15. März 2011
Hallenhockey als Abwandlung des klassischen Feldhockey ist vorwiegen in Mitteleuropa populär. Die führenden Spielnationen sind die Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich. Aufgrund wechselnder Witterungsbedingungen und häufig nicht vorhandener Spielflächen hat sich der Trend entwickelt, das Hockey mehr und mehr in die Halle zu verlegen. So entstand eine neue und eigenständige Sportart, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut.
Hallenhockey ist eine Mannschaftssportart, bei der das Ziel darin besteht, den Ball in das zwei Meter hohe gegnerische Tor zu schießen. Dabei darf der Ball nur mit der Flachseite des Schlägers befördert werden. Ein Torschuss darf nur aus dem markierten Schusskreis heraus erfolgen.
Das Spielfeld in der Halle ist durch Banden begrenzt. Die Größe des Spielfelds beträgt regulär 36x44 Meter, kann aber je nach Hallengröße variieren. Dabei müssen jedoch die Relationen von Länge und Breite gewahrt bleiben. Das Team besteht aus 5 Feldspielern und einem Torwart. Während des Spielverlaufs dürfen die Spieler fliegend ausgewechselt werden, dabei gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung. So wird der Spielverlauf schnell und interessant gehalten.
Der Ball muss flach gespielt werden, außer wenn es sich um einen direkten Schuss auf das Tor handelt. Hoch fliegende Bälle dürfen nicht gestoppt werden, außer vom Torwart. Ein Abschlag des Balls ist verboten. Der Ball erhält seine Dynamik durch ein kraftvolles Anschieben mit dem Schläger, darf aber nicht geschlagen werden.
Verstöße gegen die Regeln und Fouls werden meist mit Strafecken geahndet, in schwereren Fällen, bei denen Absicht zugrunde liegt, mit einem Siebenmeter. Unabsichtliche Regelverstöße ziehen einen Freischlag nach sich. Vollzieht ein Spieler zu viele Regelverstöße, so kann er ermahnt und anschließend mit der Grünen Karte verwarnt werden. Eine zweite Möglichkeit ist die Verhängung einer Zeitstrafe von 2-10 Minuten mit der Gelben Karte. Bei der zweiten Gelben Karte erfolgt wie beim Fußball ein Platzverweis.
Die Spielzeit beim Hallenhockey beträgt 2x30 Minuten und ist durch eine Pause unterbrochen. Bei den Spielen der Jugend sind die Spielzeiten häufig auch gekürzt, ebenso bei Turnieren, bei denen die Mannschaften mehrfach zum Einsatz kommen.
Interessant ist auch die Drei-Punkte-Regel: So darf der Ball nicht mehr berührt werden, wenn mehr als drei Punkte des Körpers den Boden berühren. Diese Regel sorgt dafür, dass vorwiegend im Stehen oder Laufen gespielt wird, und ein Gerangel auf dem Boden ausbleibt.
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