Die Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine

In ganz Europa bricht wieder das Fußballfieber aus: In jeweils vier Spielstätten in Polen und der Ukraine kämpfen die besten 16 Mannschaften aus Europa um den EM-Titel bei der UEFA EURO 2012. Bereits die Gruppenphase verspricht eine heiß umkämpfte Meisterschaft. Wir haben die wichtigsten Informationen zum Turnier für Sie zusammengestellt.

Polen und Ukraine werden Gastgeber der Fußball-EM 2012 und wir versorgen Sie mit allen relevanten Informationen dazu

Polen und Ukraine als Gastgeber der Fußball-EM 2012

Genau wie die Fußball-Weltmeisterschaften, finden auch die Fußball-Europameisterschaften im Vier-Jahres-Rhythmus statt. Nachdem die UEFA Euro 2008 in Österreich und der Schweiz ausgetragen wurde, richteten mit Polen und der Ukraine 2012 erneut zwei Länder das EM-Turnier aus.

Den Zuschlag für die UEFA Euro 2012 erteilte das Exekutivkomitee der UEFA (Union of European Football Associations) Polen und der Ukraine am 18. April 2007. Damit setzten sich die beiden osteuropäischen Länder gegen ihre Mitbewerber Italien sowie Kroatien und Ungarn, die ebenfalls eine gemeinsame Ausrichtung anstrebten, durch. Andere Bewerber waren bereits im Vorfeld gescheitert.

Tickets und Spielorte

Eintrittskarten für die Euro 2012 konnten ab dem Frühjahr 2011 erworben werden. Dabei gehörten sowohl Team-Tickets als auch Einzeltickets zum Angebot. Als Austragungsorte sind jeweils vier polnische und vier ukrainische Städte vorgesehen. Zu den polnischen Spielorten gehören:

  1. die Hauptstadt Warschau mit dem Nationalstadion, in dem das Eröffnungsspiel ausgetragen wird,
  2. Breslau mit dem Städtischen Stadion,
  3. Danzig mit der PGE Arena Gdansk sowie
  4. Posen mit dem Städtischen Stadion.

Als ukrainische Spielstätten sind vorgesehen:

  1. die Hauptstadt Kiew mit dem Olympiastadion Kiew, in dem das Endspiel stattfinden soll,
  2. Charkiw mit dem Metalist Stadium,
  3. Donezk mit der Donbas Arena und
  4. Lemberg mit dem Lemberg-Stadion.

Die einzelnen Stadien wurden zum Teil modernisiert oder neu errichtet. Daneben war auch ein umfangreicher Ausbau der Infrastruktur erforderlich.

Da die Vorbereitungen in den beiden Ländern zunächst sehr langsam verliefen, kam es zu heftiger Kritik an den Veranstaltern. Vor allem die Ukraine wurde kritisiert und sogar über einen kompletten Entzug der ukrainischen Austragungsorte spekulierte man.

2009 wurden jedoch sämtliche Spielorte von der UEFA bestätigt, sodass der Veranstaltung nichts mehr im Wege stehen sollte.

Qualifikation

Die Qualifikation für die UEFA Euro 2012, an dessen Endrunde 16 Teams teilnahmen, hatte bereits im August 2010 begonnen und endete am 15. November 2011. Da Polen und die Ukraine als Gastgeber gesetzt waren, spielten die restlichen 51 UEFA-Mitgliedsländer in neun Gruppen (A–I) um die verbleibenden 14 Startplätze.

Während sich die Gruppenersten sowie der beste Gruppenzweite direkt für das Turnier qualifizierten, mussten die restlichen Plätze von den verbliebenen acht Gruppenzweiten in Play-Offs ausgespielt werden. Das Eröffnungsspiel findet am 8. Juni 2012 in Warschau statt, während das Endspiel am 1. Juli 2012 in Kiew ausgetragen wird.

EM als Medienspektakel

Bereits vor der EM ging es rund um die Austragungsorte in den Medien heiß her. Besonders die Ukraine machte durch

  • die Haftskandale um Oppositionspolitikerin Timoschenko,
  • die Tötung von Straßenhunden und
  • die zweifelhafte Lage der Menschenrechte

eher negativ auf sich aufmerksam. In Polen dagegen ist von Korruptionsvorwürfen beim Fußballverband PZPN die Rede. Auch war lange Zeit nicht klar, ob pünktlich zur EM auch alle Stadien fertig und die Städte auf den Touristenansturm vorbereitet sein würden.

Inzwischen sind noch immer nicht alle Bau- und Bepflanzungsprojekte in Polen und der Ukraine abgeschlossen, doch das schmälert kaum die europaweite Vorfreude auf das Event. Die großen Fußballnationen freuen sich längst auf ein Turnier der Superlative.

Deutsche Nationalmannschaft als Hoffnungsträger

Das deutsche Team steht auf der Liste der Favoriten bereits ganz oben; das liegt nicht nur an den soliden Leistungen in den vergangenen Meisterschaften, sondern auch an einer rekordverdächtigen Qualifikationsphase, in der die deutsche Elf aus zehn von zehn Spielen als überlegene Mannschaft hervorging. Das daraus entstandene Torverhältnis von 37:7 demonstriert ebenso eine Überlegenheit in der Defensive.

Mit seinem diesjährigen EM-Kader setzt Bundestrainer Joachim Löw wie gewohnt auf die international erfahrenen Bayern:

  • Acht Top-Spieler vom FC Bayern-München werden für das deutsche Team antreten,
  • dazu vier Kicker der zuletzt höchst erfolgreichen Borussen aus Dortmund.
  • Viele bewährte Fußball-Helden wie Manuel Neuer, Mesut Özil, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez, Miroslav Klose und Lukas Podolski stehen fest im Kader.

Favoriten und Stolpersteine

Doch die deutsche Elf hat definitiv keinen einfachen Start - neben dem großen Druck, der durch die Favoritenrolle entsteht, steht mit Portugal, Dänemark und den Niederlanden eine Gruppe der europäischen "Schwergewichte" auf dem Programm, gegen die es sich zunächst durchzusetzen gilt.

Als weitere Favoriten auf den Titel gelten in diesem Jahr wieder die starken Spanier unter Trainer Vincente del Bosque und das dieses Jahr besonders junge und dynamische Team aus Italien. Einfach wird es also nicht für Joachim Löw und seine Nationalmannschaft, die nun bereits seit 16 Jahren auf den ersehnten Titel wartet.

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