28. November 2011
Das DFB-Sportgericht hat den Zweitligisten Dynamo Dresden vom DFB-Pokal 2012/13 ausgeschlossen. Grund für dieses harte Urteil sind die schweren Ausschreitungen Dresdner Anhänger am 25. Oktober in Dortmund. Außerdem erhielt Gastgeber Borussia Dortmund wegen der Vorfälle eine Geldstrafe in Höhe von 8.000 Euro.
Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz begründete den Ausschluss mit der zunehmenden Gewalt in den Fußballstadien. Sie sei nie größer gewesen als in diesem Jahr. Lorenz warnte, dass es irgendwann Tote gäbe, wenn es so weiter gehe.
Beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden (2:0) hatten die Gäste-Fans während der Begegnung Böller und Raketen gezündet. Die Partie stand mehrfach kurz vor dem Abbruch. Es gab 17 Verletzte, 15 Festnahmen und einen Sachschaden im Gästebereich des Stadions von 150.000 Euro.
Ob Dynamo Berufung einlegen wird, muss der Verein binnen einer Woche entscheiden. Man wolle das Urteil erst eingehend prüfen, erklärte der Sportliche Leiter der Dresdner, Steffen Menze. Borussia Dortmund will die Geldstrafe nicht akzeptieren. Der BVB habe sich nichts zuschulden kommen lassen, ärgerte sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die Strafe sei lediglich "aus Gründen der Optik" erfolgt.
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