Regeln, Court und Ausrüstung der Sportart Squash

Beim Squash handelt es sich um ein Rückschlagspiel, welches Ähnlichkeiten zum Tennis und Badminton aufweist. Es wird allerdings in einem eigens dafür konzipierten Raum, dem so genannten Squashcourt, gespielt. Man trägt spezielle Hallenschuhe, um das dortige Parkett zu schonen. Man spielt allein oder als Doppel; dabei schlägt man den Ball an eine Wand, von der aus er wieder zurückgestoßen wird. Lesen Sie über die Regeln und Ausrüstung beim Squash.

Von Sarah Cramer

Der Squashcourt

Squash ist ein Rückschlagspiel, das an Tennis erinnert, aber auch Elemente aus dem Badminton aufgreift. Im Unterschied zum Tennis und zum Badminton wird es jedoch nicht auf einem Platz mit einem Netz gespielt, sondern in einem eigenen Raum, dem Court. Durch den besonderen Aufbau wird ermöglicht, die Wände in das Spiel mit einzubeziehen.

Größe des Feldes

Der Squashcourt ist ein in der Größe genau definierter Raum mit Linien, die ihn in bestimmte Bereiche einteilen. Der Raum selbst ist durch vier Wände begrenzt. Er ist 9,75 Meter lang und 6,40 Meter breit, die ursprüngliche Definition erfolgte jedoch in der Maßeinheit Fuß und lautete 32 Fuß in der Länge mal 21 Fuß in der Breite.

Das Squashspiel kann als Einzel (Gegner gegen Gegner) oder als Doppel (zwei Gegner gegen zwei Gegner) gespielt werden. Relativ selten sind spezielle Courts für das Doppelspiel zu finden. Sie verfügen über eine größere Breite, nämlich von 7,62 Metern oder 25 Fuß.

Squash kann im Einzel oder im Doppel gespielt werden
Squash kann im Einzel oder im Doppel gespielt werden

Die Maße der Wände

Die Wände des Courts unterscheiden sich und sind wie folgt definiert:

  • Stirnwand oder Vorderwand,
  • Rückwand und
  • zwei Seitenwände.

Deutlich sichtbare Markierungen, meist in roter Farbe, definieren das Spielfeld. An der Stirnwand findet sich zusätzlich eine 43 cm hohe Begrenzung, das Tin. Das Tin ist bei guten Courts mit einer losen Blende versehen. Berührt der Ball die Blende, so klappert sie gut hörbar. Ein Ball, der das Tin berührt, gilt als "Aus".

Um den Eindruck zu vermeiden, dass der Squashcourt ein beengter Raum ist, ist die Rückwand meist aus einer bruchsicheren Glasscheibe gestaltet. Sie hat zudem den praktischen Nutzen, dem Schiedsrichter und den Zuschauern den Blick in den Raum zu gestatten. Manchmal kann die Rückwand auch so gestaltet sein, dass die Spieler nicht nach draußen, die Zuschauer aber hinein blicken können.

Sehr wichtige und publikumswirksame Meisterschaften werden manchmal auch auf Courts gespielt, bei denen alle Seiten aus Glas bestehen. So können mehr Zuschauer untergebracht werden.

Die Ausrüstung

Ein typischer Bodenbelag im Squashcourt ist das Parkett, deshalb ist das Tragen von speziellen Hallenschuhen Vorschrift. Der Ball muss Eigenschaften besitzen, die auf dem Parkett ihre Sprungkraft voll entfalten können.

Gespielt wird mit speziellen Squashschlägern. Sie sind kleiner und leichter als Tennisschläger. Die Schlagfläche ist oval geformt. Die Squashbälle sind in etwa so groß wie Tischtennisbälle und sind aus Gummi (innen hohl).

Die Bälle sind mit farbigen Punkten markiert, die Auskunft darüber geben wie schnell die Bälle sind.

  • Blau bedeutet schnell,
  • rot steht für mittelschnelle Bälle,
  • weiß für langsame und
  • gelb markierte Bälle sind sehr langsam.

Für Anfänger sind die schnellen Bälle geeignet, während Profis mit langsamen Bällen spielen.

Diverse Schläger und Bälle für verschiedene Spielweisen

  • Squashschläger und -ball

    © Danicek - www.fotolia.de

  • Blauer Squashschläger und Squashball auf Holzboden

    © WavebreakmediaMicro - www.fotolia.de

  • Squashschläger und Squashbälle auf weißem Untergrund

    © MartesiaBezuidenhout - www.fotolia.de

Spielverlauf und -regeln beim Squash

Der Ball wird immer abwechselnd angenommen. Kommt er vor der Annahme 2mal auf dem Boden auf oder wird er ins Aus geschlagen, gibt es einen Aufschlagwechsel. Die Wände gehören mit zum Spielfeld, werden also ins Spiel mit einbezogen.

Aufschlag und Ballwechsel

Die Gegner teilen sich das Spielfeld und können sich darin frei bewegen. Für den Aufschlag stehen zwei Aufschlagfelder zur Verfügung. Der aufschlagende Spieler muss mit einem Fuß im Aufschlagfeld verbleiben, kann aber mit dem anderen hinaus treten.

Im Anschluss an den Aufschlag muss die Stirnwand über der Aufschlaglinie getroffen werden. Kommt der Ball anschließend im Viertel des Gegners auf, so gilt der Schlag als geglückt. Verliert der Aufschläger den Ballwechsel, so darf der Gegenspieler den nächsten Aufschlag ausführen.

Nach jedem Schlag muss der Ball die Vorderwand berühren, er darf dies aber auch indirekt über die Seiten- oder Rückwand tun. Der Ball darf den Boden nur einmal berühren, bevor er zurück geschlagen wird, jedoch darf er beliebig oft gegen die Seiten- oder Rückwand geschlagen werden.

Ein "Aus" wird gegeben, wenn der Ball oberhalb der roten Begrenzungslinien auf die Wand trifft oder das Tin berührt.

Punkte sammeln kann nur derjenige der Aufschlag hat. Zu Beginn des Spieles wird entschieden ob man über 2 oder 3 Gewinnsätze spielt. Jeder Spielsatz geht bis 9 Punkte.

Durch Squash wird vor allem die Schnelligkeit trainiert. Durch abruptes Stoppen und häufigen plötzlichen Richtungswechseln, werden Gelenke und die Wirbelsäule stark beansprucht. Squash ist also nicht für Leute mit Wirbelsäulen- oder Gelenkproblemen geeignet.

Der Letball

Ein wichtiger Spielzug ist der Letball. Es gilt die Regelung, dass der Gegenspieler während des Spiels nicht zu behindern ist, sondern dass ihm die Bahn möglichst rücksichtsvoll frei gemacht werden soll. Er soll den Ball ohne Behinderung spielen können, auch wenn dies bedeutet, dass der Gegner ausdrücklich zurück weicht.

Ist die unbehinderte Ballannahme nicht gewährt, so kann der Spieler der am Zug ist, den Ballwechsel einfach abbrechen. Dies ist zum Beispiel auch dann sehr sinnvoll, wenn ansonsten eine Verletzungsgefahr bestünde.

Bricht der Spieler den Ballwechsel ab, dann hat er das Anrecht auf einen Letball. Das bedeutet, dass der Ballwechsel einfach wiederholt wird. Ein Letball wird auch vergeben, wenn ein Spieler vom Ball getroffen wird.

Kein Anrecht auf einen Letball hat der Spieler jedoch dann, wenn ihm das Zurückschlagen des Balls gut möglich gewesen wäre, und er es dennoch nicht getan hat.

Wenn ein Spieler trotz Behinderung durch den Gegenspieler den Ball annimmt, ihn dann aber nicht korrekt schlagen kann, wird ebenfalls kein Letball vergeben.

  • Kurt Haymann und Ulrich Meseck Handbuch für Squash, Meyer & Meyer, 1997, ISBN 3891242638
  • Jahangir Khan Squash lernen leicht, schnell, gründlich, Delius Klasing, 2001, ISBN 3768808742
  • Ulrike Birkner und Peter Langhammer Squash. Technik, Taktik, Spiel, Falken, 2002, ISBN 3806818614
  • Daniel Becker Trainingsbuch Squash, Rowohlt Tb., 1998, ISBN 3499194686

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