Dieser Tage kocht die Frage wieder hoch: Ist Frauen- mit Männerfußball vergleichbar? Für einen der erfolgreichsten Trainer im Frauenfußball stellt sich diese Frage gar nicht. Bernd Schröder, seit vielen Jahren Coach von Turbine Potsdam, ist davon überzeugt: Frauen- und Männerfußball sind zwei verschiedene Sportarten. Dennoch nennt sich beides Fußball und unterliegt denselben Regeln.
Aufgrund von genetischen und biomechanischen Voraussetzungen sieht die Ausübung dieses Sports bei Frauen und Männern jedoch ziemlich unterschiedlich aus. Die weibliche Muskulatur ist der des Mannes unterlegen. Daher haben Frauen in Schnelligkeit und Kraft das Nachsehen. Im Ausdauerbereich hat das weibliche Geschlecht aufgrund der fortschreitenden Professionalisierung aufgeholt.
Zugute kommt den kickenden Frauen ein tieferer Körperschwerpunkt. Dadurch sind sie wendiger, was beim Dribbeln von Vorteil ist. Deutlich im Nachteil sind die Torhüterinnen gegenüber den Torstehern. Hier ist der Leistungsunterschied am frappierendsten.
Dem weiblichen Geschlecht fehlt schlicht die Größe und Sprungkraft eines Torhüters. Ein Biomechaniker hat deshalb vorgeschlagen, die Tore bei den Frauen zu verkleinern oder die Bälle zu vergrößern, um den Nachteil auszugleichen. Trotz des körperlichen Rückstandes geht es auch im Frauenfußball hart zur Sache.
Eine Statistik weist vier von fünf Verletzungen als Konsequenz eines Zweikampfes aus. Die Verletzungsanfälligkeit bei Frauen ist zudem höher - besonders das Kreuzband im Knie ist gefährdeter, da die geringere Muskelmasse einen geringeren Schutz ausübt.
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