedingt zuträglich sind. Wir verraten Ihnen, was Sie im Studio lieber sein lassen sollten.

Trinken während des Trainings ist erlaubt, aber bitte keine Limonade
Sie sind noch in der Warmup-Phase, haben ihr T-Shirt aber schon durchgeschwitzt und atmen schwer? - Dann übertreiben Sie es wahrscheinlich. Das Aufwärmen soll nur dazu dienen, Blut in die zu trainierenden Muskeln zu pumpen und den Organismus auf Betriebstemperatur zu bringen. Die Aufwärmphase sollte nicht länger als fünfzehn Minuten in Anspruch nehmen. Immerhin liegt das richtige Training ja dann noch vor Ihnen. Ein schweres Beintraining kann zum Beispiel mit fünf Minuten Stepper oder Laufband und drei bis vier Sätzen Beinpresse oder Kniebeugen vorbereitet werden.
Zugegeben, das Bankdrücken ist mit jede Menge Prestige verbunden. Wer eine ordentliche Hausnummer von seiner Brust drücken kann, darf die E-Klasse in der Garage lassen und trotzdem anerkennende Blicke ernten. Dennoch besteht ihr Körper aus mehr als nur Brust und Schultern. Wenn Sie an einer ausgewogenen Muskelentwicklung interessiert sind und Missverhältnisse in Größe und Kraft vermeiden wollen, trainieren Sie auch Rücken und Beine mit der gleichen Verbissenheit, wie Sie sich dem Bankdrücken widmen. Daher sollten Kniebeugen und Kreuzheben einen Stammplatz in Ihrem Trainingsregime erhalten.
Ein austrainierter Waschbrettbauch steht wie kein anderes Körperteil für Fitness in Reinkultur. Egal wie dick ihre Arme auch sein mögen, erst ein tief geriffeltes Sixpack lässt Sie in der Liga der außergewöhnlichen Athleten aufsteigen. Neben der eher sozio-kulturen Begründung, sollten Sie aber auch aus Sicherheitsgründen ihr Bauchtraining ernsthaft betreiben. Eine starke Rumpfmuskulatur bietet bei allen Bewegungen des Körpers ein stabilisierendes Element, dass Rücken und Organe schützt. Sie würden doch auch nicht auf die Idee kommen und einen Maximalversuch im Kreuzheben ohne Gürtel zu machen, oder?
Gerade unter Trainierenden, die mehr von Kraftleistungen angetan sind, als von genereller Fitness, genießt das Stretching nicht gerade eine hohe Popularität. Im Anschluss an das Training ausgeführt, setzt das gezielte Dehnen jedoch entscheidende Impulse für eine rasche Regeneration. Das mit einer größeren Beweglichkeit die Übungsausführung potentiell besser und damit sicherer wird, ist ein weiterer Grund, Stretching mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Konsequenz anzugehen.
Angesichts der vielversprechenden Werbungen ist es schwer, nicht den Verlockungen der Supplement-Industrie zu erliegen. Eigentlich ist daran auch nichts wirklich verwerflich. Proteinpulver und Co. haben ihren berechtigten Platz in der Sportwelt eingenommen und sollten nicht auf dubiose Weise verteufelt werden. Dennoch muss man sich stets vor Augen halten, dass es sich hierbei um NahrungsERGÄNZUNGEN handelt, die eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen, sondern optimieren und unterstützend wirken.
Zuckerreiche Limonaden wie Cola, Sprite und Fanta sind für ambitionierte Sportler im Prinzip nichts anderes als Schlaftabletten in flüssiger Form. Zugegeben, das ist etwas drastisch ausgedrückt. Dennoch bleibt unbestreitbar, dass der hohe Zuckergehalt solcher Getränke zwar für einen kurzen Energieschub sorgt, dieser aber in Verbindung mit einer hohen Insulinausschüttung rasch wieder abfällt und im Zuge dessen Ermüdungserscheinungen auftreten können. Sofern Sie keinen Marathon oder Zehnkampf absolvieren, sind bevorzugte Durstlöscher Wasser und simple Apfelschorle (ohne Zucker und Blubber).
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