Die Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine

Ein Fußball liegt vor dem Tor auf dem Rasen und wird von einem Flutlicht angeleuchtet

Polen und Ukraine werden Gastgeber der Fußball-EM 2012 und wir versorgen Sie mit allen relevanten Informationen dazu

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  • von Paradisi-Redaktion

In ganz Europa bricht wieder das Fußballfieber aus: In jeweils vier Spielstätten in Polen und der Ukraine kämpfen die besten 16 Mannschaften aus Europa um den EM-Titel bei der UEFA EURO 2012. Bereits die Gruppenphase verspricht eine heiß umkämpfte Meisterschaft. Wir haben die wichtigsten Informationen zum Turnier für Sie zusammengestellt.

Fußball: Medizin für den Notfall - Was gehört in den Arztkoffer?

Fußballspieler sitzt am Boden und ist verletzt, sein Bein wird mit Kühlspray gekühlt
soigneur © daniel sainthorant - www.fotolia.de

Wer sich für Sport interessiert, hat es schon häufiger gesehen: Ein Spieler wälzt sich nach einem Foulspiel am Boden und will oder kann nicht mehr aufstehen. Der Mannschaftsarzt oder Physiotherapeut rennt auf den Platz, um dem verletzten Akteur beizustehen. Dabei ist meist eine Tasche voller Utensilien. Doch was ist eigentlich genau in solch einem Behältnis?

In einem Notfallkoffer befinden sich Eisspray, Kältekissen, verschiedene Öle, aber auch Bandagen, Pflaster und Verbände. Geht es einmal heftiger Zur Sache, können auch Hyperventilationsmaske und Atemspendegerät zum Einsatz kommen. Aus Hygienegründen dürfen Mundschutz und Einmalhandschuhe nicht fehlen.

Rasseln zwei Spieler beim Kampf um den Ball mit dem Kopf zusammen, entstehen schnell stark blutende Platzwunden. Hautkleber für kleinere Verletzungen sowie Hautklammergeräte für die größeren gehören genauso zur ärztlichen Ausstattung wie blutstillende Produkte oder Hautverschlussstreifen.

Leider kommt es im Leistungssport immer wieder zu dramatischen Zwischenfällen. So verstarb vor kurzem der norwegische Schwimm-Weltmeister Dale Oen an einem Herzstillstand. Auch auf dem Fußballplatz hat es solche tödlichen Unfälle bereits gegeben. Daher sind die Stadien, auch bei der Europameisterschaft ab 8. Juni, mit Defibrillatoren ausgerüstet, um Spieler im Falle eines plötzlichen Herztodes reanimieren zu können. In den Katakomben steht zudem noch eine mobile Herz-Lungen-Maschine.

Glücklicherweise sind solche Zwischenfälle eher selten. Häufiger kommt es zu Verletzungen an Bändern, Knochen und Gelenken. Gerade die Knie und Fußgelenke sind bei Fußballern besonders anfällig.

Trotz aller modernen Behandlungsmethoden sind immer noch die Verletzungen am besten, die gar nicht erst entstehen. Ein gutes Training kann dazu beitragen, neuralgische Stellen am Körper wirkungsvoll zu schützen.

Bei der EM tritt neue Gelbe-Karten-Regel in Kraft

Ausschnitt Frauenbeine beim Fußballspiel auf Rasen
Girl fighting for Soccer Ball © Destinyvp - www.fotolia.de

Die UEFA hat bekannt gegeben, dass es bei internationalen Turnieren ab sofort eine neue Regelung bezüglich gelben Karten und eventuellen Sperren gibt. So ist nun ein Spieler, der sich im Halbfinale die zweite gelbe Karte des Turniers abholt, nicht mehr für das eventuelle Endspiel gesperrt.

Dies kam in den vergangenen Jahren häufiger vor, so traf dieses Schicksal unter anderem Michael Ballack, Laurent Blanc oder Andreas Möller. Ab sofort werden gelbe Karten nicht schon nach der Vorrunde, sondern erst nach dem Viertelfinale gelöscht.

UEFA-Präsident Michel Platini sagte, dass ihm diese Regeländerung besonder auf dem Herzen lag, jetzt endlich konnte sie durchgesetzt werden.

Namen für Fußball-EM-Maskottchen sind gewählt

Zuschauer, Fußballfans im Stadion
Fußball, Fans, Zuschauer, Köln © Blacky - www.fotolia.de

Die Maskottchen für die kommende Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine stehen fest: Slavek und Slavko soll das Zwillingspärchen mit der Sturmfrisur heißen, wie die EM-Organisatoren in Kiew bekannt gaben.

Gewählt wurden die Namen bei einer Internet-Umfrage, an der sich knapp 22.000 Menschen beteiligt haben. Mehr als die Hälfte von ihnen fand Slavek und Slavko gut.

Der Slogan "Creating history together" ("Gemeinsam Geschichte schreiben") und das Logo standen bereits fest. Das Eröffnungsspiel der EM wird am 8. Juni 2012 in der polnischen Hauptstadt Warschau stattfinden, das Finale ist für den 1. Juli in Kiew geplant.

EM-Song kommt von Roger Cicero

Einsicht in Fußballstadion, London
Emirates Football Stadium View © Amrit G - www.fotolia.de

Wenn die deutsche Nationalelf in diesem Jahr zur Europameisterschaft in die Ukraine und nach Polen reist, werden Sportler und Fans musikalisch von Roger Cicero begleitet, denn sein Song "Für nichts auf dieser Welt" wurde zur offiziellen EM-Hymne ernannt.

Für Oliver Bierhoff ist Ciceros Song einfach perfekt für diesen Anlass. Die Zeile "An Tagen wie diesen werden Sterne geboren" sei ihm direkt aufgefallen, so der Manager.

Polen und Ukraine als Gastgeber der Fußball-EM 2012

Genau wie die Fußball-Weltmeisterschaften, finden auch die Fußball-Europameisterschaften im Vier-Jahres-Rhythmus statt. Nachdem die UEFA Euro 2008 in Österreich und der Schweiz ausgetragen wurde, richteten mit Polen und der Ukraine 2012 erneut zwei Länder das EM-Turnier aus.

Den Zuschlag für die UEFA Euro 2012 erteilte das Exekutivkomitee der UEFA (Union of European Football Associations) Polen und der Ukraine am 18. April 2007. Damit setzten sich die beiden osteuropäischen Länder gegen ihre Mitbewerber Italien sowie Kroatien und Ungarn, die ebenfalls eine gemeinsame Ausrichtung anstrebten, durch. Andere Bewerber waren bereits im Vorfeld gescheitert.

Tickets und Spielorte

Eintrittskarten für die Euro 2012 konnten ab dem Frühjahr 2011 erworben werden. Dabei gehörten sowohl Team-Tickets als auch Einzeltickets zum Angebot. Als Austragungsorte sind jeweils vier polnische und vier ukrainische Städte vorgesehen. Zu den polnischen Spielorten gehören:

  1. die Hauptstadt Warschau mit dem Nationalstadion, in dem das Eröffnungsspiel ausgetragen wird,
  2. Breslau mit dem Städtischen Stadion,
  3. Danzig mit der PGE Arena Gdansk sowie
  4. Posen mit dem Städtischen Stadion.

Als ukrainische Spielstätten sind vorgesehen:

  1. die Hauptstadt Kiew mit dem Olympiastadion Kiew, in dem das Endspiel stattfinden soll,
  2. Charkiw mit dem Metalist Stadium,
  3. Donezk mit der Donbas Arena und
  4. Lemberg mit dem Lemberg-Stadion.

Die einzelnen Stadien wurden zum Teil modernisiert oder neu errichtet. Daneben war auch ein umfangreicher Ausbau der Infrastruktur erforderlich.

Da die Vorbereitungen in den beiden Ländern zunächst sehr langsam verliefen, kam es zu heftiger Kritik an den Veranstaltern. Vor allem die Ukraine wurde kritisiert und sogar über einen kompletten Entzug der ukrainischen Austragungsorte spekulierte man.

2009 wurden jedoch sämtliche Spielorte von der UEFA bestätigt, sodass der Veranstaltung nichts mehr im Wege stehen sollte.

Fußball-EM: 600 Euro für die teuerste Karte

Pyrolichter bei Fußballturnier, jubelnde Fans in Menschenmenge
Soccer match between Partizan and Red Star © nemar74 - www.fotolia.de

Am 1. März startet der Ticketverkauf für die 14. Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Jetzt gab der Europäische Fußballverband UEFA die Preise für die Eintrittskarten bekannt. Wer sich besonders viel Komfort gönnen möchte, muss 600 Euro für ein Ticket bezahlen. Die billigste Karte ist schon für 30 Euro zu haben. Die UEFA reagierte damit auf die geringe Kaufkraft der einheimischen Bevölkerung in den Gastgeberländern.

Am 1. März beginnt im Internet die erste Verkaufsphase für Tickets. Sie dauert bis zum 31. März. Karten sind auf der offiziellen Webseite der UEFA erhältlich. Etwa ein Viertel der Tickets ist für Sponsoren, Prominente und Funktionäre reserviert.

Fußball-EM: Bier wird teurer - Preisanstieg um bis zu 20 Prozent

Fließband mit abgefüllten Bierflaschen in einer Brauerei
Fliessband in einer Brauerei // bottles in brewery © industrieblick - www.fotolia.de

Selbst FIFA-Präsident Joseph "Sepp" Blatter weiß: "Bier ist sehr populär bei Fußballfans. Fans verlangen nach Bier." Daher ist es auch keine große Überraschung, dass rechtzeitig zu Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Polen die Preise für das Getränk anziehen werden. Um bis zu 20 Prozent soll sich Bier in unserem Nachbarland verteuern. Dies berichten polnische Medien.

Insgesamt 800 000 Fußballbegeisterte werden zur EM anreisen. Gerade die Fans aus Irland, England und Tschechien haben meist großen Bier-Durst. Verantwortlich für dir gestiegenen Preise sind jedoch nicht allein die Kneipenbesitzer. Auch die Lieferanten verlangen mehr Geld für den Gerstensaft.

Damit sie nicht durstig im Stadion sitzen, sollten Fußballanhänger auf alle Fälle rechtzeitig mit dem Sparen beginnen.

UEFA-Präsident Platini kritisiert heftig die Hotelpreise zur EM 2012

Pariser Hotel bei Abenddämmerung
Illuminated Parisian hotel sign taken at dusk © Brian Jackson - www.fotolia.de

Groß ist der Ärger bei Michel Platini. Der Präsident des europäischen Fußballverbandes UEFA kritisiert heftig die Preispolitik in der Ukraine. Dort erhöhen die Hotels massiv die Zimmerpreise zur Fußball-EM. "Betrüger und Ganoven" seien dort am Werk, so Platini.

Teilweise sind die Kosten für eine Übernachtung von 28 auf 500 Euro gestiegen. Experten gehen davon aus, dass die Hotels in der Ukraine im Sommer zu den teuersten der Welt zählen werden. Grund für diese Entwicklung soll der zunehmende Einfluss der Mafia sein, die zahlreiche Hotels unter ihre Kontrolle gebracht hat. Vereinbarungen mit Reiseveranstaltern haben die Kriminellen sofort gekündigt.

Nun fordert Platini die Politik und die Justiz der Ukraine zum Handeln auf. Sonst, droht der UEFA-Präsident, würden keine Fans zur Europameisterschaft vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 reisen.

Auch die deutsche Mannschaft spielt ihre Vorrunde in der Ukraine. In Lemberg und Charkiw treffen die Mannen von Bundestrainer Löw auf Portugal, die Niederlande und Dänemark. Auch dort schnellen die Zimmerpreise in astronomische Höhen.

Abzocke geht nach hinten los: In polnischen Hotels sind noch Betten frei

Einsicht Luxus-Hotelzimmer
five stars 2 © thierry burot - www.fotolia.de

Es war vorauszusehen gewesen: Nachdem polnische Hoteliers in den vier EM-Städten Warschau, Breslau, Danzig und Posen mit dreisten Wucherpreisen für ihre Zimmer Kapital aus der Fußball-EM schlagen wollten, stehen nun viele Hotelzimmer leer. Die Preise sind daher im freien Fall und liegen nun teilweise sogar unter Vorjahresniveau.

Dies berichtete die polnische Zeitung Rzeczpospolita am Donnerstag, die sich auf eine Aussage der Buchungszentrale für Fußballfans bezog. Um zu vermeiden, dass sich ausländische Besucher, die bereits im Voraus die horrenden Preise gezahlt hatten, nun geprellt fühlen, tauchen die Hotels lediglich als „No Name Angebot“ in der Liste der noch freien Hotels auf, die über „Polishpass“ gebucht werden können.

Zwei Wochen vor dem Anpfiff der ersten Begegnung in Polen ist die Auswahl jedenfalls noch groß – und auch Last Minute dürfte ganz sicher noch einiges zu machen sein.

Qualifikation

Die Qualifikation für die UEFA Euro 2012, an dessen Endrunde 16 Teams teilnahmen, hatte bereits im August 2010 begonnen und endete am 15. November 2011. Da Polen und die Ukraine als Gastgeber gesetzt waren, spielten die restlichen 51 UEFA-Mitgliedsländer in neun Gruppen (A–I) um die verbleibenden 14 Startplätze.

Während sich die Gruppenersten sowie der beste Gruppenzweite direkt für das Turnier qualifizierten, mussten die restlichen Plätze von den verbliebenen acht Gruppenzweiten in Play-Offs ausgespielt werden. Das Eröffnungsspiel findet am 8. Juni 2012 in Warschau statt, während das Endspiel am 1. Juli 2012 in Kiew ausgetragen wird.

UEFA schüttet 100 Millionen Euro an Fußball-Vereine aus

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Kurz nach der Fußball-Europameisterschaft, die zum wiederholten Male das Team aus Spanien gewann, gab der UEFA-Präsident Michel Platini bekannt, dass in den kommenden Tagen rund 100 Millionen Euro an über 580 Vereine ausgeschüttet werden. Die Clubs erhalten von der UEFA für jeden Fußballer bares Geld, welcher für die Qualifikationsspiele sowie Endrunden der EM in Polen sowie der Ukraine aufgelaufen ist.

Während bei der letzten Europameisterschaft lediglich 55 Millionen an rund 180 Clubs gezahlt wurde, verdoppelten sich bei der jetzigen EM die Auszahlungen an die Vereine. Rund 60 Millionen Euro gehen demnach an die Clubs, deren Spieler an der Endrunde teilgenommen haben, während die verbleibenden 40 Millionen Euro an Vereine gezahlt werden, dessen Fußballer bei Qualifikationen spielten.

Mit der hohen Geldausschüttung will die UEFA sämtliche Clubs belohnen, welche mit ihren Spielern ebenso zum Erfolg der Europameisterschaft beigetragen haben.

EM als Medienspektakel

Bereits vor der EM ging es rund um die Austragungsorte in den Medien heiß her. Besonders die Ukraine machte durch

  • die Haftskandale um Oppositionspolitikerin Timoschenko,
  • die Tötung von Straßenhunden und
  • die zweifelhafte Lage der Menschenrechte

eher negativ auf sich aufmerksam. In Polen dagegen ist von Korruptionsvorwürfen beim Fußballverband PZPN die Rede. Auch war lange Zeit nicht klar, ob pünktlich zur EM auch alle Stadien fertig und die Städte auf den Touristenansturm vorbereitet sein würden.

Inzwischen sind noch immer nicht alle Bau- und Bepflanzungsprojekte in Polen und der Ukraine abgeschlossen, doch das schmälert kaum die europaweite Vorfreude auf das Event. Die großen Fußballnationen freuen sich längst auf ein Turnier der Superlative.

EM-Zeit ist Kumpel-Zeit für Männer

Drei junge Männer auf Couch beim Fußballgucken
Football fans © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Dass Sportereignisse nicht unbedingt zu den romantischsten Dingen im Leben gehören, ist allgemein bekannt. Eine Umfrage der Online Partnervermittlungsagentur Parship, die von Innofact durchgeführt wurde, bestätigt dies jetzt auch für die aktuelle Fußball-Europameisterschaft, die im Juni 2012 in Polen und der Ukraine beginnt.

Rund 1.000 Probanden zwischen 18 und 69 Jahren wurden dabei nach ihren Gewohnheiten und Vorlieben beim Fußballschauen befragt. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Für fast ein Drittel aller befragten Männer ist der Kumpel liebster Guck-Partner bei der EM. Für romantische Liebesschwüre auf der Couch bleibt da kein Platz.

Doch damit nicht genug: Noch mehr Männer gaben an, dass sowohl extremer Freizeitlook (inklusive Unterhemd!) wie auch zotige Unterhaltungen zu einem gelungenen EM-Abend dazugehörten. Bei Frauen kommt dies offenbar weniger gut an - nur etwa jede fünfte ist selbst im Ballfieber und möchte kein Spiel verpassen.

Public Viewing beim Fußball - so kann die Damenwelt punkten

Sechs jugendliche Freunde sitzen mit Popcorn vor dem Fernseher und jubeln
Friends Watching Sport Celebrating Goal © Monkey Business - www.fotolia.de

Während man die männlichen Zuschauer oftmals nicht ansprechen kann, während sie auf die Glotze starren, lieben es die Frauen, beim Public Viewing zu quatschen - beispielsweise über die Frisuren der sexy Fußballer. Damit gehen sie wiederum der Männerwelt auf die Nerven. Fürs Flirten ist beim Rudelgucken also kein Platz - oder vielleicht doch? Es gibt einige Tipps, die Frau beherzigen kann, um IHM selbst beim Fußballgucken aufzufallen.

So sollte eine Frau nie von den Spielern schwärmen, schließlich handelt es sich hier nicht um Models, sondern in erster Linie um Sportler - so sieht das die Männerwelt jedenfalls. Frauengespräche sollte generell während der Spielzeit lieber vermieden werden, genau so wie "kluge" Zwischenrufe oder ein übertriebenes Jubeln. Auch sollte man während des Spiels nicht unbedingt aufstehen und den Jungs die Sicht versperren.

Stattdessen - so die Ansicht der Männer - sehen diese es gerne, wenn die Frau sich zumindest ein Basiswissen aneignet. Versteht sie irgendetwas nicht, darf sie auch ruhig mal nachhaken. Weiterhin ist ein Nachschub an Bier immer gern gesehen, genau so wie ein passendes Outfit.

Deutsche Nationalmannschaft als Hoffnungsträger

Das deutsche Team steht auf der Liste der Favoriten bereits ganz oben; das liegt nicht nur an den soliden Leistungen in den vergangenen Meisterschaften, sondern auch an einer rekordverdächtigen Qualifikationsphase, in der die deutsche Elf aus zehn von zehn Spielen als überlegene Mannschaft hervorging. Das daraus entstandene Torverhältnis von 37:7 demonstriert ebenso eine Überlegenheit in der Defensive.

Mit seinem diesjährigen EM-Kader setzt Bundestrainer Joachim Löw wie gewohnt auf die international erfahrenen Bayern:

  • Acht Top-Spieler vom FC Bayern-München werden für das deutsche Team antreten,
  • dazu vier Kicker der zuletzt höchst erfolgreichen Borussen aus Dortmund.
  • Viele bewährte Fußball-Helden wie Manuel Neuer, Mesut Özil, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez, Miroslav Klose und Lukas Podolski stehen fest im Kader.

Favoriten und Stolpersteine

Doch die deutsche Elf hat definitiv keinen einfachen Start - neben dem großen Druck, der durch die Favoritenrolle entsteht, steht mit Portugal, Dänemark und den Niederlanden eine Gruppe der europäischen "Schwergewichte" auf dem Programm, gegen die es sich zunächst durchzusetzen gilt.

Als weitere Favoriten auf den Titel gelten in diesem Jahr wieder die starken Spanier unter Trainer Vincente del Bosque und das dieses Jahr besonders junge und dynamische Team aus Italien. Einfach wird es also nicht für Joachim Löw und seine Nationalmannschaft, die nun bereits seit 16 Jahren auf den ersehnten Titel wartet.

Fußball-EM: Deutschland spielt gegen Portugal, Niederlande und Dänemark

Weibliches Auge mit Pupille in Deutschlandfarben
german eye © Phototom - www.fotolia.de

Am letzten Freitag wurden im Nationalen Kunstpalast in Kiew vor 1200 geladenen Gästen die Gruppen für die Fußball Europameisterschaft 2012 ausgelost. Deutschland hat die schwierige Gruppe B erwischt. Die Gegner sind Portugal am 9. Juni in Lwiw, die Niederlande am 17. Juni in Charkow und der Abschluss wird wiederum in Lwiw gegen Dänemark stattfinden. Allerdings konnte die deutsche Nationalmannschaft alle drei Teams in der Vergangenheit schon mehrfach schlagen.

Es ist also keine unlösbare Aufgabe für die Jungs von Trainer Jogi Löw, der sich nach der Auslosung auch relativ gelassen gab und von einer ausgeglichenen Gruppe sprach. Wenn die Deutschen nach den drei Gruppenspielen auf Platz 1 oder 2 stehen, dürfen sie das Viertelfinale gegen eine Mannschaft aus der Gruppe D spielen. Darin sind vertreten: Polen, Griechenland, Russland und Tschechien.

Die Fußball-EM wird vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 in der Ukraine und in Polen stattfinden. Von heute an sind das noch 185 Tage. Bei der letzten EM wurde Deutschland Vizemeister hinter Spanien.

Charkows Hotels ausgebucht - wo sollen Fußballfans unterkommen?

Weiße, ältere Hauswand mit der Aufschrift Hotel
hotel © Martina Berg - www.fotolia.de

Am 14. Juni 2012 findet das Vorrundenspiel Deutschland gegen Holland im ukrainischen Charkow statt. Auch wenn es bis dahin noch ein bisschen dauert, scheint das Chaos jetzt schon perfekt zu sein, denn angeblich sind alle 40 Hotels in der Stadt bereits ausgebucht zu sein.

Jeder der beiden Vereine bekommt 6.000 Karten, die an Fans verkauft werden können, doch die Frage, wo diese schlafen sollen, hat man sich möglicherweise zu spät gestellt. Ganz aussichtslos scheint es allerdings noch nicht zu sein, denn 12 Kilometer vom Stadion entfernt wird man die Möglichkeit haben, auf einem Zeltplatz zu übernachten: für 48 Euro gibt es Zelt, zwei Isomatten und Schlafsäcke. Das Platzangebote beschränkt sich auf 300 Schlafmöglichkeiten, also alles andere als ausreichend. "Wir arbeiten jetzt fieberhaft an Möglichkeiten, wie unsere Fans nach Charkow kommen", so ein Sprecher des DFB-Fan-Club Nationalmannschaft.

Studie: Die Vorfreude auf die EM hebt die Stimmung in Deutschland

Deutschlandflaggen in einer Menschenmenge
deutschlandflagge © Michael Homann - www.fotolia.de

Die EM wirft positive Schatten. Zwei Wochen vor Beginn des Fußball-Großereignisses spüren viele Deutsche eine stimmungsaufhellende Vorfreude. Das ergab eine Zuversichtsstudie der Allianz und der Universität Hohenheim.

Insgesamt freuen sich 23 Prozent der Befragten auf die EM. Bei den Männern sind es 36 Prozent, bei den Frauen immerhin 12. 36 Prozent der Unter-30-Jährigen freuen sich auf die EM, aber nur 13 Prozent der Über-50-Jährigen. Professor Frank Brettschneider erklärt sich diese Freude mit der guten Erinnerung an vergangene EMs und WMs und der Aussicht auf viel Spaß und Spannung unter einem warmen Sommerhimmel.

Das deutsche EM-Team ist das jüngste des ganzen Turniers

Ausschnitt Deutschlandfahne
Rendered german flag © Huebi - www.fotolia.de

Mit einem Durchschnittsalter von 24,4 Jahren ist die deutsche Nationalmannschaft das jüngste Team der kommenden EM. Der jüngste deutsche Spieler ist Mario Götze mit 19 Jahren. Der 33-jährige Miroslav Klose ist der älteste deutsche Nationalspieler. Das zweitjüngste EM-Team haben die Polen mit einem Durchschnittsalter von 25,1 Jahren.

Die älteste Mannschaft haben die Russen mit einem Schnitt von 28,4 Jahren. Der älteste Spieler des gesamten Turniers ist der griechische Torwart Konstantinos Chalkias mit 38 Jahren, der jüngste Spieler der EM ist der 18-jährige Niederländer Jetro Willems.

Jogi Löw schenkt seinen Spielern Shamballa-Armbändchen

Fußballteam in roten Trikots im Kreis auf Fußballfeld
Soccerteam © L.F.otography - www.fotolia.de

Man wusste ja schon viel über Bundestrainer Jogi Löw, aber das ist wirklich neu: Jogi Löw ist Esoteriker. Er glaubt an die Kraft von Shamballa-Armbändchen. Das sind kleine Perlenketten aus Hämatit-Kugeln. Bekannt wurden sie durch die US-Stars Justin Bieber und Paris Hilton.

Solche Bändchen gibt es für zwei Euro in jedem Esoterikladen. Löw schenkte nun allen seinen Spielern solche indischen Glücksbringer. In jedes Bändchen sind die Initialen der Träger eingraviert. Die Talismane sollen positive Energie und Zusammenhalt bringen. Auf dem Feld werden Özil und Co die Dinger aber nicht tragen dürfen. Diese Geschichte erzählte der Bundestrainer in einem Interview mit dem Männer-Magazin "Playboy".

Darin gestand er auch, dass er sich mit seinem Trainerstab vor jedem Spiel über passende Kleidung berät. Hoffen wir, dass die Shamballa-Bändchen den deutschen Spielern wirklich Glück bringen. Sie werden es wohl brauchen.

Fast jeder zweite Deutsche ist sicher: Wir werden Europameister!

Kleiner Junge mit Fußballtrikot liet auf Rasen, Deutschlandfan
liegender Fußballfan © Manuel Tennert - www.fotolia.de

Das Vertrauen in die Elf von Jogi Löw ist groß: 42% der Deutschen sind sicher, dass die Nationalelf bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine den Titel gewinnen wird. Auf dem zweiten Platz landete Favorit Spanien mit 15% der Stimmen, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden mit je 3% der Stimmen. Nur zwei Prozent setzen auf Italien und Portugal, während sich die anderen Teilnehmerländer England und Dänemark, sowie die beiden Gastgeber Polen und Ukraine mit je 1% zufriedengeben müssen. Dies ergab eine Umfrage von Forsa im Auftrag von RTL.

Von denen, die nicht glauben, dass Deutschland den Titel gewinnt, erwarten immerhin 40% eine Teilnahme am Halbfinale, sowie 29% eine Teilnahme am Viertelfinale. Dass die deutsche Elf bereits in der Vorrunde ausscheidet, glauben lediglich 7% der Befragten.

Das Fußballfieber der Deutschen ist allgemein nach wie vor groß: nur 12% der Befragten gaben an, die Fussball-EM gar nicht im Fernsehen verfolgen zu wollen. Die meisten ziehen jedoch die heimischen vier Wände zum Fußball gucken vor: Lediglich 36% wollen bei Freunden Fußballspiele ansehen, 22% zum Public Viewing gehen und 13% in eine Kneipe.

Grundinformationen und Hinweise zu Fussball-Europameisterschaften

  • Die Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fußball vor tor © sp4764 - www.fotolia.de

Autor:

Nica Trappe - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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