9. Juli 2007
Bisher galt die Regel, dass man sich beim Training gemütlich unterhalten können soll, um Fett zu verbrennen. Nun fanden Forscher heraus, dass Anstrengung das A und O für eine schlanke Taille ist.
Selten wurde eine Nachricht unter Sportsfreunden mit so viel Erleichterung aufgenommen: Vor einigen Jahren verkündeten Forscher, dass Ausdauersport am effektivsten ist, wenn man sich nebenher bequem über den neuen Imbiss um die Ecke unterhalten kann - ohne dabei zu Schnaufen. Endlich hatte das Schwitzen auf Laufband und Stepper ein Ende und selbst gemütliche Artgenossen ließen sich vom Ausdauersport überzeugen.
Doch nun wird es hart: In einer Studie an der Universität Saarbrücken wurde herausgefunden, dass Ausdauertraining mit niedriger Intensität zwar Herzproblemen vorbeugt, zur Verbesserung der Fitness und für purzelnde Pfunde jedoch nicht geeignet ist. Überflüssiges Körperfett lässt sich von Sport bei niedriger Intensität nicht beeindrucken und bleibt hartnäckig auf Hüften, Beinen und Po sitzen.
Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem sie gesunde Probanden mehrere Wochen lang auf zwei unterschiedlich intensive Trainingsprogramme losgelassen hatten. In einer ersten Studie wurde untersucht, bei welcher Intensität die Speckpölsterchen verbrannt werden. In der zweiten Studie wurde der Kalorienverbrauch gemessen und schließlich der Ausdauerzuwachs bei fünfmaligem Training pro Woche. Die erste Probandengruppe trainierte für jeweils 30 Minuten mit hoher Intensität, während die andere Gruppe weniger stark keuchte. Das entspanntere Training hatte jedoch einen Haken: Die Probanden mussten sich viel länger auf dem Laufband abmühen, um die gleiche Anzahl an Kalorien zu verbrennen.
Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich all jene, die ihre Ausdauer verbessern oder einfach ein paar Pfunde verlieren wollen, beim Training richtig verausgaben müssen. Der Puls sollte bei gesunden Sportlern ohne Herzprobleme im Durchschnitt bei 80 bis 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegen. Als Faustregel kann man sich merken, dass die Herzfrequenz beim Laufen 220 und beim Radfahren 200 minus Lebensalter sein sollte.
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