Tennis für Anfänger - mit diesen Grundlagen und Trainingstipps startet man durch

Junge Frau lacht, hält Tennisschläger hinter dem Kopf

Worauf Sie als Anfänger beim Tennis besonders achten sollten, und mit welchen Übungen Sie zu einem starken Schlag ausholen

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  • von Paradisi-Redaktion

Tennis zählt zu den klassischen Sportarten, die nie aus der Mode kommen. Zwar gibt es immer wieder Auf- und Abwärtstrend was die Spielerentwicklung vor allem im Breitensport betrifft, doch längst hat das Tennis einen festen Platz in der Vereins- und Verbandslandschaft. Gute Voraussetzungen also für Einsteiger und Anfänger, die nahezu an jedem Ort geeignete Trainingsmöglichkeiten finden können. Wer mit ein klein wenig Begabung und Ballgefühl gesegnet ist und unsere Trainingstipps für einen starken Arm beherzigt, der tut sich wesentlich leichter.

Tennisvereine sind häufig überlaufen und haben daher meist eine Mitgliederbeschränkung. Diese resultiert ganz pragmatisch aus der Anzahl der vorhandenen Traningsplätze und Trainingsmöglichkeiten. Denn jeder gut organisierte Verein möchte seinen Mitgliedern natürlich auch ein optimales Trainings- und Spielprogramm ermöglichen können.

Voraussetzungen und Erstausrüstung

Bevor Sie sich also an den Kauf der Ausrüstung machen, suchen Sie erst einmal nach einem Verein in Ihrer Nähe, bei dem Sie Aufnahme finden. Denn außerhalb von Vereinen ist das Tennisspiel nur sehr schwer möglich. Die meisten Plätze in Deutschland sind Vereinseigentum.

Trainingsstunden

Informieren Sie sich bei dieser Gelegenheit auch gleich nach den dortigen Trainingsmöglichkeiten für Anfänger. Häufig findet der Anfängerunterricht in der Gruppe statt, so dass feste Unterrichtszeiten vorgegeben werden müssen und nicht frei gewählt werden können. Einzelunterricht ist meist - aber nicht überall - eine Frage des Preises.

Generell ist der Tennissport mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Diese zeigen sich nicht nur in der Anschaffung einer kostspieligen Erstausrüstung, sondern fallen auch bei den laufenden Kosten ins Gewicht. So müssen meist zusätzlich zum Vereinsbeitrag noch Gebühren für die Platzmiete und das Training einkalkuliert werden.

Ausrüstung

Wenn Sie als Anfänger alles richtig machen möchten, dann sollten Sie sich auch beim Kauf Ihrer Ausrüstung von einem Fachmann beraten lassen und ein gutes Sportgeschäft aufsuchen. Bestellen Sie nicht einfach Ihr Material im Internet solange Ihnen das nötige Hintergrundwissen noch fehlt, denn dort bekommen Sie nicht die notwendige Beratung.

Leisten Sie sich für den Einstieg eine solide und ausbaufähige Ausrüstung, greifen Sie aber nicht zu absoluten Billigprodukten, da diese sehr häufig Defizite in der Handhabung und in der Qualität aufweisen.

Voraussetzung: Grundfitness

Bedenken Sie auch, dass Tennis ein sehr laufstqarker und intensiver Sport ist. Starten Sie also nicht bei Null, sondern erarbeiten Sie sich am besten vorab schon eine solide Grundkondition, die Sie zum Beispiel durch regelmäßiges Joggen schnell weiter ausbauen können. Lassen Sie sich vor Beginn der Trainerstunden von Ihrem Hausarzt untersuchen.

Tennisspieler sollten zweiten Sport zum Ausgleich betreiben

Nahaufnahme Frau beim Tennisspielen
tennis © karaboux - www.fotolia.de

Wissenschaftler der Loyola University in Chicago haben auf dem Kongress der International Society for Tennis Medicine and Science in Valencia, Spanien neue sportmedizinische Erkenntnisse präsentiert.

Demnach sollten sich vor allem jüngere Tennisspieler, die eine professionelle Karriere anstreben oder den Sport sehr exzessiv betreiben, nicht ausschließlich auf den gelben Filzball konzentrieren. Denn junge Tennis-Asse, die einer weiteren, anders gearteten sportlichen Betätigung nachgehen, fallen deutlich seltener verletzungsbedingt aus.

Die Forscher warnen deswegen Spieler, Eltern und Trainer davor, vor anstehenden Wettkämpfen ausgleichende Beschäftigungen zu vernachlässigen. Auch nach einer Verletzung sollte man nicht zu früh zum Tennis zurückkehren.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Studie mit 519 jungen Tennisspielern, die sich an Wettkämpfen des US-amerikanischen Tennisverbands beteiligten.

Trainingstipps für (angehende) Tennisspieler

Wie bei jedem anderen Sport auch, so kommt es beim Tennis auf die gelungene Mischung zwischen Kraft und Technik an. Diese beiden Komponenten gleichermaßen zu bedienen und aufeinander abzustimmen, das erfordert schon etliche Jahre an Übung und an Geduld. Wer zusätzlich mit ein klein wenig Begabung und Ballgefühl gesegnet ist, der tut sich wesentlich leichter.

Wer Kraft hat, und diese in seinen Schlag legen kann, der ist klar im Vorteil. Jedoch nützt dieser Vorsprung nichts, wenn der Spieler nur mit Gewalt, aber ohne die nötige Koordination auf seinen Ball eindrischt. Technikübungen stehen auf dem Weg zum erfolgreichen Tennis also fast noch weiter oben in der Hierarchie als Kraftübungen.

Übung macht den Meister

Die richtige Technik und das Ballgefühl erarbeitet man sich tatsächlich am besten in der Praxis. Das kann so geschehen, indem man die zur Verfügung stehende Trainingsstunde optimal zu nutzen versucht. Verzichtet man zum Beispiel auf das Spiel mit dem Partner, auf lange Ballwechsel und Konzentrationsphasen, so kann man im zur Verfügung stehenden Zeitraum wesentlich mehr Schläge unterbringen als gewohnt.

Deshalb trainieren viele gute Tennisspieler an der Wand oder mit der Ballwurfmaschine. Schnell prallen die Bälle von der Wand zurück, und mit hoher Frequenz kommen sie aus der Wurfmaschine geschossen. Die Anzahl der Gelegenheiten, einen Ball technisch gut zu retournieren, ist so um einiges höher. Nicht zuletzt heißt es, Übung macht den Meister.

Übrigens mit einem idealen Nebeneffekt: Auch der Schlagarm wird durch die höhere Beanspruchung mit gekräftigt.

Das Training an der Wand oder mit der Ballmaschine ist intensiver für den Schlagarm
Das Training an der Wand oder mit der Ballmaschine ist intensiver für den Schlagarm

Voraussetzung Krafttraining

Wer jedoch nur an der Technik feilt, das Krafttraining aber auslässt, der wird es im Turnier ebenfalls schwer haben. Grazile und leichte Bälle sind hier nicht immer gefragt. Krafttraining ist also angesagt. Idealerweise ist das Krafttraining zum Tennisspiel in einer separaten Trainingseinheit und einer ganz anderen Sportart zu absolvieren. Beispielsweise durch gezielte Übungen im Fitness-Studio.

Hier sollte der Spieler beide Arme gleichmäßig trainieren, um dem Krankheitsbild des Tennisarms vorzubeugen. Auch der Rücken und der Rumpf sollten gleichmäßig trainiert sein, da durch die oft einseitigen Bewegungen beim Tennis schnell Haltungsschäden entstehen können. Regelmäßiges Joggen sorgt für eine aufrechte Haltung und verbessert zudem die Kondition und Leistungsfähigkeit.

Grundinformationen und Hinweise zum Tennis

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: smiling tennis player © EastWest Imaging - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young woman playing tennis.High angle view.Forehand volley. © SolisImages - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: .tennis ball on a tennis court © Mikael Damkier - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Never give up © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Tennis Balls and Racket © ASP Inc - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: A young asian male tennis player stretching before playing © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

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