17. März 2011
Bei den Medenspielen handelt es sich um Tennisspiele, die saisonal in Deutschland ausgetragen werden. Ihren Namen erhielten sie in Anlehnung an Carl August von der Meden, dem ersten Präsidenten des DTB. Die Tennishierarchie in Deutschland ist in verschiedene Ligen unterteilt, für die jeweils unterschiedliche Austragungsmodi bei Spielen gelten. Mehr über das komplexe System können Sie hier nachlesen.
Die höchstrangige Liga im deutschen Tennis ist die 1. Bundesliga, die auf Bundesebene spielt. Unter ihr ist die Verbandsebene mit der Verbandsliga angesiedelt, darunter die Bezirks- und die Kreisebene. Die einzelnen Verbände richten die Medenspiele aus, an denen jedoch nur erwachsene Spieler teilnehmen. Auch die Verbände unterteilen sich in verschiedene Bezirke.
Die Medenspiele sind Wettkampfspiele, bei denen 6 Spieler oder auch 4 Spieler eine Mannschaft bilden. Entsprechend ihrer Position auf der Rangliste werden die Spieler durchnummeriert. Nach einem exakten Schema treten die Mannschaften gegeneinander an, bis 9 oder 6 Punkte ausgespielt sind. Anschließend finden noch Doppelspiele statt, ebenfalls nach einer genauen Ordnung. Die Doppelspiele gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung.
Medenspiele werden in unterschiedlichen Altersklassen ausgetragen: Die offene Altersklasse der Aktiven sowie andere Altersklassen für ältere Spieler, die ab 30 Jahren im 10-Jahres-Rhythmus gewertet werden. Ab 50 Jahren erfolgt die Wertung im 5-Jahres-Rhythmus, bis hin zu den Über-80-Jährigen.
Die Medenspiele werden zwischen Mai und Juli auf Außenplätzen ausgetragen. Pro Gruppe nehmen 6-8 Teams an einem Spiel teil. Es wird Jeder gegen Jeden gespielt, jedoch ohne Hin- und Rückrunde sondern in einzelnen Spielen. Für die Jugendklassen gelten andere Regelungen.
Der Sieger eines Medenspiels wird über ein komplexes Punktesystem ermittelt. Die Medenspiele bieten den Vereinen und Verbänden die optimale Gelegenheit, sich auf offizieller Basis und im einheitlichen Wettkampfmodus mit den Teams aus befreundeten und benachbarten Vereinen zu messen. Gleichzeitig stellen die Medenspiele einen Qualitätsstandard dar, der bundesweit einheitlich ist. Ein Sieg in einem Medenspiel hat also mehr oder weniger überall die gleiche Qualität und ist mit einem vergleichbaren Ansehen verbunden.
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