Wenn man bedenkt, was für Geschwindigkeiten ein Fussball erreicht nachdem er von einem Profikicker geschossen wurde, ist man sicherlich nicht scharf darauf, diesen mit dem Kopf anzunehmen. Während einige von uns sich mit Sicherheit ängstlich ducken würde, wenn solch ein Ball auf uns zugerast kommt, springen unsere Fussballhelden beherzt hoch und köpfen den Ball wuchtig Richtung Tor.

Natürlich freuen wir uns über jeden erfolgreich geköpften Ball, aber kommen hier und da doch auch mal ins Grübeln, ob die Kopfbälle auf Dauer nicht schädlich für die Fussballer sind.
Auch wer in der Freizeit Fussball spielt macht sich darüber eventuell manchmal Gedanken, ob er seinem Kopf nicht zuviel zumutet. Auch wenn die Fussbälle hier nicht die Geschwindigkeiten erreichen, wie bei den Profis.
Wie bei vielen Dingen, sind sich die Wissenschaftler bei dem Thema nicht einig. Während andere eine Gefahr in dem Köpfen von Bällen sehen, sind andere der Meinung, dass kein Grund zur Sorge besteht.
Oft wird der Aufprall beim Köpfen mit einem Boxschlag verglichen. Allerdings ist der Fussballer auf den Aufprall des Balles vorbereitet, da er ihn schließlich bewusst annimmt. Ein Boxer wird wohl kaum einen Schlag freiwillig annehmen, sondern wird von diesem meist überrascht.
Ausschlaggebend für die Kraft, die auf den Kopf ausgeübt wird, ist nicht nur die Geschwindigkeit des Balles, sondern auch der Winkel in dem er angenommen wird.
Geraten wird von den Experten, diesen wenn möglich mit der Stirn anzunehmen, da die Muskeln den Aufprall so am besten entgegen wirken können. Allerdings sollte der Ball nicht frontal nach vorne geköpft werden, sondern schräg abgefälscht werden. So bleibt die ausgeübte Kraft auf den Kopf kleinstmöglich.
Bei der Diskussion über die Gefahr von Kopfbällen wird angemerkt, dass die Gefahr im Vergleich zu früher geringer geworden ist. Die damaligen Lederbälle, haben sich bei Regen mit Wasser aufgesogen und wurden somit natürlich auch schwerer. Da die heutigen Bälle keinerlei Wasser mehr aufnehmen, kann sich deren Gewicht auch nicht verändern.
Und auch wenn es keine klare Studie zu der Gefahr von Kopfbällen gibt, so kann man nur hoffen, dass die Spieler keine bleibenden Schäden von sich tragen. Als eine kleine Entwarnung dürfte auch der Fakt dienen, dass die Spieler in der Regel keinerlei Prellungen an den Köpfen davon tragen. Der Aufprall der Bälle kann demnach nicht überaus hoch sein.
Wenn man nicht täglich einen von Beckham geschossenen Ball mit dem Kopf annimmt, dürfte es zu keinen großartigen Schäden kommen. Die größere Gefahr beim Köpfen ist wohl eher, dass sich zwei Spieler nicht einig sind und beim Versuch zu Köpfen mit ihren Köpfen zusammen prallen.
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