Als Doping wird die im Sport weit verbreitete Praxis bezeichnet, sich durch Einnahme chemischer und medizinischer Substanzen einen unlauteren Vorteil durch Leistungssteigerung zu verschaffen. Dabei zählen nicht alle leistungssteigernden Mittel als Doping. Die verbotenen Substanzen sind genau definiert und werden regelmäßig in Dopinglisten veröffentlicht. Jeder Athlet trägt selbst die Verantwortung dafür, dass er Dopingmittel meidet und diese auch nicht aus Versehen in Form von Medizin konsumiert. Den beratenden Medizinern ist bekannt, welche Substanzen auf dem Index stehen.
Als Dopingmittel zählen vor allem Anabole Substanzen, die ein unnatürliches Muskelwachstum fördern. Ebenso funktionieren die Peptidhormone, die Wachstumsstoffe und ähnliche Wirkstoffe enthalten. Weniger bekannt sind in diesem Zusammenhang die Beta-2-Agnonisten, die ebenfalls einen Muskelaufbau fördern. Hormon-Antagonisten und -Modulatoren werden häufig in Diuretika und anderen Maskierungsmitteln "versteckt", sind aber bei Kontrollen sehr gut nachweisbar. Ebenfalls verboten sind Substanzen, die eine Erhöhung des Sauerstofftransfers anregen, dabei gilt sowohl die chemische als auch die physikalische Manipulation. Verboten sind weiterhin Gen-Doping, Stimulanzien, Narkotika, Cannabinoide und Glukokortikosteroide. In einzelnen Sportarten sind auch Alkohol und Beta-Blocker verboten.
Die Anzahl der möglichen Dopingmittel ist nahezu endlos, und ständig werden neue Mittel entwickelt, die auf den Index gelangen. Dabei hat die Entwicklung dieser Substanzen primär meist ganz andere Anliegen als das Doping: Viele dieser Mittel werden sinnvoll zu ärztlichen Behandlung von Krankheiten und chronischen Leiden eingesetzt. Dort ist ihre Verwendung durchaus legitim.
So stammt das landläufig wohl zu den bekanntesten Dopingsubstanzen gehörende EPO zum Beispiel aus der Krebstherapie. Hier wird es eingesetzt, um nach einer Chemotherapie das Zellwachstum gesunder Zellen und roter Blutkörperchen zu fördern, die den Körper bei der Sauerstoffgewinnung unterstützen. Auf den gesunden Körper als Dopingmittel angewendet, kann EPO jedoch zu schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme führen.
Ein ebenfalls sehr bekanntes Dopingmittel ist das Testosteron, bei dem es sich um ein ganz normales männliches Sexualhormon handelt. Testosteron fördert nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern wirkt auch auf die Psyche, in dem es den natürliche Aggresssionspegel erhöht. Das bedeutet nicht, dass Testosteron-Sünder an aggressivem Verhalten erkennbar sind - im Wettkampf erhöht sich jedoch ihre Bereitschaft zum erbitterten Zweikampf. Die psychische Bereitschaft, dem Körper die letzte Leistung abzuverlangen, wird durch die Gabe von Testosteron gestärkt. Ebenso wirkt es sich auf den Muskelaufbau aus. Auch Frauen setzen Testosteron zum Doping ein, werden dann jedoch häufig durch ihren sehr männlichen Körperbau auffällig.
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