Die berühmtesten Tennisturniere und Touren der Welt

Tennisschläger auf drei Tennisbällen auf Tennisplatz

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Davis Cup, Wimbledon, Australian Open & Co wissen müssen

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  • von Paradisi-Redaktion

Tennisturniere stellen ein besonderes Ereignis sowohl für die Spieler selbst als auch für die Zuschauer und Anhänger dieses Sports dar. Weltweit gibt es einige Turniere und Touren, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Davis Cup, Wimbledon und Australian Open zählen dabei zu den größten Namen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die berühmtesten Tennisturniere und Touren der Welt.

Fed Cup und Davis Cup

Sowohl die Damen als auch die Herren spielen mit ihren Nationalmannschaften in einem Mannschaftswettbewerb:

  • Bei den Damen ist dies der Fed Cup. Hier treten Mannschaften aus sehr vielen verschiedenen Nationen gegeneinander an.
  • Im Profisport der Herren ist der Davis Cup das vergleichbare Turnier. Auch hier treten die Nationalmannschaften gegeneinander an.

Beide Veranstaltungen werden jährlich ausgetragen und in verschiedenen Runden ausgespielt. Das Regelwerk ist einheitlich und sehr streng fixiert. Siege im Fed Cup oder im Davis Cup sind mit einem extrem hohen Ansehen sowohl für das siegreiche Land, die Mannschaft als auch für die einzelnen Spieler und Spielerinnen verbunden.

Organisation des Davis Cup

Jedes Jahr nehmen mehr als hundert Nationen am Davis Cup teil. Dabei wird das Turnier in verschiedenen Gruppen und Runden organisiert, so dass die besten Mannschaften den Sieg untereinander ausspielen. Eine Runde wird zwischen zwei Mannschaften ausgetragen, die in vier Einzelspielen und einem Doppelspiel gegeneinander antreten. Diese Spiele erfolgen jeweils an drei Tagen. Jedes Spiel läuft über drei Gewinnsätze.

Geschichte des Davis Cup

Den aktuellen Namen erhielt das Match durch einen der beteiligten Spieler Dwight Filley Davis, der aus eigenen Mitteln einen Pokal aus Sterlingsilber spendete. Allerdings erfolgte die Namensänderung erst nach Davis' Tod im Jahre 1945.

Historisch betrachtet geht die Idee und das Entstehen des Davis Cup als eines Wettbewerbs der Nationen auf ein Tennisteam aus Harvard (USA) zurück. Die vier Spieler beschlossen im Jahr 1899, ein Team aus Großbritannien (das als Mutterland des Tennis gilt) offiziell herauszufordern. Mit dem Einverständnis der beiden nationalen Tennisverbände konnte das Turnier stattfinden.

Das erste Spiel fand in Boston statt. Mit kleinen Unterbrechungen wurde das Match nun jährlich ausgetragen, wobei sich das Teilnehmerfeld ständig vergrößterte. Ursprünglich lautete der Name "International Lawn Tennis Challenge". Interessant ist, dass das Match immer wieder phasenweise von einzelnen Nationen dominiert wird. So etwa zwischen 1950 und 1967, in dem die Australier die stärksten Mannschaften entsendeten. Andere dominante Nationen sind USA, Großbritannien und Frankreich.

  • Deutschland gelangte 1970 ins Finale des Davis Cup, musste sich jedoch den USA geschlagen geben.
  • 1985 dann verlor Deutschland im Endspiel gegen Schweden.
  • Erst 1988 konnte Deutschland den Davis Cup zum ersten Mal gewinnen.
  • Es folgten Siege in den Jahren 1989 und 1989.

Tennisverband ändert Regeln beim Davis Cup

Gelb-schwarzer Tennisschläger liegt auf geöffneter Dose mit grünen Tennisbällen vor weißem Hintergrund
Tennis Balls and Racket © Michael Flippo - www.fotolia.de

Der Internationale Tennis-Verband (ITF) hat für den Davis-Cup eine Regeländerung eingeführt. Künftig fällt das fünfte Match weg, wenn ein Team bereits 3:1 führt und die Partie zuvor über vier Sätze ging.

Der Verband reagiert damit auf die Kritik von Trainern und Spielern, die über die überflüssige Belastung der bedeutungslos gewordenen Abschlusspartie geklagt hatten. Sollten sich beide Teams jedoch darauf verständigen, das letzte Match spielen zu wollen, wird es ausgetragen.

Führt ein Team bereits uneinholbar mit 3:0, werden die beiden folgenden Matches dennoch gespielt, wenn auch nur noch über zwei Gewinnsätze.

Die ATP Tour

Die ATP folgt dem Regelwerk der ITF und ist ihr unterstellt. Sie wurde im Jahr 1972 gegründet. Seinerzeit gab es Konflikte zwischen den männlichen Spielern, die durch die ATP geregelt werden konnten. Inzwischen hat die ATP auch die Aufgabe, die Spiele der ATP Tour zu vermarkten und zu organisieren.

Aufgaben der ATP

Für den Laien ist dieses System schwer zu überblicken. Im Jahr 2000 wurde deshalb zusätzlich zu dieser Punktwertung das Champions Race etabliert, bei dem die Zählung jeweils zu Beginn der Saison beginnt. Bei der Entwicklung orienterte man sich am Punktesystem der Formel 1.

Eine der Hauptaufgaben der ATP ist die Organisation der ATP Tour. In ihr wird eine Serie von Herren Tennis Matchs gespielt. Mittlerweile haben sich die meisten professionellen Tennisturniere der Serie der ATP angeschlossen, so vor allem die neun Masters Series Turniere.

Die Grand Slam Turniere dagegen sowie der weltberühmte Davis Cup zählen nicht zu den Turnieren der ATP Tour. Sie werden direkt von der ITF veranstaltet. Der Tennis Masters Cup dagegen, der am Ende jeder Saison ausgetragen wird, wird von der ATP und der ITF gemeinsam organisiert und durchgeführt.

Die ATP führt und verwaltet zudem noch die Weltrangliste der männlichen Tennisspieler. Sie wird durch ein Punktesystem ermittelt, das früher als Entry System bekannt war. Die Einstufung auf der Weltrangliste ist ausschlaggebend für die Setzlisten und die Startberechtigungen bei vielen Turnieren. Es werden dabei jeweils die in den letzten 52 Wochen gesammelten Punkte bewertet.

Das Amt des Executive Chairman

Der Präsident der ATP trägt den Titel des Executive Chairman / President. Im Augenblick hat Chris Kermode dieses Amt inne, bei dem ihm ein siebenköpfiges Board of Directors untersteht.

  • Dazu zählen jeweils drei Repräsentanten von großen Turnieren sowie
  • drei Repräsentanten aus den Spielerreichen.
  • Das Board of Directors wird ergänzt durch das Player Council mit 11 Mitgliedern und das Tournament Council mit 13 Mitgliedern.

Verdacht auf Wettbetrug – ATP-Match wird überprüft

Tennisspieler mit weißem und mit schwarzem Schweißband am Handgelenk schütteln sich die Hände über dem Netz
Concept for male tennis players © dima_sidelnikov - www.fotolia.de

Es wurden sehr hohe Wetteinsätze verzeichnet, als Christophe Rochus und Richard Bloomfield gegeneinander beim Rasenturnier "Hall of Fame" in Newport gegeneinander spielten. Das Tennis-Match war eigentlich keine Besonderheit, aber die Einsätze waren erstaunlich hoch.

Das war das Erstrundenspiel des ATP-Turniers. Ein Buchmacher im Internet hatte gemeldet, dass es Einsätze von 1,5 Millionen Euro gab, zudem eine herausstechende Strategie, was das Wetten anging. Bloomfield befindet sich auf Platz 552 auf der Weltrangliste, Rochus hingegen auf 160. Bloomfield gewann das Match jedoch mit 7:6 (7:1), 6:3.

Bislang hat sich noch keiner der Beteiligten dazu geäußert. Die Ermittlungen halten noch an. Jedoch war schon bei Bloomfields letzten Erstrundenspiel 2006 ähnliches beobachtet worden.

Tennis-Rasenturniere in Halle und London in die ATP World Tour 500 aufgenommen

Ausschnitt Tennisfeld, Rasen mit Spielfeldmarkierung und Tennisball
Campo da Tennis con Palla © RobertoM - www.fotolia.de

Die ATP (Association of Tennis Professionals) hat das Rasenturnier im westfälischen Halle in die Kategorie der 500er-Turniere auf der World Tour aufgewertet. Auch die parallel stattfindende Rasenveranstaltung im Londoner Queen's Club zählt ab 2015 zu dieser Kategorie. Ebenfalls dazu gehören die Wettbewerbe in Rotterdam, Barcelona, Hamburg, Tokio oder Peking.

Die ATP erhöht zudem das Gesamtpreisgeld für die 500er-Turniere von 17,6 Millionen US-Dollar (etwa 13 Millionen Euro) in diesem Jahr auf 30,8 Millionen Dollar im Jahr 2018.

Die ATP World Tour 500 umfasst eine Reihe von Turnieren. Der Name leitet sich davon ab, dass seit der Saison 2009 für den Sieg 500 Weltranglistenpunkte vergeben werden. Die Turniere der World Tour 500 sind in der Wertigkeit unterhalb der ATP World Tour Masters 1000, aber oberhalb der ATP World Tour 250 angesiedelt.

Die vier Grand Slam-Turniere, für die es ebenfalls Weltranglistenpunkte gibt, der Davis Cup sowie das Tennisturnier bei den Olympischen Spielen gehören offiziell nicht zur ATP Tour, da sie der Tennisweltverband ITF ausrichtet.

Die WTA-Tour - ein international renommiertes Turnier

Obwohl Tennis eine Sportart ist, die längst von Damen und Herren gleichermaßen intensiv ausgeübt wird, so sind doch die führenden Verbände nach Geschlechtern getrennt. Für den Damentennissport zeichnet die WTA verantwortlich, die auch die Tennisturniere im Profibereich der Damen ausrichtet. Das bekannteste Konglomerat an Turnieren ist die WTA Tour, die seit 2005 nach ihrem hauptsächlichen Sponsor "Sony Ericsson WTA Tour" umbenannt wurde.

Die WTA Tour ist damit eine hochrangige Turnierserie, die von der Spielerinnenvereinigung, der WTA durchgeführt und organisiert wird. Zur WTA-Tour gehören jedes Jahr weit über 50 Turniere, die auf allen Kontinenten ausgetragen werden.

Einteilung in verschiedene Klassen

Diese Turniere sind in verschiedene Klassen unterteilt:

  1. Am höchsten dotiert nach den WTA Tour Champions werden die vier Premier Mandatory Turniere,
  2. gefolgt von den fünf Premier-5 Turnieren.
  3. An dritter Stelle stehen die zehn Premier-10 Turniere, und
  4. am niedrigsten dotiert sind die 31 Internationalen Turniere.

Die Einteilung wird auch mit dem Begriff "Tiers" bezeichnet. Bei allen Turnieren der WTA können Punkte für die Weltrangliste erworben werden. Eine noch höhere Bedeutung als den oben genannten Turnieren kommt dabei jedoch den Grand Slam Turnieren bei, die vom Dachverband, der ITF ausgerichtet werden.

Bedeutung der WTA-Tour

Durch die hohe Verbreitung und Publikumswirksamkeit des Tennissports ergibt sich eine sehr hohe Bedeutung der WTA-Tour. Sie gilt inzwischen als die weltweite Nummer 1 im Profisport der Damen. Mehr als 2.200 Spielerinnen aus nahezu 100 Nationen sind in ihr repräsentiert und nehmen jährlich teil.

In über 30 Ländern werden mehr als 50 Turniere ausgetragen. Für die Saison 2011 wird mit einem nie dagewesenen Rekordpreisgeld in der Höhe von insgesamt mehr als 84 Millionen Dollar gerechnet. Diese Summe ist in der Geschichte des Profisports einzigartig.

Dürfen Tennis-Stars bald nicht mehr laut Stöhnen?

Spielerinnen sollen Punkte abgezogen werden, wenn sie bei jedem Schlag laut aufstöhnen

Nahaufnahme Frau beim Tennisspielen
tennis © karaboux - www.fotolia.de

Zu lautes Stöhnen im Tennis soll künftig Strafen nach sich ziehen. Dies erklärte die Chefin der Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen WTA, Stacey Allaster. Während eines Matches sollen den Spielerinnen Punkte abgezogen werden, wenn sie weiterhin bei jedem Schlag laut aufstöhnen sollten. Auch Geldbußen sind möglich.

Schummeln durch Stöhnen?

Wenn Spielerinnen stöhnen, müssen sie es sich eben abgewöhnen, erklärte Allaster. Jungen Athletinnen solle man das Stöhnen gar nicht erst beibringen, so die WTA-Chefin. Das Verbot sei dringend notwendig, teilte der ehemalige Tennis-Star Martina Navratilova mit. Schließlich sei das Stöhnen wie Schummeln. Es übertöne das Geräusch, das entsteht, wenn der Ball den Schläger trifft.

Stöhnen bis zur Schmerzgrenze

Falls erforderlich, soll ein "Stöhn-O-Meter" Spitzen-Spielerinnen wie Maria Scharapowa oder Victoria Asarenka zum Schweigen bringen. Als übertrieben gilt das Stöhnen dann, wenn der Lärmpegel einen Dezibel-Wert von 100 übersteigt. 80 bis 100 Dezibel erreichen

  • vorbeifahrende Lkws,
  • Motorsägen oder
  • Winkelschleifer.

Hier droht bei Dauerlärm bereits der Gehörschaden. Bei 110 Dezibel ist gewöhnlich die Schmerzgrenze erreicht. Kreissägen und Presslufthämmer liegen in diesem Bereich, aber auch der Lärm in Diskotheken.

Singapur ist der neue Austragungsort der WTA-Championships

Tennisball auf Tennisschläger auf weißem Hintergrund
tennis and balls isolated on the white © Elnur - www.fotolia.de

Seit 2011 ist Istanbul das Gastgeberland für die alljährlich stattfindenden WTA-Championships der acht besten Tennis-Spielerinnen.

Wie die WTA nun mitteilte, wird Istanbul in diesem Jahr zum letzten Mal Gastgeber sein. Von 2014 bis 2018 werden die WTA-Championships dann in Singapur ausgetragen, dass sich mit seiner Bewerbung gegen das chinesische Tianjin und das mexikanische Monterrey durchsetzen konnte.

Singapur ist damit der neunte Austragungsort der WTA-Championships, die erstmals im Jahr 1972 stattfanden.

Die Grand Slam Turniere

Der Name Grand Slam kommt von der englischen Übersetzung für "großer Schlag". Damit kann sowohl der tatsächlich ausgeführte Schlag mit dem Schläger gemeint sein, als auch die übertragene Bedeutung, dass der große Schlag einem großen Erfolg gleich kommt. Zu den Turnieren der alljährlichen Grand Slam Serie zählen:

  1. die Australian Open,
  2. die French Open,
  3. die Wimbledon Championships und
  4. die US Open.

Hohe Preisgelder und lebenslange Berühmtheit

Neben den Masters gehören sie zu den Turnieren, bei denen die höchsten Preisgelder erzielt werden. Auch bei der Vergabe der Weltranglistenpunkte sind die vier Grand Slam Turniere führend, nirgendwo sonst kann der Spieler so viele wichtige Punkte für die Wertung erreichen, und nirgendwo sonst ist dies so schwer.

Die Grand Slam Turniere werden alle gleich innerhalb von zwei Wochen gespielt. Dabei kommt das K.O.-System zur Anwendung. Sowohl Frauen als auch Männer spielen in den Grand Slam Turnieren, aber natürlich in separaten Wertungen. Es gibt Einzelspiele, Doppelspiele und Mixed Matches.

Gelingt es einem Spieler, Sieger in der Gesamtwertung der Grand Slam Turniere zu werden, so erreicht er damit eine meist lebenslange Berühmtheit. Die Namen der Gewinner sind häufig noch über viele Jahrzehnte hinaus bekannt. Der Grand Slam Sieger qualifiziert sich mit seinem Sieg für jedes andere Turnier und ist in der Einladungsphase meist heiß umworben.

Australian Open

Mit den Australian Open wird die Grand Slam Serie eröffnet. Sie finden jeweils im Januar in Melbourne statt. Der Melbourne Park stellt 24 Hartplätze bereit, die eigens für die Australian Open angelegt wurden.

Zwei Stadien mit großen Tribünen fassen extrem viele Zuschauer, denn die Australian Open sind ein großes Medienspektakel. Nicht zuletzt, weil sie auch das größte regelmäßig stattfindende Sportevent auf dem ganzen Kontinent sind.

Kurioses beim Australian Open

Strafe für sexy Outfits bei den Australien Open

Tennisspielerin sitzt auf der Bank neben dem Tennisplatz und trinkt aus einer Flasche
Tennis player drinking water © Boggy - www.fotolia.de

Auf dem Tennisplatz zählt nicht nur das Können der Damen, es wird auch genaues Auge auf die Bekleidung geworfen. Der Unparteiische der Australien Open Wayne McKewen fordert die Damenwelt des Tennis auf etwas mehr mit ihren Reizen zu geizen.

Die Outfits der Damen werden nun genauestens geprüft und bei zu leichter Bekleidung kann es zu einer Geldstrafe von bis zu 2000 australischen Dollar (ca. 1000 Euro) kommen. Zu kurze Röcke und leicht durchsichtige Tops, gesichtet zum Beispiel bei der 18-jährigen Französin Alizé Cornet sollen, sollen dem Tennisplatz fern bleiben.

Australien Open: Pinkelpause und andere Pannen

Junger Mann im Sportoutfit sitzt auf Tennisplatz und dehnt sich vor dem Tennisspiel
A young asian male tennis player stretching before playing © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

Die diesjährigen Australien Open waren ein echtes Highlight - eine Panne jagte die nächste, angefangen bei einem kleinen Missgeschick des Balljungen.

Dieser pinkelte sich nämlich plötzlich in die Hose und als ob das nicht schon peinlich genug wäre, wurde wegen ihm das Spiel für ganze 40 Minuten unterbrochen; der Platz musste getrocknet und gestreut werden, was sich ein wenig hinzog, da das Gas der Trockenmaschine aufgebraucht war. Und dann dauerte die Suche nach einem neuen Balljungen auch noch seine Zeit.

Zu guter Letzt erwies sich der 31-jährige brasilianische Tennisspieler Marcos Daniel als schlechter Verlierer, was dazu führte, dass er mit einem weiblichen Fan aneinander geriet. Ein Teammitglied konnte Daniel nach dem Handgemenge dann aber doch zurückhalten.

Extreme Hitze in Melbourne stoppt Tennisspieler bei Australian Open

Gelb-schwarzer Tennisschläger liegt auf geöffneter Dose mit grünen Tennisbällen vor weißem Hintergrund
Tennis Balls and Racket © Michael Flippo - www.fotolia.de

Seit drei Tagen herrscht bei den Australian Open in Melbourne eine unerträgliche Hitze mit Temperaturen von bis zu 42 Grad. Die Veranstalter haben jetzt die Konsequenzen gezogen und die letzte Stufe der "Extreme Heat Policy" in Kraft gesetzt.

Demnach wurden am gestrigen Tag in der Rod-Laver- sowie der Hisense-Arena die Dächer geschlossen. Auf den Außenplätzen verboten sie Partien bis 17.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr deutscher Zeit). Allerdings musste bei noch laufenden Begegnungen der gespielte Satz noch beendet werden.

Maria Scharapowa gewinnt Hitzeschlacht

Leidtragende dieser Regelung waren die ehemalige Tennis-Weltranglistenerste Maria Scharapowa (Russland) und ihre italienische Kontrahentin Karin Knapp, die ihren letzten Satz, in dem es in Melbourne keinen Tiebreak gibt, noch zu Ende spielen mussten. Nach 3:28 Stunden hatte Scharapowa die Hitzeschlacht mit 6:3, 4:6, 10:8 für sich entschieden.

Heute bis 44 Grad Celsius erwartet

Heute soll das Thermometer auf 44 Grad klettern. Die Rekordtemperatur im Januar stammt aus dem Jahre 1936 und liegt bei 45,6 Grad.

French Open

Auch als "Roland Garros Turnier" bekannt, sind die French Open das zweite Turnier der Grand Slam Serie. Sie werden zwischen Mai und Juni in Paris ausgetragen. Dabei stellen sie das einzige Turnier der Grand Slam Serie dar, das noch auf Sandplätzen ausgetragen wird.

Diese Besonderheit stellt hohe Anforderungen an die Spieler, denn der langsamere Belag wird heute nur noch selten verwendet. So dauern auch die einzelnen Matches länger und fordern höheren körperlichen Einsatz und eine bessere Ausdauer von den Athleten.

Kurioses Beweisfoto von Tennisprofi Sergej Stachowski bei den French Open

Tennisball liegt unter einem Schläger auf rotem Sandplatz
.tennis ball on a tennis court © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Bei anderen großen Tennisturnieren wird er bereits durchgeführt, der Videobeweis, ob ein Ball im Aus war oder eben nicht. Da dies bei den French Open 2013 immer noch nicht der Fall ist, hat der Tennisprofi Sergej Stachowski nun zu einem ungewöhnlichen Beweismittel gegriffen: seinem Handy.

Während der von ihm gespielte Ball Aus gegeben wurde, sah Stachowski die Sache ganz anders. Als ein Gespräch mit dem Schiedsrichter nichts brachte, zückte der Ukrainer das Handy, fotografierte den Bereich mit seinem Handy und gab an, sich mit dem Fotobeweis beim Oberschiedsrichter beschweren zu wollen.

Bereits bei einem früheren Turnier der ATP-Tour hatte Sergej Stachowski dies probiert, nun wird sich zeigen, wie der Oberschiedsrichter des französischen Grand Slam-Turniers damit umgehen wird.

Auf der ATP-Weltrangliste wird der aus der Ukraine stammende Tennisprofi derzeit auf Platz 101 geführt.

Wimbledon Championships

Benannt nach dem Austragungsort Wimbledon, eines Londoner Stadtteils, bilden die Wimbledon Championships das dritte Turnier der Grand Slam Serie. Sie werden jährlich im Juni und Juli ausgetragen und gelten als das prestigeträchtigste Turnier der ganzen Welt.

Rekordmatch! John Isner gewinnt nach 11 Stunden Spiel

Netz eines Tennisplatzes, im Hintergrund zwei Tennisspieler
Never give up © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de

Es war ein Spiel der Superlative. Wenn man das Match in Wimbledon von John Isner gegen Nicolas Mahut ansehen wollte, brauchte man gute Nerven. Und eine Menge Zeit. Insgesamt wurde das Spiel nämlich nach einer sagenhaften Gesamtspielzeit von genau 11 Stunden und 5 Minuten im siebten Satz mit dem fünften Matchball entschieden. Isner ging daraus als Gewinner hervor.

Ganze 112 Asse konnte er dabei für sich verbuchen, sein Gegner, der Franzose Mahut, erreichte 103. Das längste Spiel vor diesem Rekordmatch hatte auch immerhin knapp 6,5 Stunden gedauert. 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3), 70:68 war der Spielstand nach dem Elf-Stunden-Match.

Preisgelder in Wimbledon explodieren – Besonders für die Stars

Fliegende Euroscheine auf blauem Hintergrund, Geld
Flying money © Fantasista - www.fotolia.de

Tennisspieler wollen nicht nur gewinnen, die Teilnahme an einem Turnier muss sich auch finanziell lohnen. Spitzenspieler werden deshalb mit Antrittsgeldern gelockt, die teilweise ihr Preisgeld übersteigen. Weniger Prominente können sich dagegen kaum die Anreise leisten. Ausgerechnet der traditionsreiche All England Club, Veranstalter von Wimbledon, wagt hier nun einen Vorstoß.

Die Teilnahme am englischen Turnier soll für alle lukrativ sein. Dafür schüttet der Veranstalter rund 40 Prozent höhere Preisgelder aus. Bereits in den ersten drei Runden bliebe dann für die Spieler ausreichend Geld übrig, um neben den eigenen Kosten auch Trainer und andere Mitarbeiter zu bezahlen.

Für die Geringverdiener ist das eine enorme Verbesserung. Wer es ins Hauptfeld schafft, kann etwa 27.000 Euro einstreichen, 10.000 Euro mehr als Vorjahr. Für die Spieler an der Spitze macht das neue System allerdings einen noch größeren Unterschied. Der Sieger des Turniers streicht 450.000 Euro mehr ein.

Aus Sicht der Veranstalter wäre eine sozialere Verteilung auch wenig sinnvoll. Denn das Publikum zahlt den teuren Eintritt vorrangig, um Stars wie Federer oder Nadal zu sehen. Und diese nutzen ihren Einfluss nun, um die Preisgelder weiter nach oben zu treiben.

US Open

Die US Open werden im September ausgespielt. Ihre erste Austragung fand für die Herren im Jahr 1881 statt, für die Damen im Jahr 1887. Vom New Yorker Stadteil Queens sind sie inzwischen nach dem nahe gelegenen Flushing Meadows umgezogen.

Erst seit 1978 wird auf Hartplätzen gespielt. Die Finals finden für Herren traditionell an einem Sonntag, für Damen ebenso traditionell an einem Samstag statt.

Grundinformationen und Hinweise zu Tennisturnieren

  • Die berühmtesten Tennisturniere und Touren der Welt

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Tennis Balls and Racket © ASP Inc - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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